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CoT Euronext Positionsstichtag: 15.05.2026 Euronext-Veröffentlichung: 20.05.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 22.05. bei 215,00 €/t (-1,25). Damit bleibt der Markt oberhalb der wichtigen 200-€/t-Marke stabil. Die neue CoT-Struktur zeigt jedoch ein zweigeteiltes Bild: Fonds bauen ihre Long-Position massiv aus, während Commercials die höheren Preisniveaus sehr deutlich zur Absicherung nutzen. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➡️ Gesamtbild: Die Marktstruktur zeigt eine klare Divergenz. Fonds kaufen den Markt aktiv nach oben, während Commercials die höheren Niveaus deutlich absichern. ➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red Winter Am US-Markt bleibt das Bild noch vorsichtig. Bei CBOT Soft Red Winter Wheat liegen Managed Money bei 109.862 Long zu 112.951 Short und damit netto bei -3.089 Kontrakten. Zur Vorwoche wurden Longs um 9.225 Kontrakte aufgebaut, während Shorts um 6.170 Kontrakte reduziert wurden. 📰 Marktnews (16.05.–24.05.2026) Der Weizenmarkt wurde in der vergangenen Woche vor allem durch drei Faktoren bestimmt: schwächere US-Winterweizenbestände, aktive internationale Nachfrage und die Frage, wie viel Preisdruck der Schwarzmeerraum weiter ausübt. In den USA hat sich die Lage beim Winterweizen weiter verschlechtert. Laut USDA Crop Progress waren per 17.05. nur noch 27 % der US-Winterweizenbestände in gutem bis sehr gutem Zustand. Gleichzeitig waren 76 % der US-Maisflächen und 67 % der Sojabohnenflächen bestellt. Für Weizen bleibt damit besonders die Trockenheit in den südlichen Plains ein Risikofaktor, weil die Ertragsbildung in eine sensible Phase geht. Noch schärfer wird das Bild durch aktuelle Ernteerwartungen aus den USA: Die US-Winterweizenernte 2026/27 wird laut USDA-Einschätzung auf 1,048 Mrd. Bushel geschätzt, rund 25 % unter Vorjahr und damit auf dem niedrigsten Niveau seit 1965. Besonders betroffen ist Hard Red Winter Wheat mit 514,8 Mio. Bushel, rund 36 % unter Vorjahr. Auf der Nachfrageseite bleibt der internationale Tendermarkt aktiv. Europa bleibt gut versorgt. Die EU-Weichweizenernte wird weiter im Bereich von rund 142–143 Mio. t gesehen und liegt damit unter Vorjahr, aber nicht auf einem knappen Niveau. Gleichzeitig bleibt der Schwarzmeerraum preislich ein starker Gegner, sodass höhere MATIF-Preise schnell die Exportwettbewerbsfähigkeit belasten. Geopolitisch bleibt Iran/Hormus vor allem über Energie und Logistik relevant. Die Gespräche über eine Wiederöffnung bzw. Entspannung an der Straße von Hormus gelten zwar als fortgeschritten, sind aber noch nicht abgeschlossen. Trump erklärte, die USA würden keinen Deal mit Iran überstürzen, während parallel über eine mögliche schrittweise Öffnung der Straße und Erleichterungen bei iranischen Ölexporten verhandelt wird. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 215,00 €/t (MATIF September, -1,25) Support: 212 | 208 | 205 Resistance: 218 | 220 | 225 👉 Oberhalb von 210 €/t bleibt der Markt positiv gestimmt. 👉 Über 220 €/t könnte zusätzlicher Fondsaufbau neues Momentum bringen. 👉 Unter 208 €/t würde die Stabilisierung wieder wackeliger. 👨🌾 Empfehlung Preise oberhalb von 215 €/t bleiben für gestaffelte Vermarktung interessant. Der Fondsaufbau stützt zwar kurzfristig, aber die massive Commercial-Absicherung zeigt, dass die physische Seite höhere Preise aktiv nutzt. ➡️ Weizen bleibt stabiler – aber die Rally muss gegen physischen Absicherungsdruck bestehen
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AutorBianca Buthmann
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