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CoT Report, Positionsstichtag: 12.06.2026
Euronext-Veröffentlichung: 17.06.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 19.06. bei 201,00 €/t (-2,25 €/t). Der Markt verteidigt damit weiterhin die psychologisch wichtige 200-€/t-Marke. Auffällig bleibt die gegensätzliche Positionierung: Fonds halten an ihrer deutlichen Short-Position fest, während Commercials ihre Netto-Long-Position weiter ausbauen. 📊 PositionierungInvestment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red WinterManaged Money Chicago:
📰 Marktnews Der Fokus lag in dieser Woche auf den laufenden Ernten der Nordhalbkugel. In den USA beschleunigt sich die Winterweizenernte, während die USDA-Bestandsbewertungen weiter auf niedrigem Niveau verharren. Die Marktteilnehmer diskutieren zunehmend, ob die schwachen US-Erträge die rekordhohe russische Ernte teilweise kompensieren können. In Russland bestätigen Analysten weiterhin Ernten zwischen 87–89 Mio. t Weizen. Damit bleibt Russland klarer Weltmarktführer und aggressiver Exportanbieter. Die russischen Exportpreise liegen weiterhin unter europäischen Offerten und begrenzen das Aufwärtspotenzial der MATIF. In Europa schreitet die Ernte in Südeuropa voran. Erste Berichte aus Spanien und Südfrankreich zeigen solide Erträge, während Osteuropa weiterhin Niederschlagsdefizite meldet. Die jüngsten Hitzewellen in Frankreich, Deutschland und Polen werden nun aufmerksam beobachtet, da sie in die Kornfüllungsphase fallen. Auf der Tenderseite bleibt Nordafrika aktiv. Algerien und Tunesien sondieren weiterhin den Markt. Größere neue Abschlüsse blieben zwar aus, die Nachfragebasis bleibt jedoch vorhanden. Die Exportaktivität am Schwarzen Meer bleibt hoch. Russische Anbieter dominieren weiterhin zahlreiche Ausschreibungen durch ihre Preisführerschaft. Währungsseitig blieb der Euro gegenüber dem US-Dollar relativ fest. Das verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Ware auf dem Weltmarkt. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 201,00 €/t (MATIF September, -2,25 €/t) 📉 Support: 200 | 198 | 195 📈 Resistance: 203 | 206 | 210 👉 Die 200-€/t-Marke bleibt die zentrale Verteidigungslinie. 👉 Unterhalb davon könnten weitere Fondsverkäufe folgen. 👉 Über 206 €/t würde sich das technische Bild wieder deutlich aufhellen. 👨🌾 Empfehlung Die Positionierung spricht weiterhin für Vorsicht. Commercials stützen den Markt, während Fonds konsequent auf fallende Preise setzen. Für Vermarkter bleiben Erholungen interessant, gleichzeitig sollte die Wetterentwicklung in Europa genau beobachtet werden. ➡️ Weizen verteidigt 200 €/t – bleibt aber zwischen Erntedruck und Wetterprämie gefangen
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AutorBianca Buthmann
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