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CoT-Signal der Woche | KW 39/2026
Bericht: 27.09.2026 Euronext-CoT: Stichtag 18.09. | Veröffentlichung 23.09.2026 CFTC-CoT: Stichtag 22.09.2026 Der Weizen hat eine schwache Woche hinter sich – aber der Freitag lieferte ein wichtiges technisches Signal: 233,75 €/t wurde getestet – und deutlich zurückgekauft.Vom Tagestief erholte sich der Dezember-Future bis zum Schluss auf 237,25 €/t. Damit bestätigt sich zunächst unsere Unterstützungszone 233–235 €/t. 📊 Euronext – Fonds reduzieren ihre extreme Longposition Investmentfonds Long: 236.711,26 Lots Short: 78.738,02 Lots ➡️ Netto: +157.973,24 Lots Wochenveränderung: Long −2.296 Lots Short +1.255 Lots ➡️ Netto −3.551 Lots Nach Wochen aggressiven Longaufbaus ziehen die Fonds damit erstmals etwas deutlicher Kapital ab. Die Position bleibt mit fast +158.000 Lots netto long allerdings außergewöhnlich groß. 🏭 Commercials Long: 243.267,58 Lots Short: 466.266,83 Lots ➡️ Netto: −222.999,25 Lots Wochenveränderung: Long +6.963 Lots Short −7.227 Lots ➡️ Netto-Short um 14.190 Lots reduziert Das ist interessant: Während die Fonds Risiko herausnehmen, reduzieren die Commercials ihre Absicherung kräftig. CoT-Signal: Fonds vorsichtiger – Commercials deutlich weniger bearish abgesichert. Das passt zur Stabilisierung am Freitag. 🇺🇸 Chicago – SRW wird wieder klar bearish CBOT SRW – Managed Money Long: 88.801 Short: 100.817 ➡️ Netto −12.016 Kontrakte Wochenveränderung: Long −6.997 Short +1.345 ➡️ Netto −8.342 Kontrakte Die Fonds verkaufen Longs und bauen gleichzeitig Shorts auf. Kansas HRW Long: 76.739 Short: 36.104 ➡️ Netto +40.635 Wochenveränderung: Long −2.115 Short +1.663 ➡️ Netto −3.778 HRW bleibt netto long, wird aber ebenfalls vorsichtiger. 🌍 IGC – mehr Weizenangebot belastet Der aktuelle IGC-Bericht hat die Weltgetreideproduktion 2026/27 gegenüber August um weitere: +4 Mio. t auf 2,420 Mrd. tangehoben. Vor allem höhere Prognosen für Weizen und Gerste gleichen Kürzungen bei Mais und Sorghum mehr als aus. Der Verbrauch bleibt bei: 2,444 Mrd. t Damit liegt der Verbrauch zwar weiterhin über der Produktion, aber das größere Weizenangebot nimmt dem Markt kurzfristig Aufwärtsdruck. 💰 Physischer Weizen wird billigerDas sieht man inzwischen deutlich an den IGC-Exportpreisen. Frankreich Grade 1 Rouen18.09.: 283 US$/t 21.09.: 285 US$/t 22.09.: 284 US$/t 23.09.: 279 US$/t 24.09.: 274 US$/t ➡️ −11 US$/t seit Montag US-HRW Gulf fiel gleichzeitig auf 339 US$/t, SRW auf 297 US$/t. Das ist momentan einer der wichtigsten Belastungsfaktoren für MATIF. 🚢 Tender – Jordanien kauft wieder Jordanien kaufte am 22. September 60.000 t Mahlweizen optionaler Herkunft. Preis: rund 322 US$/t C&F Lieferung im November. Ausgeschrieben waren insgesamt bis zu 120.000 t. Zum Vergleich: Im August hatte Jordanien noch 318,95 US$/t C&F bezahlt. Die Importnachfrage bleibt damit vorhanden – allerdings reagieren Käufer weiterhin sehr sensibel auf hohe Preise. ⚠️ Schwarzmeer – das bullische Risiko bleibt Hier hat sich die Lage keineswegs normalisiert. Russlands Region Krasnodar, zu der der wichtige Exportkomplex Novorossiysk gehört, meldete nach ukrainischen Drohnenangriffen Störungen der Hafenlogistik. Eine Reuters-Auswertung vom 25. September zeigt: Rund 80 % der russischen Schwarzmeer-/Asow-Terminalkapazität könnten bei einem Ende der gegenseitigen Angriffe relativ schnell wieder anlaufen. Aber: Terminals mit rund 20 % der Kapazität sind schwer beschädigt und könnten Monate für Reparaturen benötigen. Gleichzeitig wurden am 25. September erneut Odesa und Hafen-/Logistikinfrastruktur angegriffen, was die Exportlogistik weiter einschränkt. 