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CoT Bericht: 07.06.2026
Positionsstichtag: 29.05.2026 Euronext-Veröffentlichung: 03.06.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 05.06. bei 202,25 €/t (+1,00 €/t). Nach der Korrektur der Vorwoche konnte sich der Markt leicht stabilisieren, bleibt aber klar unter den jüngsten Hochs. Die neue Positionierung zeigt eine deutliche Veränderung: Fonds haben ihre Long-Position massiv reduziert und gleichzeitig Shorts aufgebaut. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red WinterAuch in Chicago bleibt das Bild angespannt. Managed Money liegt bei CBOT Soft Red Winter Wheat bei:
📰 Marktnews (30.05.–07.06.2026) Der Weizenmarkt wurde in der vergangenen Woche vor allem durch die Wetterentwicklung in den USA, die anhaltende Exportkonkurrenz aus dem Schwarzmeerraum und die Erwartung des kommenden WASDE-Berichts bestimmt. In den USA bleibt die Winterweizenlage schwach. Laut USDA Crop Progress per 01.06. wurden nur 26 % der Winterweizenbestände als gut bis sehr gut bewertet. Gleichzeitig lagen 44 % der Bestände in den Kategorien schlecht bis sehr schlecht. Damit bleibt die Ernte in den südlichen Plains weiterhin ein Risikofaktor, auch wenn Niederschläge in Teilen von Kansas, Oklahoma und Texas zuletzt etwas Entspannung gebracht haben. Die US-Winterweizenernte bleibt damit ein zentrales Thema für den nächsten WASDE-Bericht am 11.06.2026. Der Markt wird besonders darauf achten, ob die US-Weizenproduktion weiter angepasst wird und ob sich die schwachen Bestandsbewertungen bereits stärker in den Ertragsschätzungen niederschlagen. In Europa bleibt die Ernteerwartung grundsätzlich solide. COCERAL sieht die EU-27+UK-Weichweizenproduktion weiterhin bei rund 142,6 Mio. t, nach 148,7 Mio. t im Vorjahr. Das bedeutet zwar einen Rückgang gegenüber 2025, aber keine akute Knappheit. In Südeuropa wurden die Feuchtebedingungen zuletzt weiterhin als günstig beschrieben, während in Teilen Osteuropas und der Ukraine regionale Trockenheit beobachtet wird. Russland und andere Schwarzmeer-Ursprünge bleiben preisaggressiv und begrenzen die Exportchancen für EU-Weizen. Für die MATIF bedeutet das: Nachfrage ist vorhanden, aber europäische Ware muss preislich wettbewerbsfähig bleiben. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 202,25 €/t (MATIF September, +1,00) 📉 Support: 200 | 198 | 195 📈 Resistance: 205 | 208 | 212 👉 Über 200 €/t bleibt der Markt kurzfristig stabil. 👉 Unter 200 €/t würde der Druck deutlich zunehmen. 👉 Erst über 208 €/t käme wieder spürbar bullisches Momentum in den Markt. 👨🌾 Empfehlung Die aktuelle Stabilisierung ist noch keine bestätigte Trendwende. Die Fonds haben ihre Long-Position massiv reduziert, während der globale CoT in Chicago wieder deutlich bärischer ist. Gleichzeitig stabilisieren Commercials und physische Nachfrage jetzt den Markt. Preisbereiche über 200 €/t bleiben für gestaffelte Vermarktung interessant. Größere Verkaufsentscheidungen sollten jedoch mit Blick auf den WASDE-Bericht und die weitere US- ➡️ Weizen hält sich über 200 €/t – aber der Markt ist nun nach den letzten beiden Wochen wieder deutlich anfälliger geworden.
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AutorBianca Buthmann
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