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CoT-Signal der Woche | KW 32/2026
Investmentfonds reduzieren gleichzeitig ihre Longpositionen bei MATIF-Raps, Canola, Sojabohnen und Sojaöl. Die Bewegung spricht für eine breitere Risikoreduzierung im Ölsaatenkomplex vor dem USDA-Bericht am 12. August. 📊 Euronext – Fonds reduzieren Rapsposition deutlich Investmentfonds
🌎 Auch Canola, Soja und Sojaöl reduzieren Risiko Canola
🛢 Sojaöl
Damit sehen wir einen synchronen Positionsabbau bei praktisch allen wichtigen Ölsaatenmärkten. 📅 WASDE – Ölsaaten besitzen bearishes Überraschungspotenzial USDA erwartet bereits sehr große US-Ernten. Aktuelle USDA-Ausgangslage
Ein höherer US-Sojabohnenertrag, eine Produktion über den bisherigen 4,5 Mrd. Bushel und steigende Endbestände würden Sojabohnen und Sojaöl belasten. Dieser Druck würde über den gesamten Pflanzenölkomplex auch Canola und MATIF-Raps treffen. Positives Überraschungspotenzial: Die Fonds haben bereits erhebliches Risiko reduziert. Fällt der WASDE lediglich neutral oder weniger bearish aus als erwartet, könnte deshalb bereits ein Teil dieser Positionen zurückgekauft werden. 🏭 Verarbeitung – wichtiger Gegenpol zur Rekordproduktion Die Verarbeitungsnachfrage bleibt ein wesentlicher Stützfaktor. USDA erwartet bei US-Canola trotz einer Rekordernte gleichzeitig einen Rekord-Crush von rund 5,3 Mrd. lb, unterstützt durch die starke Nachfrage nach Canolaöl. 🇪🇺 Europa – Erntedruck trifft auf Importbedarf Die EU erwartet für 2026/27 eine gesamte Ölsaatenproduktion von rund 32,3 Mio. t. Das entspricht:
Europa bleibt gleichzeitig strukturell auf Drittlandsimporte angewiesen, weil die Verarbeitungskapazität und der Pflanzenölbedarf hoch bleiben. Störungen der Schwarzmeerexporte können deshalb auch beim Raps relativ schnell eine Risikoprämie erzeugen. Die Ukraine ist ein wichtiger Lieferant von:
Die jüngsten Angriffe auf Schiffe und Hafenanlagen erhöhen deshalb auch für den europäischen Pflanzenölkomplex die geopolitische Risikoprämie. Am Wochenende rief die Türkei angesichts der Eskalation sogar zu einem Moratorium für Angriffe im Schwarzen Meer auf. Das ist für Raps fundamental unterstützend und steht momentan im direkten Gegensatz zur bearishen Fondsbewegung. 🌴 Palmöl und Pflanzenöle Der gesamte Pflanzenölkomplex bleibt ein zentraler Einflussfaktor. Kurzfristig stehen: steigende Produktion und mögliche Bestandsaufbauten gegen: Biodieselnachfrage, Energiepreise und hohe Verarbeitung. Der starke Long-Abbau bei Sojaöl zeigt, dass die Fonds aktuell vorsichtiger werden. Gleichzeitig bleibt die physische Nachfrage nach Pflanzenölen hoch. 📈 Technischer Ausblick – November 2026 Schlusskurs: 530,00 €/tUnterstützungen
Über 535–540 €/t entsteht ein erstes belastbares Erholungssignal. Dann wäre 550–552 €/t wieder erreichbar. Unter 525 €/t steigt dagegen das Risiko eines erneuten Tests von 515–520 €/t. Ein sehr bearisher WASDE könnte nochmals 510 €/t beziehungsweise 500 €/t in den Fokus bringen. VermarktungsempfehlungVor dem WASDE würde ich beim Raps momentan nicht aggressiv in den schwachen Markt hinein verkaufen.
Der Fondspositionenabbau ist ein wichtiges kurzfristiges Warnsignal für den Rapsmarkt. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt.
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AutorBianca Buthmann
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