📈 TECHNIK – 233,75 € ist jetzt die Marke MATIF Dezember: 237,25 €/t Der Freitag war technisch wichtig: Tagestief 233,75 € → Schluss 237,25 € ➡️ Erholung vom Tief: +3,50 €/t Unterstützungen 233–235 €/t ⭐ 230 €/t 225–228 €/t Widerstände240–242 €/t 245 €/t 250 €/t 256,75 €/t Hält 233–235 €, Dann ist eine technische Gegenbewegung zunächst Richtung: ➡️ 240–242 €/t möglich. Über 242 € kämen wieder: ➡️ 245 € und anschließend: ➡️ 250 € ins Spiel. Fällt 233,75 € Dann wäre die Bodenbildung gescheitert. Nächste Ziele: ➡️ 230 € ➡️ danach 225–228 € 🚜 Vermarktung Weizen 👉 Nach der deutlichen Intraday-Erholung bei 233,75 € würde ich schwache Kurse nicht hinterherverkaufen. 👉 240–242 €: erste wichtige Erholungszone. 👉 245–250 €: bei größeren offenen Mengen Teilvermarktung prüfen. 👉 >250 €: technisches Bild wieder deutlich besser. 👉 <233 €: Absicherung offener Mengen neu bewerten. Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt.
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CoT-Signal der Woche | KW 38/2026
Bericht: 20.09.2026 Euronext CoT: Positionsstichtag 11.09.2026 | Veröffentlichung 16.09.2026 CFTC CoT: Positionsstichtag 15.09.2026 Der Dezember-Weizen hält sich weiter knapp über unserer wichtigen 240-€/t-Zone. Nach der Rally Richtung 250 €/t fehlt dem Markt momentan aber die Kraft für den nächsten Ausbruch. Fundamental bleibt das Bild gemischt: Schwarzmeerexporte sind weiter gestört und Algerien zahlt deutlich höhere Importpreise. Gleichzeitig bleibt das globale Angebot groß und Chicago-Fonds bauen wieder Longrisiko ab. 📊 Euronext – Fonds bleiben extrem long Investmentfonds Long: 239.007,41 Lots Short: 77.482,76 Lots ➡️ Netto: +161.524,65 Lots Veränderung zur Vorwoche Long −1.566 Lots Short −1.552 Lots ➡️ Netto praktisch unverändert: −14 Lots Die enorme Fondsposition bleibt damit bestehen. Anders als in den Vorwochen wird sie aber nicht mehr weiter aggressiv aufgebaut. 🏭 Commercials Long: 236.304,57 Lots Short: 473.493,19 Lots ➡️ Netto: −237.188,62 Lots Wochenveränderung: Long −14.232 Lots Short −10.019 Lots ➡️ Netto-Shortposition steigt nochmals um rund 4.213 Lots. Die Commercials bleiben damit ausgesprochen stark abgesichert. CoT-Signal: Fonds extrem long – aber kein neuer Beschleuniger. Commercials weiter massiv short. Das erhöht die Bedeutung der nächsten fundamentalen Impulse. 🇺🇸 Chicago – SRW dreht wieder netto short CBOT SRW – Managed Money Long: 95.798 Short: 99.472 ➡️ Netto: −3.674 Kontrakte Wochenveränderung: Long −4.708 Short +3.839 ➡️ Netto −8.547 Kontrakte Damit kippt SRW nach dem zwischenzeitlichen Long-Umschwung wieder leicht ins Minus. Kansas HRW Long: 78.854 Short: 34.441 ➡️ Netto +44.413 Wochenveränderung netto: −4.263 Kontrakte Qualitätsweizen bleibt also klar long, verliert aber ebenfalls etwas Dynamik. 