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Der USDA-WASDE-Bericht für Juli 2026 sendet insgesamt ein bullisches Signal für den Weizenmarkt, während sich die globalen Ölsaatenmärkte weiterhin ausgeglichen präsentieren. Ausschlaggebend für die positive Marktreaktion ist die deutlich schwächere US-Weizenbilanz. Das USDA reduzierte die US-Weizenproduktion auf 1,536 Mrd. Bushel – den niedrigsten Wert seit 1970. Gleichzeitig sinken die US-Endbestände auf 722 Mio. Bushel, was die Versorgungslage insbesondere bei exportrelevanten Qualitäten weiter verschärft.
Auch auf globaler Ebene bleibt die Weizenbilanz unterstützend. Der Weltverbrauch steigt erneut und übertrifft weiterhin die Produktion, wodurch die globalen Endbestände auf 275,4 Mio. t zurückgehen. Zwar werden Produktionszuwächse in Russland, der Türkei und der Ukraine erwartet, diese können die Rückgänge in den USA und Australien jedoch nur teilweise kompensieren. Die EU-Weizenerzeugung liegt mit rund 136,8 Mio. t weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau. Damit bleibt Europa in der Saison 2026/27 als Exporteur eingeschränkt und die Versorgung am Weltmarkt stärker von der Schwarzmeerregion und den USA abhängig. Im Gegensatz dazu zeigt sich der Ölsaatenkomplex weitgehend unverändert. Die globale Produktion, der Verbrauch und die Endbestände bei Ölsaaten und Sojabohnen bewegen sich nur geringfügig gegenüber dem Vormonat. Eine strukturelle Verknappung ist derzeit nicht erkennbar, weshalb der Rapsmarkt trotz des bullischen Weizenumfelds unter Druck blieb. Fazit: Der Juli-WASDE bestätigt eine zunehmend engere Versorgungslage am globalen Weizenmarkt. Der Anstieg der MATIF-Weizennotierung um 9,00 €/t auf 214,00 €/t unterstreicht diese Einschätzung. Für Ölsaaten bleibt das fundamentale Umfeld dagegen überwiegend neutral.
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AutorBianca Buthmann
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