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CoT-Signal der Woche | KW 32/2026
Euronext-Positionsstichtag: 31.07.2026 Veröffentlichung: 05.08.2026 CFTC-Positionsstichtag: 04.08.2026 Nächster WASDE: 12.08.2026 Nach der deutlichen Korrektur der vergangenen Wochen zeigte der September-Weizen am Freitag eine Gegenbewegung und schloss 3,25 €/t höher bei 223 €/t. Noch ist das keine bestätigte Trendwende. Auffällig bleibt jedoch die Positionierung: Während die MATIF deutlich zurückkam, bauten die Investmentfonds ihre Netto-Long-Position weiter aus. Kurzfristig belasten Erntedruck, starke kommerzielle Absicherungen und der Wettbewerb aus dem Schwarzmeerraum. Dem stehen eine erheblich kleinere US-Ernte, geringere EU-Produktion sowie geopolitische Risiken gegenüber. 📊 Euronext – Fonds erhöhen Netto-Long auf fast 89.000 Lots Investmentfonds
Commercials
Das Bild bleibt zweigeteilt: Fonds kaufen – Handel und Verarbeiter sichern das Ernteangebot ab. 🇺🇸 Chicago – SRW wieder schwächer, HRW bleibt bullisch CBOT SRW – Managed Money
CBOT HRW
USA – deutlich engere Weizenversorgung USDA erwartet die amerikanische Weizenproduktion 2026/27 aktuell 23 % unter dem Vorjahr. Besonders knapp wird HRW: Die Produktion dieser Klasse dürfte die kleinste seit 1957/58 werden. Die gesamten US-Endbestände werden auf 722 Mio. Bushel geschätzt – 21 % weniger als im Vorjahr und ein Dreijahrestief. Beim HRW-Weizen sollen die Endbestände sogar etwa 30 % unter dem Vorjahr liegen. Europa – Erntedruck, aber weniger Produktion als 2025/26 Die europäische Ernte ist weit fortgeschritten. Damit gelangt kurzfristig viel Ware in Handel und Verarbeitung. Die EU-Kommission erwartet die Weizenproduktion 2026/27 jedoch 6,2 % unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahresniveau. Die gesamte EU-Getreideproduktion soll bei rund 278,1 Mio. t liegen, 3,2 % weniger als 2025/26.Praxis vom DrescherRegionale Orientierungswerte:
🏭 Verarbeitung & Export Trotz geringerer EU-Produktion erwartet die Kommission für 2026/27 steigende Netto-Getreideexporte auf rund 19 Mio. t. Möglich wird dies auch durch hohe Anfangsbestände von etwa 43 Mio. t, nach 31,5 Mio. t im Vorjahr. Kurzfristig ist damit genügend Ware vorhanden. Im späteren Saisonverlauf dürfte jedoch stärker zwischen Futter-, Mahl- und Qualitätsweizen differenziert werden. 🚢 Tender Konkrete Weltmarktnachfrage bleibt vorhanden. Jordanien schrieb zuletzt bis zu 120.000 t Mahlweizen optionaler Herkunft aus. Die Lieferung ist in 60.000-t-Partien zwischen September und Oktober vorgesehen. Die Angebotsfrist war der 4. August. Ein früherer jordanischer Abschluss über 60.000 t erfolgte zu 275,20 US-$/t C&F Aqaba. AlgerienAlgeriens OAIC suchte zuletzt mindestens 50.000 t Mahlweizen für August-Verschiffung. Beim vorherigen großen Tender hatte Algerien mindestens 390.000 t für Juli-Verschiffung gekauft. Die Nachfrage ist vorhanden – aber ausgesprochen preisorientiert. Russland bleibt der wichtigste Gegenfaktor für eine nachhaltige MATIF-Rally. Die bisherige russische Ernte entwickelt sich insgesamt besser als ursprünglich befürchtet. Entscheidend ist daher zunehmend nicht nur die Produktionsmenge, sondern:
📅 WASDE am 12. August – entscheidender Test Der kommende USDA-Bericht besitzt erhebliches Bewegungspotenzial. Der Ausgangspunkt beim US-Weizen ist bereits eng: Produktion und Endbestände liegen deutlich unter dem Vorjahr. Gleichzeitig könnte Russland einen Teil der Kürzungen kompensieren. Besonders wichtig werden:
Dann könnte Weizen zügig über 228–233 €/t zurückkehren. Bearishes SzenarioUSDA hebt Russland deutlich an und reduziert USA beziehungsweise EU weniger stark als vom Markt erhofft. Dann wäre die Unterstützungszone um 220 €/t erneut gefährdet. 📈 Technischer Ausblick MATIF September: 223,00 €/t Unterstützungen
Solange 220–223 €/t halten, bleibt eine Erholung auf zunächst 230–233 €/t möglich. Ein bullischer WASDE könnte anschließend 238–242 €/t wieder in Reichweite bringen.Unter 220 €/t droht dagegen nochmals 215–218 €/t. 👩🌾 Vermarktung
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AutorBianca Buthmann
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