🌍 IGC – Weltangebot größer, physischer Weizen bleibt teuer Der neue IGC Grain Market Report vom 17. September weist für die weltweite Getreideproduktion rund: 2,420 Mrd. t aus. Für Weizen wichtiger sind die physischen Exportpreise: Frankreich Grade 1, Rouen 14.09.: 283 US$/t 15.09.: 286 US$/t 16.09.: 289 US$/t 17.09.: 285 US$/t US-HRW lag am 17.09. bei 349 US$/t, SRW bei 306 US$/t. Der Exportmarkt bleibt damit teuer – aber derzeit ohne neue explosive Aufwärtsbewegung. 🚢 Algerien – 500.000 t deutlich teurer gekauft Das ist die wichtigste Tender-Nachricht dieser Woche. Algeriens OAIC kaufte am 15. September rund 500.000–510.000 t Mahlweizen. Preis:319–321 US$/t C&F Zum Vergleich August: 289–290 US$/t C&F ➡️ also rund 30 US$/t höher. Als wahrscheinliche Herkünfte gelten Rumänien/Bulgarien sowie teilweise nordeuropäische bzw. baltische Ware. Das zeigt klar: Die gestörte Schwarzmeerlogistik hat inzwischen einen messbaren Preis. 🇯🇴 Jordanien – erneut kein Kauf Jordanien kaufte im Tender vom 15. September erneut keinen Weizen. Gesucht wurden bis zu: 120.000 t Teilnehmer waren unter anderem CHS, Cargill und Buildcom. Der Tender wurde anschließend erneut ausgeschrieben; neue Angebotsfrist ist der 22. September. Importbedarf vorhanden – aber hohe Preise bremsen Käufer. ⚠️ Schwarzmeer – Risiko bleibt real Die militärische Eskalation hält an. Russische Angriffe haben zuletzt erneut Infrastruktur in der Ukraine getroffen; zugleich greift die Ukraine russische Öl- und Logistikziele an. Ein russischer Drohnenangriff traf außerdem ein ziviles Schiff im Schwarzen Meer, der Kapitän kam dabei ums Leben. Auch Getreideterminals und Hafenlogistik in Russland und der Ukraine bleiben beeinträchtigt. Damit bleibt weiter die entscheidende Frage: Nicht wie viel Weizen geerntet wird – sondern wie viel davon zuverlässig verschifft werden kann. 📈 Technischer Ausblick – Dezember Schlusskurs: 241,75 €/t Unterstützungen 240–242 €/t 235–238 €/t 230–233 €/t Widerstände 245 €/t 250 €/t 253–255 €/t 256,75 €/t Hält 240–242 €Dann bleibt der Markt in einer Seitwärts-Konsolidierung. Ein Schlusskurs über 245 €/t wäre das erste neue Kaufsignal. Über 250 €/t kommt 253–256,75 €/t wieder ins Spiel. Unter 240 €, dann droht: ➡️ 235–238 €/t und darunter: ➡️ 230–233 €/t 🚜 Vermarktung Weizen 👉 240–242 €/t hält: Restmengen laufen lassen. 👉 Über 245 €/t: technisches Bild bessert sich. 👉 250–257 €/t: bleibt eine interessante Teilvermarktungszone. 👉 Unter 240 €/t: Absicherung offener Mengen überprüfen. 240 €/t ist weiter die Schlüsselmarke.Der Markt erhält Unterstützung vom physischen Importmarkt und der Schwarzmeerproblematik. Gleichzeitig signalisiert Chicago, dass die spekulative Dynamik nachlässt. Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT-Signal der Woche | KW 37/2026
Euronext CoT: Positionsstichtag 04.09. | Veröffentlichung 09.09. CFTC: Positionsstichtag 08.09.2026 Der Dezember-Weizen ist nach der Rally bis in den Bereich um 250 €/t deutlich zurückgekommen. Gleichzeitig liefert der neue September-WASDE einen wichtigen Gegenwind: USDA erhöht die globale Weizenversorgung und die Weltendbestände. Die Schwarzmeerproblematik verschwindet allerdings keineswegs – im Gegenteil: USDA kürzt ausdrücklich die Exportprognosen für Russland und die Ukraine wegen schwacher August-Verschiffungen und kriegsbedingt erschwerter Logistik. Der September-Future ist jetzt endgültig von Bord. Der September-2026-Weizenfuture hatte seinen letzten Handelstag am 10. September 2026. Seitdem ist Dezember 2026 der klare Frontmonat und unsere alleinige Referenz für Technik und Vermarktung. Das ist wichtig, weil dadurch Rollbewegungen und Glattstellungen des alten September-Kontrakts aus dem Markt verschwinden und die Preisbildung nun sauberer auf Dezember konzentriert ist. 