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Fonds bleiben noch weiter netto short, Commercials netto long – das defensive Grundsetup bleibt bestehen. Fonds haben Netto-Short-Position der Fonds zuletzt leicht reduziert. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Short-Covering-Bewegungen bei positiven Nachrichten. 📊 Positionierung (Euronext CoT – Investment Funds & Commercials) Investment Funds: Long 95.213 | Short 233.346 → Netto −138.132 Commercial Undertakings: Long 311.507 | Short 233.474 → Netto +78.033 🔁 WochenveränderungInvestment Funds: Δ Long −12.565 · Δ Short −13.730 → Netto +1.165 → Shorts wurden stärker reduziert als Longs – leicht stützend. Commercials: Δ Long −12.669 · Δ Short +3.050 → Netto −15.719 → Hedger bleiben klar auf der Long-Seite, aber etwas weniger offensiv. Einordnung: Das große Bild bleibt: Fonds sind stark short positioniert. Bei positiven Export- oder Wetterimpulsen kann der Markt schnell reagieren. 📰 Marktüberblick 📦 Exporttender – Nordafrika bleibt aktiv, Jordanien hat einen internationalen Tender über bis zu 120.000 t Mahlweizen ausgeschrieben (Gebotsfrist 24.02.). Solche Tender wirken direkt auf den Fronttermin, weil sie physische Nachfrage in den Markt bringen. Algerien (OAIC) bleibt ebenfalls regelmäßig aktiv. In früheren Ausschreibungen wurden häufig mehr Mengen gekauft als offiziell ausgeschrieben. Algerien ist ein Schlüsselmarkt für EU-Weizen. EU-Exportzahlen: Die Weizen Exporte liegen seit Saisonbeginn bei rund 15,1 Mio. t (Stand Mitte Februar). Das zeigt weiterhin laufende Nachfrage, auch wenn der Wettbewerb intensiv bleibt. 🌍 Schwarzmeer & geopolitische Faktoren - Russland bleibt preislich sehr wettbewerbsfähig. Gleichzeitig gilt seit Mitte Februar eine staatliche Exportquote für Getreide (15.02.–30.06.2026). Exportquoten können den Verkaufsdruck aus Russland bremsen und damit den Weltmarkt stabilisieren – vor allem, wenn parallel Tendernachfrage entsteht. ❄️ Wetter & internationale Einflüsse: In den US-Plains kam es zuletzt zu extremen Kälte- und Schneelagen. Solche Wetterereignisse können Chicago-Weizen kurzfristig nach oben treiben – und damit auch MATIF stützen. Trockenheit / La Niña-EinflussParallel zu Kälte- und Sturmlagen gibt es Hinweise auf anhaltende Trockenheit im Süden und Zentrum der US-Weizenanbaugebiete:
Zudem wurde die Anbaufläche leicht nach oben angepasst. Das bedeutet: Kurzfristig stützen Exporte und Wetter. Mittelfristig wirken gute Bestände und größere Flächen eher preisbegrenzend. 📈 Preiseinschätzung – MATIF März 2026 Schlusskurs 20.02.2026: 197,25 €/t Der Markt hat sich deutlich erholt. ➡️ Bias: Seitwärts bis leicht fester Widerstand: 198–202 €/t Unterstützung: 192–188 €/t Solange Tenderaktivität besteht und US-Wetter im Fokus bleibt, kann der Markt weiter stabil tendieren. Ohne neue Nachfrageimpulse dürfte der Schwarzmeer-Wettbewerb jedoch bremsen. 👨🌾 Empfehlung für Landwirte ➡️ Test der 200 EUR/to Matif mitverfolgen, bei Überschreitung Vermarktung von Teilmengen neue Ernte zwischen 200,00-218,00 EUR/to jetzt planen. ➡️ Vermeiden Sie hektische Verkäufe bei Rücksetzern – Fonds bleiben stark short positioniert, Short-Covering ist jederzeit möglich. Dieser Kommentar dient der Marktinformation und ersetzt keine individuelle Beratung.
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AutorBianca Buthmann
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