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CoTBericht: 19.07.2026
Positionsstichtag: 10.07.2026 Euronext-Veröffentlichung: 15.07.2026 Der MATIF-Weizen (September 2026) schloss am 17.07.2026 bei 234,25 €/t (+4,25 €/t) und setzte damit die kräftige Aufwärtsbewegung der vergangenen zwei Wochen fort. Seit Anfang Juli gewann der Fronttermin mehr als 30 €/t. Auslöser der Rally sind umfangreiche Short-Eindeckungen der Fonds, regional enttäuschende Ernteergebnisse in Westeuropa und eine stabile internationale Nachfrage. Der Markt sendet oberhalb von 230 €/t ein klar bullisches Signal. 📊 Positionierung Investment Funds – Euronext MATIF
Commercials – Handel und Verarbeiter
🌍 Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red Winter WheatManaged Money
📰 Marktnews Frankreich: Erträge unter den hohen Erwartungen. Die französische Weichweizenernte schreitet rasch voran. Die Erträge liegen vielfach zwischen 6,5 und 8,0 t/ha, auf sehr guten Standorten auch über 8,5 t/ha. Nach den Hitzewellen Ende Juni berichten viele Landwirte jedoch von kleineren Körnern und einer begrenzten Kornfüllung auf leichteren Böden. Die Qualitäten überzeugen bislang überwiegend mit guten Hektolitergewichten und stabilen Proteinwerten. Marktteilnehmer erwarten aktuell eine französische Weichweizenernte von rund 31 bis 32 Mio. t. In Deutschland beginnt bundesweit der Weizendrusch. Erste Ergebnisse aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern bewegen sich überwiegend zwischen 7 und 9 t/ha, auf besseren Standorten auch darüber. Trockene Regionen bleiben dagegen deutlich unter diesem Niveau. Qualitäten bisher positiv. 🚢 Internationale Tender: Die Nachfrage am Weltmarkt bleibt hoch. Jordanien hat einen internationalen Tender über 120.000 t Mahlweizen ausgeschrieben. Parallel wurde ein weiterer Tender über 120.000 t Futtergerste veröffentlicht – ein Zeichen für die anhaltend hohe Importnachfrage im Nahen Osten. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte zuletzt nach Händlerschätzungen 390.000–420.000 t Mahlweizen zu Preisen von rund 268–270 USD/t c&f. Der überwiegende Teil der Zuschläge ging erneut an Anbieter aus dem Schwarzmeerraum, während Frankreich weiter Marktanteile verliert Russland bleibt Preisführer – Angebot wird aber teurer! Marktteilnehmer berichten auch für Russland regional von niedrigeren Erträgen als ursprünglich erwartet. Dadurch verbessert sich die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Ware etwas, auch wenn russischer Weizen preislich weiterhin führend bleibt. USA: Fokus verlagert sich auf Spring Wheat. Die Winterweizenernte in den USA ist weit fortgeschritten. Der Markt richtet den Blick nun zunehmend auf den Spring-Wheat-Gürtel in North Dakota und Montana. Dort entscheiden Niederschläge und Temperaturen in den kommenden Wochen maßgeblich über Ertrag und Qualität der Sommerweizenernte. 📈 Preisausblick Schlusskurs MATIF September: 234,25 €/t (+4,25 €/t) Unterstützungen
👨🌾 Vermarktungsempfehlung Die kräftige Rally eröffnet wieder attraktive Vermarktungsmöglichkeiten. Preisbereiche zwischen 235 und 245 €/t eignen sich für kleine gestaffelte Teilverkäufe. Gleichzeitig spricht die weiterhin bestehende Netto-Short-Position der Fonds dafür, nicht sämtliche Restmengen sofort zu verkaufen, da weitere Short-Eindeckungen den Markt zusätzlich unterstützen könnten. ➡️ Der Weizenmarkt hat sich klar aufgehellt. Solange die Marke von 230 €/t verteidigt wird und die Fonds ihre Netto-Short-Position weiter abbauen, bleiben die Chancen auf einen Anstieg in Richtung 240 bis 256 €/t intakt
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AutorBianca Buthmann
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