📊 Euronext – Fonds extrem long Investmentfonds Long: 240.573,57 Lots Short: 79.034,54 Lots ➡️ Netto: +161.539,03 Lots Wochenveränderung: Long +32.692 Short −2.679 ➡️ Netto +35.371 Lots Die Fonds haben trotz des bereits gestiegenen Preisniveaus massiv neue Longpositionen aufgebaut. 🏭 Commercials Long: 250.536,10 Lots Short: 483.512,70 Lots ➡️ Netto: −232.976,60 Lots Wochenveränderung: Long +7.833 Short +25.145 ➡️ Netto-Short −17.312 Lots Die Commercials sichern das hohe Preisniveau dagegen weiter massiv ab. CoT-Signal Fonds maximal offensiv – Commercials maximal defensiv. Gerade diese extreme Spreizung erhöht inzwischen das Rückschlagrisiko. 🇺🇸 Chicago – SRW nimmt Risiko heraus SRW Managed Money Long: 100.506 Short: 95.633 ➡️ Netto +4.873 Wochenveränderung: Long −9.108 Short +923 ➡️ Netto −10.031 Kontrakte Damit sehen wir erstmals wieder deutliche Gewinnmitnahmen. Kansas HRW Long: 78.767 Short: 30.091 ➡️ Netto +48.676 HRW bleibt damit klar bullisch – Qualitätsweizen ist weiter stärker positioniert. 🌍 September-WASDE – mehr Weizen auf dem Weltmarkt Der USDA-Bericht vom 11. September ist beim Weizen der wichtigste neue fundamentale Faktor. USADie komplette US-Weizenbilanz 2026/27 bleibt bei Angebot und Verbrauch unverändert. Allerdings erhöht USDA den erwarteten durchschnittlichen Erzeugerpreis: 6,20 → 6,40 US$/bu Das zeigt, dass USDA trotz unveränderter US-Bilanz mit einem höheren Preisniveau rechnet. Weltweit dagegen mehr Angebot: USDA erhöht die globale Weizenversorgung um: +3,5 Mio. t auf 1.103,0 Mio. t (bärisch) Hauptgründe: 🇦🇺 Australien +3,0 Mio. t → 31,0 Mio. t 🇨🇦 Kanada +1,0 Mio. t → 36,0 Mio. t 🇺🇦 Ukraine +0,6 Mio. t → 26,0 Mio. t Kasachstan wird dagegen um 1 Mio. t gekürzt. Weltverbrauch 826,8 Mio. t ➡️ +0,5 Mio. t Welthandel USDA reduziert den globalen Weizenhandel um: −0,9 Mio. t auf 211,8 Mio. t und nennt ausdrücklich geringere Exporte aus: Russland | Ukraine | Kasachstan | Ägypten. Weltendbestände276,3 Mio. t ➡️ +3,0 Mio. t zum August-WASDE Das ist kurzfristig klar preisbremsend. ⚠️ Aber: USDA bestätigt unser Schwarzmeer-Szenario Der vielleicht wichtigste Satz des WASDE steht bei den Exporten. USDA kürzt die Exportprognosen für Russland und die Ukraine ausdrücklich aufgrund: schwacher August-Verschiffungen, weil der Krieg im Schwarzmeerraum die Logistik beeinträchtigt. Damit haben wir jetzt die interessante Kombination: mehr Weizen produziert – aber weniger davon erreicht reibungslos den Weltmarkt. Genau deshalb sollte man das höhere Produktionspotenzial nicht isoliert betrachten. 🚢 Tender & physischer Markt Die hohen internationalen Preise beginnen teilweise Nachfrage zu rationieren. Saudi-Arabien hatte zuletzt einen großen Weizentender wegen hoher Angebote abgelehnt, während Jordanien weiterhin bis zu 120.000 t sucht und Pakistan rund 750.000 t beschaffen will. Der physische Markt bleibt damit aktiv – Käufer werden allerdings preisbewusster. Das passt zum September-WASDE: mehr verfügbares Weltangebot = weniger Zwang, jedem Preis hinterherzukaufen. 