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CoT Signal Euronext Positionsstichtag 14.08.2026 | Veröffentlichung 19.08.2026
CFTC CoT: Positionsstichtag 18.08.2026 Der November-Raps geriet am Freitag deutlich unter Druck und verlor 8,25 €/t auf 536,50 €/t. Fundamental sieht das Umfeld allerdings stabiler aus als dieser Tagesverlust vermuten lässt: Die Fonds bauen ihre Longposition im Raps wieder aus, der internationale Ölsaatenhandel wächst, die Ukraine verarbeitet Rekordmengen Raps selbst und die Energiepreise erhöhen den Wert der Pflanzenöle im Biokraftstoffkomplex. Gegenwind kommt dagegen vom relativ starken Euro. 📊 Euronext – Fonds kaufen Raps wiederInvestmentfondsLong: 88.420,49 Lots Short: 11.576,33 Lots ➡️ Netto: +76.844,16 Lots Veränderung zur Vorwoche: Long +4.837 Lots Short +1.160 Lots ➡️ Netto +3.677 Lots Nach den starken Long-Liquidationen Anfang August bauen die Fonds ihre Netto-Longposition wieder aus. Der spekulative Markt steigt damit wieder stärker in Raps ein. 🏭 CommercialsLong: 83.833,92 Lots Short: 146.529,73 Lots ➡️ Netto: −62.695,81 Lots Veränderung zur Vorwoche: Long +99 Lots Short +1.870 Lots ➡️ Netto −1.771 Lots Die Commercials erhöhen ihre Netto-Shortabsicherung leicht. 🇨🇦 Canola – Fonds drehen massiv ins Plus Managed Money Canola Long: 127.107 Kontrakte Short: 33.824 Kontrakte ➡️ Netto: +93.283 Kontrakte Veränderung zur VorwocheLong +26.776 Das ist eine ausgesprochen kräftige bullische Positionsverschiebung innerhalb nur einer Woche. Die vorherige Risikoreduzierung im Canola wurde damit nicht nur beendet – die Fonds sind wieder deutlich offensiver positioniert. Sojabohnen und Sojaöl – ebenfalls deutlich bullischer Sojabohnen – Managed Money Long: 197.446 Short: 45.664 ➡️ Netto: +151.782 Kontrakte Wochenveränderung netto: +42.673 Kontrakte Sojaöl –Managed Money Long: 116.669 Short: 25.436 ➡️ Netto: +91.233 Kontrakte Wochenveränderung netto: +11.949 Kontrakte Damit bewegen sich die spekulativen Kapitalströme derzeit gleichzeitig in dieselbe Richtung: Raps ↑ | Canola ↑ | Sojabohnen ↑ | Sojaöl ↑Das spricht nicht für eine weitere Abwärtsbewegung im Raps. 🌍 IGC – weltweiter Ölsaatenhandel wächst weiter Der neue IGC Grain Market Report vom 20. August bestätigt eine grundsätzlich große globale Ölsaatenversorgung. Für die drei vom IGC zusammengefassten großen Ölsaaten Sojabohnen, Sonnenblumen und Raps werden 2026/27 rund: 617,0 Mio. t Produktionerwartet. Gleichzeitig steigt der internationale Ölsaatenhandel auf: 212,9 Mio. tnach rund 209,7 Mio. t 2025/26. Damit steigt der Welthandel trotz des großen Angebots weiter. Für den Rapsmarkt ist das wichtig: Große Produktion bedeutet nicht automatisch Bestandsaufbau, wenn gleichzeitig Verarbeitung, Handel und industrielle Verwendung hoch bleiben. Der IGC umfasst in seiner Ölsaatenbilanz ausdrücklich Sojabohnen, Sonnenblumen und Raps. 🇩🇪 Deutschland – nur 3,7 Mio. t Raps Deutschland bleibt dagegen ein Schwachpunkt der europäischen Ernte. Der DRV erwartet nur rund: 3,7 Mio. t Rapsnach rund 4,0 Mio. t im Vorjahr. 🇫🇷 Frankreich – deutlich besser als Deutschland Die französische Rapsernte liegt aktuell bei ungefähr: 4,6–4,7 Mio. t 🏭 Ukraine – Rekordverarbeitung verändert die EU-Versorgung Die Ukraine hat im Wirtschaftsjahr 2025/26 erstmals mehr als: 1,3 Mio. t Raps selbst verarbeitet, das sind 42 % der gesamten ukrainischen Ernteund ist ein historischer Rekord. Gleichzeitig fielen die ukrainischen Exporte unverarbeiteter Rapssaat von: 3,1 Mio. t → 1,9 Mio. t ➡️ Rückgang um rund 39 %. Hintergrund ist unter anderem die seit September 2025 geltende 10-%-Exportabgabe auf Raps und Sojabohnen, wobei für selbst erzeugte Ware Ausnahmen bestehen. Sie hat die heimische Verarbeitung wirtschaftlich attraktiver gemacht. 📈 Technischer Ausblick – MATIF November 2026 Schlusskurs: 536,50 €/t Unterstützungen 530–535 €/t 520–525 €/t 510–515 €/t Widerstände545–550 €/t 560 €/t 570 €/t Der Freitagsschluss liegt unmittelbar oberhalb unserer wichtigen Unterstützungszone. Hält 530–535 €/t, dann bleibt eine Erholung auf: 545–550 €/t gut möglich. Ein nachhaltiger Ausbruch über 550 €/t würde das technische Bild deutlich verbessern. ➡️ erstes Ziel 560 €/t ➡️ darüber 570 €/t Unter 530 €/t bestünde das Risiko eines Rücksetzers auf: 520–525 €/t und im schwächeren Szenario 510–515 €/t. 🚜 Vermarktungsempfehlung für Landwirte Der Freitagseinbruch sollte angesichts der fundamentalen Entwicklung nicht isoliert betrachtet werden. 👉 Im Bereich 530–535 €/t würden wir keine hektische Komplettvermarktung vornehmen. 👉 Bereits gut vermarktete Betriebe können Restmengen zunächst weiterlaufen lassen. 👉 Erholungen auf 545–550 €/t bieten sich für Teilverkäufe an. 👉 Über 550 €/t verbessert sich das technische Bild mit Potenzial Richtung 560 €/t. 👉 Unter 530 €/t sollte die Absicherung größerer offener Mengen wieder stärker geprüft werden. Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt.
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AutorBianca Buthmann
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