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CoT-Signal der Woche | KW 33/2026
Euronext CoT: Positionsstichtag: 07.08.2026 | Veröffentlichung: 12.08.2026 Der November-Raps setzt seine Erholung fort und schließt bei 546 €/t. Damit steht der Markt inzwischen wieder unmittelbar vor der wichtigen Marke von 550 €/t. Fundamental wird das Bild gleichzeitig interessanter: Während Frankreich eine solide Rapsernte einfährt, wurden die Erwartungen für Deutschland zuletzt deutlich nach unten korrigiert. Hinzu kommt: Die EU bleibt trotz eigener Ernte auf erhebliche Importe angewiesen – und ausgerechnet bei den wichtigsten Lieferländern ist das Angebot keineswegs üppig. 📊 Euronext Investmentfonds
Die anschließende Erholung des November-Rapses auf 546 €/t ist in diesen Euronext-Positionsdaten noch nicht enthalten. Commercials / Handelsunternehmen – MATIF Raps
Commercials bleiben mit −60.925 Lots deutlich netto short, reduzierten ihre Absicherung gegenüber der Vorwoche jedoch um rund 5.532 Lots. Canola – Fonds reduzieren Risiko CFTC CoT – Positionsstichtag 11.08.2026 Managed Money:
Die Fonds bleiben also auch beim Canola long, gehen aber vorsichtiger in den Markt. Deutschland – Rapsernte deutlich nach unten korrigiert Der Deutsche Raiffeisenverband hat seine Ernteschätzung am 13. August nochmals deutlich reduziert. Deutsche Rapsernte 2026: nur noch rund 3,7 Mio. t, zum Vergleich: 2025: rund 4,0 Mio. t ➡️ Damit liegt die deutsche Rapsernte etwa 7,5 % unter dem Vorjahr. Noch bemerkenswerter ist die Entwicklung der Prognosen: Mitte Juni hatte der DRV noch rund 4,2 Mio. t erwartet. Damit sind gegenüber den Frühsommererwartungen rund: 500.000 t Raps weniger an Ertrag. Der DRV führt die Verschlechterung vor allem auf die außergewöhnliche Hitze zurück. Bei Getreide und Raps zusammen gingen seit Mitte Juni nach Verbandsberechnungen rund 3 Mio. t Erntemenge verloren. Frankreich – deutlich besser als Deutschland Frankreich liefert dagegen eine solide Rapsernte. Die aktuelle französische Schätzung liegt bei rund: 4,64 Mio. t Raps bei einem durchschnittlichen Ertrag von: 3,66 t/ha. Die gute französische Ernte kann damit einen Teil der deutschen Verluste kompensieren – sie beseitigt aber nicht den strukturellen Importbedarf der europäischen Verarbeiter. In der abgelaufenen Saison 2025/26 importierte die EU rund: 5,4 Mio. t Rapssaat Das waren zwar 29 % weniger als im Vorjahr, aber weiterhin eine erhebliche Menge. Die wichtigsten Lieferanten waren: 🇦🇺 Australien: 2,143 Mio. t 🇺🇦 Ukraine: 1,596 Mio. t 🇨🇦 Kanada: 0,874 Mio. t Australien blieb damit der mit Abstand größte Drittlandsversorger der EU. Und genau hier wird die neue Saison interessant. Australien – weniger Exportware erwartet Argus erwartet für Australien 2026/27 eine Canolaproduktion von nur rund: 6,35 Mio. t nach 7,76 Mio. t im Vorjahr. Auch die Exporte sollen um etwa 500.000 t auf 4,9 Mio. t sinken. Für Europa ist das relevant, weil Australien zuletzt über 2,1 Mio. t Rapssaat in die EU geliefert hat. Weniger australisches Exportangebot erhöht damit die Bedeutung Kanadas und der Ukraine. Kanada – mehr Ernte, aber auch viel mehr Eigenverarbeitung Kanada dürfte zwar rund 21 Mio. t Canola ernten, gleichzeitig steigt die heimische Verarbeitung massiv. AAFC erwartet deshalb die kanadischen Exporte 2026/27 trotz der großen Ernte nur bei: 8,0 Mio. tnach rund 8,5 Mio. t in der laufenden Saison. Das ist ein wichtiger Punkt: Eine große kanadische Ernte bedeutet nicht automatisch mehr Canola für Europa, wenn gleichzeitig die kanadischen Ölmühlen Rekordmengen verarbeiten. Ukraine – Verarbeitung konkurriert mit EU-Importen Auch in der Ukraine verändert sich der Markt. Dort soll die heimische Rapsverarbeitung nach Markterwartungen auf etwa: 1,5 Mio. steigen. Bereits im Vorjahr waren es rund 1,2 Mio. t. Die ukrainische Exportabgabe und die starke Nachfrage der heimischen Ölmühlen sorgen dafür, dass ein größerer Teil der Rapssaat im eigenen Land verarbeitet wird, anstatt als Saat in die EU exportiert zu werden. Das erklärt auch eine interessante Verschiebung: Die EU importierte 2025/26 bereits rund 523.000 t Rapsöl, nach nur 320.000 t im Vorjahr. Davon kamen allein: 354.000 t aus der Ukraine. Der Handel verschiebt sich damit teilweise von Rapssaat hin zu bereits verarbeitetem Rapsöl. US-🛢 Sojaöl bleibt wichtig CFTC – Managed Money, 11.08.:
Damit bleibt der Pflanzenölkomplex trotz großer globaler Sojabohnenmengen vergleichsweise robust. 📈 Technischer Ausblick – November 2026 Schlusskurs: 546,00 €/tUnterstützungen: 540–542 €/t 530–535 €/t 520–525 €/t Widerstände: 550–552 €/t 560 €/t 570 €/t Der Markt steht unmittelbar vor einer wichtigen Entscheidung. Über 550–552 €/tEin nachhaltiger Ausbruch wäre technisch klar positiv. ➡️ erstes Ziel 560 €/t ➡️ darüber 570 €/t Unter 540 €/t würde die kurzfristige Dynamik wieder nachlassen und 530–535 €/t erneut in den Fokus rücken. 🚜 Vermarktung für Landwirte Nach der deutlichen Erholung von den Tiefs wird die Zone um 550 €/t für die Vermarktung interessant. 👉 Bereits gut abgesicherte Betriebe können Restmengen zunächst weiterlaufen lassen. 👉 Ein bestätigter Ausbruch über 552 €/t eröffnet technisch weiteres Potenzial Richtung 560–570 €/t. 👉 Unter 540 €/t sollte die Absicherung offener Mengen wieder stärker geprüft werden. Für die weitere Entwicklung beobachten wir besonders EU-Verarbeitung, Importpreise aus Australien/Kanada/Ukraine sowie Soja- und Pflanzen- und Rohölpreise und empfehlen erste Teilabsicherungen Ernte 27. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt.
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AutorBianca Buthmann
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