📈 Technik – Dezember jetzt alleinige Referenz MATIF Dezember: 241,25 €/tUnterstützungen 240–242 €/t 235–238 €/t 230–233 €/t Widerstände 245 €/t 250 €/t 253–255 €/t 256,75 €/t – altes Novemberhoch 2024 Die Lage ist jetzt eindeutig: 240–242 € hält➡️ Konsolidierung bleibt kontrolliert. Über 245 € verbessert sich das Bild. Über 250 € kommt 253–256,75 € erneut ins Spiel. Unter 240 €➡️ 235–238 € und darunter: ➡️ 230–233 € werden wahrscheinlich. 🚜 Vermarktung Weizen 👉 Im Bereich 240–242 €/t keine hektischen Verkäufe. 👉 Über 245 €/t verbessert sich die kurzfristige Lage wieder. 👉 250–257 €/t bleibt eine attraktive Teilvermarktungszone. 👉 Erst über 256,75 €/t öffnet sich wieder der Raum Richtung 260–265 €/t. 👉 Unter 240 €/t sollte die Absicherung offener Mengen neu bewertet werden. 👉 Fazit WeizenDer September-WASDE nimmt unserer sehr bullischen Weizenthese etwas Wind aus den Segeln. Mein Bild wird deshalb neutraler: 240 € muss halten, um die Rally Richtung 250–256,75 € wieder aufzunehmen.Die Berichte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT-Signal der Woche – MATIF Weizen | KW 36/2026, Bericht: 06.09.2026, Positionsstichtag 28.08.2026, Veröffentlichung 02.09.2026
Nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Wochen hat der Dezember-Weizen zunächst Luft abgelassen. Das ist technisch noch kein Bruch der Aufwärtsbewegung. Gleichzeitig bleibt die fundamentale Geschichte außergewöhnlich: Die Schwarzmeerlogistik ist weiterhin massiv gestört, physische Exportströme fehlen und die Fonds reduzieren ihre Shortpositionen auf beiden Seiten des Atlantiks drastisch. 📊 Euronext CoT – ein bemerkenswerter Positionswechsel Investmentfonds Long: 207.881,12 Lots Short: 81.713,56 Lots ➡️ Netto: +126.167,56 Lots Veränderung zur Vorwoche: Long +18.832 Lots Short −28.131 Lots ➡️ Netto +46.963 Lots Das ist ein ausgesprochen starkes Signal. Die Fonds haben nicht nur neue Longpositionen aufgebaut, sondern gleichzeitig mehr als 28.000 Short-Lots geschlossen. Genau diese Kombination hat erheblichen Kaufdruck erzeugt. 🏭 Commercials Long: 242.702,80 Lots Short: 458.367,21 Lots ➡️ Netto: −215.664,41 Lots Wochenveränderung: Long −10.524 Lots Short +39.940 Lots ➡️ Netto −50.464 Lots Das Gegenbild könnte kaum deutlicher sein: Die Commercials haben die hohen Preise massiv zur Absicherung genutzt. 🇺🇸 CFTC – Chicago bestätigt das bullische Signal Der aktuelle CFTC-Bericht hat Positionsstichtag 01.09.2026. CBOT SRW – Managed Money Long 109.614 Short 94.710 ➡️ Netto +14.904 Kontrakte Wochenveränderung: Long +22.113 Short −6.388 ➡️ Netto +28.501 Kontrakte Damit sind die Fonds beim SRW innerhalb nur einer Woche von netto short auf netto long gedreht. Kansas HRWLong 82.473 Short 33.647 ➡️ Netto +48.826 Kontrakte Wochenveränderung: Long +6.440 Short +128 ➡️ Netto +6.312 Auch Qualitätsweizen bleibt damit klar bullisch positioniert. 