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CoT Bericht
Euronext-Positionsstichtag: 24.07.2026 Veröffentlichung: 29.07.2026 CFTC-Positionsstichtag: 28.07.2026 MATIF Weizen September, Schlusskurs 31.07.2026: 223,25 €/t (−6,25 €/t) Der September-Weizen setzte seine Korrektur fort und fiel auf 223,25 €/t. Damit verlor der Fronttermin innerhalb von zwei Wochen rund 20 €/t. Kurzfristig dominieren die weit fortgeschrittene europäische Ernte, massive Absicherungen der Commercials, schwache EU-Exporte und konkurrenzfähige Schwarzmeer-Offerten. Gleichzeitig steht die Positionierung dazu in einem deutlichen Gegensatz: Die Investmentfonds bauten ihre Netto-Long-Position an der MATIF erneut kräftig aus. Der Markt handelt derzeit den Erntedruck – die Fonds handeln dagegen bereits mögliche Angebots- und Qualitätsrisiken der kommenden Monate. 📊 Euronext-Positionierung Investmentfonds
Damit bleibt das spekulative Kapital trotz fallender Preise deutlich auf der Käuferseite. Handelsunternehmen und Verarbeiter
Fonds kaufen – der physische Handel sichert ab. Die ungewöhnlich starke Netto-Long-Position der Fonds liefert grundsätzlich Erholungspotenzial. Chicago: SRW fast neutral, HRW klar netto long CBOT SRW-Weizen – Managed Money
CBOT HRW-Weizen
US-Signal: Die Fonds unterscheiden zunehmend zwischen einer grundsätzlich ausreichenden Weltversorgung und einer engeren Lage bei bestimmten Qualitätsklassen. 📰 Marktnews Europa: Hoher Erntedruck, aber keine flächendeckend starke Ernte. Die Weizenernte ist in Frankreich nahezu abgeschlossen und in Deutschland weit fortgeschritten. Damit gelangt kurzfristig viel physische Ware auf den Markt. Gleichzeitig hat die Juni-Hitze das europäische Ertragspotenzial reduziert. COCERAL-nahe Auswertungen zeigen, dass die Prognosen für die gesamte EU- und UK-Getreideproduktion nach der Hitzewelle um fast 9 Mio. t zurückgenommen wurden. Etwa die Hälfte davon betrifft zwar Mais, aber auch Weizen und Gerste verloren Ertragspotenzial. Praxis vom Drescher: Die folgenden Werte sind regionale Orientierungsgrößen und keine amtlichen Landesdurchschnitte:
Russland: Erträge bislang eher stark – aber Exportfluss bleibt entscheidend. Für eine bullische Weizenthese ist die russische Ernte derzeit leider der wichtigste Gegenfaktor. Das russische Landwirtschaftsministerium meldete Anfang Juli einen durchschnittlichen Getreideertrag von rund 4,0 t/ha. Beim Weizen lag das Ertragsplus nach Ministeriumsangaben bei rund 22 %. Frühe Erntedaten zeigten landesweit durchschnittliche Weizenerträge von etwa 3,69 t/ha, nach 2,86 t/ha im Vorjahr und einem Fünfjahresmittel von 3,44 t/ha. Die untersuchte Qualität war ebenfalls ordentlich: Fast 80 % der geprüften Mengen wurden als Nahrungsweizen der Klassen drei und vier eingestuft. Produktionsprognosen steigen
Was dennoch bullisch und preisstützend werden könnte sind verspätete Erntearbeiten,
USA: Kleinere Ernte bleibt ein zentraler bullischer Faktor. Die US-Weizenlage bleibt deutlich enger als im Vorjahr, besonders bei Winterweizen und HRW. Der Markt reagiert darauf bereits über die Positionierung: HRW-Fonds sind klar netto long. 📅 August-WASDE: Nächster wichtiger Impuls am 12. AugustDer nächste USDA-WASDE erscheint am 12. August 2026 um 12:00 Uhr US-Ostküstenzeit, entsprechend 18:00 Uhr deutscher Zeit. Der August-Bericht besitzt besondere Bedeutung, weil dann mehr tatsächliche Ernteinformationen aus der EU, Russland und den USA in die globalen Bilanzen einfließen. Die Fonds sind bereits stark positioniert. Ein bullischer Bericht könnte deshalb Anschlusskäufe und Short-Eindeckungen auslösen. Ein neutraler oder bearish ausfallender Bericht würde dagegen das Risiko umfangreicher Gewinnmitnahmen erhöhen. Die CoT-Daten sprechen jedoch gegen einen bereits vollständig bestätigten langfristigen Abwärtstrend. 📈 Technischer AusblickMATIF Weizen September: 223,25 €/t Unterstützungen
Hält die Zone von 220–223 €/t, bleibt eine technische Gegenbewegung in Richtung 228–233 €/t möglich. Oberhalb von 233 €/t könnte der Markt erneut 238–242 €/t testen und den Zielkurs 256,75 anlaufen. Unterhalb von 220 €/t würden zunächst 215–218 €/t und anschließend die psychologisch wichtige Marke von 210 €/t in den Fokus rücken. Die CoT-Daten sprechen jedoch gegen einen bereits vollständig bestätigten langfristigen Abwärtstrend. 👩🌾 Vermarktungsempfehlung
Der Weizenmarkt ist mittelfristig weiter unterstützt bis bullisch. Die kleinere US-Ernte, die europäischen Hitzeverluste, regionale Qualitätsprobleme und die außergewöhnlich positive Fondspositionierung sprechen für begrenztes weiteres Abwärtspotenzial. Kurzfristig bleibt die Zone von 220–223 €/t entscheidend. Solange sie hält, sehen wir die aktuelle Bewegung weiterhin als Korrektur innerhalb des begonnenen Aufwärtstrendes. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt..
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AutorBianca Buthmann
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