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CoT Report
Positionsstichtag: 19.06.2026 Euronext-Veröffentlichung: 24.06.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 26.06. bei 202,50 €/t (-3,50 €/t). Damit bleibt der Markt knapp oberhalb der wichtigen 200-€/t-Marke. Die Positionierung zeigt weiter ein klares Spannungsfeld: Fonds bleiben deutlich netto short, während Commercials weiterhin netto long positioniert sind. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red WinterManaged Money in Chicago bleibt ebenfalls netto short:
📰 Marktnews Der Weizenmarkt wurde in dieser Woche vor allem durch die fortschreitende US-Winterweizenernte, den Erntedruck auf der Nordhalbkugel und den weiterhin aggressiven Schwarzmeerwettbewerb geprägt. In den USA schreitet die Winterweizenernte deutlich schneller voran als üblich. Laut USDA waren per 21.06. bereits 40 % der Winterweizenernte abgeschlossen. Das liegt klar über dem Vorjahr mit 18 % und über dem Fünfjahresschnitt von 24 %. Dieser schnelle Erntefortschritt brachte zusätzlichen Druck in den Markt. Gleichzeitig bleibt die Qualität und Ertragslage in den Plains regional schwierig. Die Ernte kommt zwar schnell voran, aber die vorherige Trockenheit hat in Kansas, Oklahoma und Texas Spuren hinterlassen. Der Markt bleibt daher zwischen Erntedruck und schwacher US-Ertragsbasis gefangen. In Europa bleibt die Ernteerwartung solide. COCERAL sieht die EU-27+UK-Weichweizenproduktion bei 143,7 Mio. t. Das liegt über der vorherigen Schätzung von 142,6 Mio. t, aber unter dem Vorjahr von 150,8 Mio. t. In Frankreich soll die jüngste Hitze nach COCERAL-Einschätzung bislang keine größeren Ertragsschäden verursacht haben, während Deutschland und der Balkan weiterhin ordentliche Aussichten zeigen. Der Schwarzmeerraum bleibt der wichtigste Belastungsfaktor. Russland wird weiterhin im Bereich von 87–89 Mio. t Weizen gesehen und bleibt preislich sehr aggressiv. Damit bleibt EU-Weizen im Exportgeschäft unter Druck. Auf der Tenderseite bleibt Algerien der wichtigste Marktindikator. Die OAIC hatte zuletzt wieder einen internationalen Weizentender ausgeschrieben. Zwar liegt das nominale Volumen meist bei 50.000 t, tatsächlich kauft Algerien bei solchen Ausschreibungen häufig deutlich größere Mengen. Entscheidend bleibt, ob europäische Ware gegen Schwarzmeerherkünfte preislich mithalten kann. Saudi-Arabien bleibt ebenfalls relevant. Der zuvor gemeldete große Kauf von 985.000 t Weizen für Lieferung Juni bis August bleibt ein Nachfrageanker, nimmt dem Markt kurzfristig aber auch einen Teil der neuen Impulse, weil diese Nachfrage bereits eingepreist ist. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 202,50 €/t (MATIF September, -3,50 €/t) 📉 Support: 200 | 198 | 195 📈 Resistance: 205 | 208 | 212 👉 Die 200-€/t-Marke bleibt die zentrale Unterstützung. 👉 Unter 200 €/t könnten Fonds den Druck wieder erhöhen. 👉 Über 205 €/t würde sich das technische Bild kurzfristig stabilisieren. 👉 Erst über 208 €/t käme wieder stärkeres Momentum auf. 👨🌾 Empfehlung Der Markt bleibt schwierig. Commercials stabilisieren, aber Fonds und Chicago bleiben klar bärisch. Erholungen über 205 €/t sind für weiter für Staffelverkäufe zu prüfen, zunächst nur auf 30-40 Prozent der Gesamtmengen empfehlenswert. ➡️ Weizen verteidigt 200 €/t – aber der Markt bleibt anfällig für weitere Rücksetzer.
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AutorBianca Buthmann
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