|
Euronext Schlusskurs September 2026: 214,50 €/t (+6,25)
Der Weizenmarkt hat sich in dieser Woche deutlich stabilisiert. Die Rückkehr über die Zone um 210 €/t verbessert das Chartbild, gleichzeitig bleibt die Terminmarktstruktur spannend: Investment Funds sind weiter netto short, während Commercials ebenfalls netto short sind, ihre Positionierung aber anders motiviert ist als die der Fonds. Besonders wichtig ist, dass die Fonds ihre Short-Last zuletzt spürbar reduziert haben – damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass positive Marktnews schnell zu zusätzlichen Eindeckungen führen. 📊 Positionierung (Euronext CoT – Investment Funds & Commercials) Investment Funds Long: 123.537,24 Short: 141.655,00 → Netto: −18.117,76 WochenveränderungΔ Long +12.775 · Δ Short −64.226 → Netto +77.001 Die Fonds bleiben zwar netto short, haben ihre Short-Seite aber massiv reduziert. Commercial UndertakingsLong: 217.384,59 Short: 242.331,19 → Netto: −24.946,60 WochenveränderungΔ Long −36.342 · Δ Short +25.311 → Netto −61.653 📰 Marktnews & Fakten: EU: Jordanien hat nach einem ergebnislosen Kaufversuch einen neuen Tender über bis zu 120.000 t Mahlweizen ausgeschrieben; Gebote waren für 10. März vorgesehen, das Lieferfenster liegt im Mai/Juni. Das zeigt: Nachfrage ist vorhanden, aber die Käuferseite bleibt preisbewusst. Noch wichtiger ist Algerien (OAIC): Beim Tender vom 24. Februar wurden nach Händlerangaben rund 600.000 t gekauft – deutlich mehr als die nominelle Ausschreibungsmenge von 50.000 t – zu etwa 259–260 USD/t C&F. Auf EU-Ebene bleibt auch das Exporttempo stützend: Die EU-Soft-Wheat-Exporte lagen bis 15. Februar bei 15,11 Mio. t, nach 13,43 Mio. t in der Vorwoche und damit 11 % über Vorjahr. Das ist für den Markt grundsätzlich positiv, weil Ware kontinuierlich aus dem EU-Markt abfließt. Der Ernteausblick in Frankreich ist dagegen zweigeteilt. Einerseits lagen die Soft-Wheat-Bestände Anfang Februar noch bei 91 % gut/sehr gut, dem besten Wert seit drei Jahren. Andererseits hat sich das Bild zuletzt verschlechtert: Frankreichs Soft-Wheat-Bewertung wurde Ende Februar auf 84 % gut/exzellent taxiert, nachdem starke Niederschläge und lokale Überflutungen die Bestände belastet haben. Das bedeutet: Die Ausgangslage für die neue Ernte ist noch gut, aber nicht mehr ganz so komfortabel wie noch vor wenigen Wochen. 🌍 Schwarzmeer & Russland Die Beratungsfirma SovEcon hat ihre Prognose für russische Weizenexporte 2025/26 zuletzt auf 45,4 Mio. t gesenkt, also um 0,3 Mio. t, und begründet das mit der schwächeren Wettbewerbsfähigkeit russischer Ware gegenüber EU-Ursprüngen. US-Weizen: Auch die US-Exportseite bleibt solide: Nach Marktübersichten liegen die US-Weizenverpflichtungen bei 846,6 Mio. Bushel, rund 14 % über Vorjahr und bei 94 % des USDA-Jahresziels. Das hilft, den internationalen Weizenmarkt zu stabilisieren. 📈 Preisupdate & Ausblick – neue Ernte /Weizen September 2026 Schlusskurs: 214,50 €/t (+6,25) Widerstand: 218–225 €/t Unterstützung: 205–210 €/t 👨🌾 Empfehlung für Landwirte📈 Bias-Ampel: 🟡 neutral bis leicht positiv ➡️ Preisstärken für erste Teilvermarktungen im Bereich 220 €/t nutzen ➡️ Rücksetzer nicht überhastet verkaufen ➡️ Besonders beobachten: Jordanien/Algerien-Tender, russische Exportpolitik
0 Comments
Leave a Reply. |
AutorBianca Buthmann
Kategorien
All
|
RSS Feed