🔥 Das ist der Punkt der Woche: MATIF Funds netto +126.168 SRW Managed Money dreht auf netto +14.904 HRW bereits netto +48.826 Die spekulative Positionierung ist damit inzwischen auf allen drei Märkten klar bullish. ⚠️ Schwarzmeer – Krise verschärft sich weiter Die geopolitische Lage bleibt der dominante Weizentreiber. Die Angriffe auf ukrainische und russische Häfen, Getreideterminals, Schiffe und Logistikinfrastruktur dauern an. Tiefsee-Routen bleiben stark beeinträchtigt; gleichzeitig stoßen die Ausweichrouten über Schiene und Donau wegen Kapazitätsengpässen und niedriger Wasserstände an Grenzen. S&P Global bezifferte bereits zuvor den Ausfall der Exportkapazität durch Hafenangriffe auf rund 33 %. Russland und die Ukraine stehen zusammen normalerweise für etwa 27 % des weltweiten Weizenexports. Besonders bemerkenswert: 🇪🇬 Ägypten bekommt den Engpass inzwischen unmittelbar zu spüren. Die ägyptischen Weizenankünfte im Juli und August sollen auf nur etwa 480.000 t gefallen sein – gegenüber 1,95 Mio. t im Vorjahreszeitraum. Ägypten reagiert darauf sogar mit einer Änderung seiner Beschaffung: Statt der üblichen langfristigen Zahlungsziele werden für Importgeschäfte zunehmend sofortige Barzahlungen eingesetzt, um alternative Herkünfte zu sichern. S&P meldete für ägyptischen Weizen inzwischen Preise von bis zu: 314 US$/t Das zeigt: Die Schwarzmeerkrise ist längst nicht mehr nur ein Futures-Thema. 🚢 Tender – Jordanien schreibt erneut große Menge aus Jordanien hat am 2. September einen neuen offiziellen Weizentender veröffentlicht: 100.000–120.000 t Mahlweizen, Angebotsfrist: 15. September 2026 🇮🇳 Indien – zusätzlicher Angebotsfaktor Indien hat Ende August nach rund vier Jahren seine Beschränkungen für Weizenexporte aufgehoben. Das erhöht theoretisch das Weltmarktangebot. Der unmittelbare Effekt dürfte allerdings begrenzt bleiben, weil indischer Weizen derzeit preislich gegenüber anderen Herkünften nur eingeschränkt wettbewerbsfähig ist. 📈 TECHNIK – der erste Angriff auf 256,75 € im Schlusskurs am Mittwoch, Donnerstag leider Gewinnmitnahmen und noch keine nachhaltige Überwindung der 256,75 Der Rücksetzer bedeutet zunächst: Unterstützungen 243–245 €/t ← jetzt entscheidend 238–240 €/t 233–235 €/t Widerstände250 €/t 253–255 €/t 256,75 €/tdanach 260–265 €/t Solange 243–245 €/t hält, werte ich die Bewegung eher als Konsolidierung der vorherigen Rally. Ein erneuter Schlusskurs über 250 €/t würde den Weg Richtung 253–256,75 €/t wieder öffnen. Aber:Unter 243 €/t steigt das Risiko einer Korrektur auf 238–240 €/t. Unter 238 € wäre die kurzfristige Rallystruktur deutlich beschädigt. 🚜 Vermarktung Weizen Für landwirtschaftliche Betriebe würde ich jetzt nicht hinter fallenden Kursen herverkaufen. 👉 243–245 € hält: Restmengen zunächst laufen lassen. 👉 Rückkehr über 250 €: erneuter Test von 253–256,75 € wahrscheinlich. 👉 Ausbruch über 256,75 €: technisch werden 260–265 € wieder realistisch und interessant für weitere Teilverkäufe 👉 Unter 243 €: Absicherungsquote überprüfen. 👉 Fazit Weizen: Der Rückgang auf 245,50 €/t sieht bislang eher nach Konsolidierung als nach Trendbruch aus. Die Berichte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. t
