CoT: Fonds drehen plötzlich massiv auf Long – bekommt Weizen jetzt endlich etwas Rückenwind?9/5/2026 CoT Positionsstichtag: 30.04.2026
Euronext-Veröffentlichung: 06.05.2026 Der MATIF-Weizen hat sich im September-Kontrakt bei 206,00 €/t stabilisiert. Gleichzeitig zeigt die aktuelle CoT-Struktur einen klaren Stimmungswechsel: Die Fonds drehen massiv zurück auf die Long-Seite, während Commercials ihre Absicherung deutlich ausbauen. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➡️ Gesamtbild: Die Marktstruktur hat sich deutlich gedreht. Das spricht für neuen spekulativen Rückenwind, aber auch für wachsenden Verkaufsdruck aus der physischen Seite. ➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red Winter Am US-Markt ist das Bild weniger bullisch als an der MATIF. Bei CBOT Soft Red Winter Wheat liegen Managed Money aktuell bei 98.031 Long zu 107.064 Short und damit netto -9.033 Kontrakte. Zur Vorwoche wurden Longs um 6.955 Kontrakte reduziert, während Shorts um 13.803 Kontrakte aufgebaut wurden. 👉 Während Europa also deutlich bullischer wird, bleibt Chicago noch vorsichtig bis bärisch. Das globale Signal ist damit gemischt. 📰 Marktnews (01.05.–09.05.2026) Der Weizenmarkt erhielt in der ersten Maiwoche Unterstützung durch eine Kombination aus aktiver Importnachfrage, schwächeren US-Beständen und neuer spekulativer Kaufbereitschaft. Gleichzeitig bleibt die globale Versorgungslage komfortabel, was das Aufwärtspotenzial begrenzt. In Europa bleibt die Ernteschätzung solide, aber nicht überragend. COCERAL erwartet die EU-27+UK-Weichweizenproduktion bei 142,6 Mio. t, nach 148,7 Mio. t im Vorjahr. Die Ernte fällt damit niedriger aus als 2025, bleibt aber auf einem komfortablen Niveau. Wichtig ist dabei: In Südeuropa sind die Bodenfeuchten laut COCERAL gut, während in anderen EU-Regionen die entscheidende Entwicklung erst im Mai beginnt. Im Exportgeschäft bleibt der Wettbewerb hart. Algerien hat Anfang Mai einen neuen internationalen Weizentender ausgeschrieben. Das nominale Volumen liegt zwar bei 50.000 t, in der Praxis kauft Algerien bei solchen Ausschreibungen häufig deutlich größere Mengen. Auch die US-Seite bleibt relevant. Die US-Winterweizenbestände bleiben schwach: Nur 30 % der Bestände wurden zuletzt als gut bis sehr gut bewertet. Damit bleibt Wetter in den Plains ein wichtiger Risikofaktor, auch wenn bisher kein akuter Ernteschaden in die Preise eingearbeitet wird. Zusätzlich wirkte der FAO-Getreidepreisindex unterstützend: Die FAO meldete für April einen Anstieg der Getreidepreise um 0,8 %, unter anderem wegen Trockenheit in Teilen der USA und Erwartungen unterdurchschnittlicher Niederschläge in Australien. Gleichzeitig wurden hohe Energie- und Düngemittelkosten als zusätzlicher Kostenfaktor genannt. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 206,00 €/t (MATIF September) Support: 202 | 200 | 198 Resistance: 208 | 211 | 215 👉 Über 200 €/t hat sich das Bild deutlich stabilisiert. 👉 Über 208 €/t könnte neuer Fondsaufbau zusätzliches Momentum bringen. 👉 Unter 200 €/t würde die jüngste Stabilisierung wieder infrage stehen. 👨🌾 Empfehlung Erholungen sollten weiterhin aktiv beobachtet werden. Preisbereiche oberhalb von 205 €/t für erste kleine Teilverkäufe prüfen. 👉 Fazit: ➡️ Weizen bekommt wieder Rückenwind – aber der Markt muss die 200-€/t-Zone verteidigen.
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AutorBianca Buthmann
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