Euronext CoT: Positionsstichtag 14.08.2026 | Veröffentlichung 19.08.2026 CFTC CoT: Positionsstichtag 18.08.2026 Nach der kräftigen Erholung der vergangenen Wochen gab Dezember-Weizen am Freitag um 2,75 €/t auf 238,25 €/t nach. Der Rücksetzer unmittelbar vor der 240-€/t-Marke wirkt bislang eher wie eine Konsolidierung als wie eine fundamentale Trendwende. Denn das Umfeld hat sich gleichzeitig verschärft: Der IGC reduziert seine Weltgetreideprognose erneut, Deutschland und Frankreich bleiben deutlich hinter dem Vorjahr zurück, internationale Importpreise steigen – und aus dem Schwarzmeer-Risiko ist inzwischen eine tatsächliche Störung der Exportströme geworden. 📊 Euronext – Fonds bleiben long, werden aber vorsichtiger Investmentfonds Long: 184.143,09 Lots Short: 115.678,58 Lots ➡️ Netto: +68.464,51 Lots Veränderung zur Vorwoche Long: +4.566 Lots Short: +18.876 Lots ➡️ Netto: −14.310 Lots Die Investmentfonds bleiben damit deutlich netto long, haben ihre bullische Nettoposition allerdings merklich reduziert. Bemerkenswert: Die Fonds verkauften ihre Longpositionen nicht. Sie erhöhten Long sogar um rund 4.600 Lots, bauten gleichzeitig aber fast 18.900 neue Short-Lots auf. Das spricht eher für zunehmende Absicherung und Vorsicht als für einen vollständigen Ausstieg aus der bullischen Weizenthese. 🏭 Commercials / Handelsunternehmen Long: 236.870,02 Lots Short: 380.463,55 Lots ➡️ Netto: −143.593,53 Lots Veränderung zur Vorwoche Long: +4.200 Lots Short: −2.447 Lots ➡️ Netto: +6.647 Lots Die Commercials bleiben stark netto short, haben ihre Absicherung aber erneut reduziert. Der Verkaufs- und Absicherungsdruck der Commercials etwas ab. Das ist kein eindeutiges bullisches CoT-Signal – aber ebenso wenig eine klare bearishe Trendwende. 🇺🇸 Chicago – Qualitätsweizen bleibt stärker Beim Chicago SRW bleibt Managed Money netto short, der Shortdruck hat sich zuletzt aber abgeschwächt. Beim proteinreicheren Kansas-HRW-Weizen bleiben die Fonds dagegen deutlich netto long. 🇩🇪 Deutschland – Hitze kostet rund 3 Mio. t Getreide und Raps Die endgültige Bilanz des Deutschen Raiffeisenverbands bestätigt die deutlichen Hitzeschäden. Deutsche Getreideernte 2026: 40,6 Mio. t gegenüber rund: 45 Mio. t im Vorjahr ➡️ mehr als 10 % weniger Auch gegenüber dem Fünfjahresmittel von 42,5 Mio. t fällt die Ernte schwach aus. Der wirtschaftliche Schaden wird auf mehr als 600 Mio. € geschätzt. 🇫🇷 Frankreich – unter 2025, Qualität überwiegend ordentlich Frankreich erwartet rund: 32,0 Mio. t Weichweizen➡️ etwa 4 % weniger als 2025 Der durchschnittliche Ertrag wird mit rund: 69,3 dt/haangegeben. Eine Marktumfrage von Argus fällt sogar noch vorsichtiger aus und sieht die französische Ernte lediglich bei etwa 30,8 Mio. t und einem durchschnittlichen Ertrag von 6,67 t/ha. Positiv bleibt die Qualität: In weiten Teilen Frankreichs wird bislang ausreichend Ware für Mühlen- und Exportanforderungen gemeldet. 🌍 IGC senkt Weltgetreideprognose erneut Am 20. August hat der International Grains Council seinen neuen Grain Market Report veröffentlicht. Die Prognose für die weltweite Getreideproduktion 2026/27 wurde um weitere: 5 Mio. tauf nur noch: 2.416 Mio. to reduziert. Der IGC nennt ausdrücklich niedrigere Erwartungen für Weizen, Mais und Sorghum als Ursache der Abwärtskorrektur. Die globale Getreideversorgung wird enger und die Bestände werden weiter abgebaut werden. 📈 Physischer Weizenmarkt wird deutlich fester Aktuelle IGC-Exportpreisindikationen. Französischer Grade-1-Weizen, Rouen 18.08.: 269 US$/t 19.08.: 273 US$/t 20.08.: 275 US$/t ➡️ +6 US$/t innerhalb von zwei Tagen Zum Vergleich am 20. August: US HRW Gulf: 333 US$/t US SRW Gulf: 284 US$/t Damit zeigt der physische Exportmarkt eine deutlich stärkere Preisentwicklung als der kleine Rücksetzer der MATIF am Freitag vermuten lässt. 🚢 Tender – Importnachfrage akzeptiert höhere Preise Auch die jüngsten Käufe bestätigen dieses Bild. 🇯🇴 Jordanien – 60.000 t zu 318,95 US$/tJordanien kaufte am 18. August: 60.000 t Mahlweizenvon CHS zu: 318,95 US$/t C&F für Lieferung in der ersten Oktoberhälfte. Jordanien kündigte bereits den nächsten Tender für den 27. August an. ⚠️ Schwarzes Meer – aus Risiko wird reale Exportstörung Hier liegt aus unserer Sicht die wichtigste neue Entwicklung dieser Woche. Die gegenseitigen Angriffe Russlands und der Ukraine richten sich inzwischen verstärkt gegen Häfen, Schiffe und Getreideexport-Infrastruktur. Russische Angriffe haben die Verschiffung über ukrainische Schwarzmeerhäfen stark beeinträchtigt. Gleichzeitig traf die Ukraine russische Getreideterminals in Novorossiysk, einem der wichtigsten russischen Exportstandorte. Die Auswirkungen sind bereits messbar: Ukrainische Getreideexporteim August etwa: −75 % Russische Exportemehr als: −50 % gegenüber August 2025 Alternative Wege über Donau und Bahn können die ausgefallenen Schwarzmeerkapazitäten bislang nur teilweise ersetzen. Russland und die Ukraine gehören gemeinsam zu den wichtigsten Weizenexporteuren der Welt. Eine länger anhaltende Einschränkung ihrer Exportfähigkeit kann deshalb nicht ohne Folgen für: Nordafrika | Nahost | Asien bleiben. Damit verändert sich die entscheidende Frage: Nicht mehr nur: Wie groß ist die russische Ernte? Sondern: Wie viel russischer und ukrainischer Weizen erreicht tatsächlich den Weltmarkt? Und genau dieser Unterschied könnte für MATIF-Weizen in den kommenden Wochen entscheidend werden. 📈 Technischer Ausblick – MATIF Dezember 2026 Schlusskurs: 238,25 €/t Unterstützungen 235–238 €/t 230–233 €/t 225–228 €/t Widerstände 240–242 €/t 245 €/t 250 €/t Der Rücksetzer am Freitag erfolgte erneut unmittelbar an der wichtigen 240-€/t-Zone. Solange 235–238 €/t halten, bleibt das technische Bild positiv in Zielrichtung 256,75 EUR/to Unter 235 €/t könnte sich eine Konsolidierung zunächst in Richtung: 230–233 €/t ausweiten. 🚜 Vermarktungsempfehlung für Landwirte Bei 238,25 €/t Dezember befinden wir uns weiterhin in einem interessanten Vermarktungsbereich, gleichzeitig haben sich die fundamentalen Argumente für höhere Preise verbessert. 👉 Bei größeren offenen Mengen können 238–242 €/t für kleine Teilabsicherungen genutzt werden. 👉 Bereits gut vermarktete Betriebe können Restmengen weiterlaufen lassen. 👉 Ein bestätigter Ausbruch über 242 €/t eröffnet wieder Potenzial auf 245 €/t und anschließend 250 €/t/256,75 EUR/to 👉 Unter 235 €/t wäre ein Rücksetzer auf 230–233 €/t einzukalkulieren. Wir bleiben für Weizen vorsichtig bullisch. 240–242 €/t ist beim Dezember-Kontrakt die entscheidende Schlüsselzone. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber ebnet den Weg gen 250/256/€/t. Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT-Signal der Woche | KW 33/2026
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AutorBianca Buthmann
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