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CoT-Signal der Woche – MATIF Weizen | KW 36/2026, Bericht: 06.09.2026, Positionsstichtag 28.08.2026, Veröffentlichung 02.09.2026
Nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Wochen hat der Dezember-Weizen zunächst Luft abgelassen. Das ist technisch noch kein Bruch der Aufwärtsbewegung. Gleichzeitig bleibt die fundamentale Geschichte außergewöhnlich: Die Schwarzmeerlogistik ist weiterhin massiv gestört, physische Exportströme fehlen und die Fonds reduzieren ihre Shortpositionen auf beiden Seiten des Atlantiks drastisch. 📊 Euronext CoT – ein bemerkenswerter Positionswechsel Investmentfonds Long: 207.881,12 Lots Short: 81.713,56 Lots ➡️ Netto: +126.167,56 Lots Veränderung zur Vorwoche: Long +18.832 Lots Short −28.131 Lots ➡️ Netto +46.963 Lots Das ist ein ausgesprochen starkes Signal. Die Fonds haben nicht nur neue Longpositionen aufgebaut, sondern gleichzeitig mehr als 28.000 Short-Lots geschlossen. Genau diese Kombination hat erheblichen Kaufdruck erzeugt. 🏭 Commercials Long: 242.702,80 Lots Short: 458.367,21 Lots ➡️ Netto: −215.664,41 Lots Wochenveränderung: Long −10.524 Lots Short +39.940 Lots ➡️ Netto −50.464 Lots Das Gegenbild könnte kaum deutlicher sein: Die Commercials haben die hohen Preise massiv zur Absicherung genutzt. 🇺🇸 CFTC – Chicago bestätigt das bullische Signal Der aktuelle CFTC-Bericht hat Positionsstichtag 01.09.2026. CBOT SRW – Managed Money Long 109.614 Short 94.710 ➡️ Netto +14.904 Kontrakte Wochenveränderung: Long +22.113 Short −6.388 ➡️ Netto +28.501 Kontrakte Damit sind die Fonds beim SRW innerhalb nur einer Woche von netto short auf netto long gedreht. Kansas HRWLong 82.473 Short 33.647 ➡️ Netto +48.826 Kontrakte Wochenveränderung: Long +6.440 Short +128 ➡️ Netto +6.312 Auch Qualitätsweizen bleibt damit klar bullisch positioniert. 🔥 Das ist der Punkt der Woche: MATIF Funds netto +126.168 SRW Managed Money dreht auf netto +14.904 HRW bereits netto +48.826 Die spekulative Positionierung ist damit inzwischen auf allen drei Märkten klar bullish. ⚠️ Schwarzmeer – Krise verschärft sich weiter Die geopolitische Lage bleibt der dominante Weizentreiber. Die Angriffe auf ukrainische und russische Häfen, Getreideterminals, Schiffe und Logistikinfrastruktur dauern an. Tiefsee-Routen bleiben stark beeinträchtigt; gleichzeitig stoßen die Ausweichrouten über Schiene und Donau wegen Kapazitätsengpässen und niedriger Wasserstände an Grenzen. S&P Global bezifferte bereits zuvor den Ausfall der Exportkapazität durch Hafenangriffe auf rund 33 %. Russland und die Ukraine stehen zusammen normalerweise für etwa 27 % des weltweiten Weizenexports. Besonders bemerkenswert: 🇪🇬 Ägypten bekommt den Engpass inzwischen unmittelbar zu spüren. Die ägyptischen Weizenankünfte im Juli und August sollen auf nur etwa 480.000 t gefallen sein – gegenüber 1,95 Mio. t im Vorjahreszeitraum. Ägypten reagiert darauf sogar mit einer Änderung seiner Beschaffung: Statt der üblichen langfristigen Zahlungsziele werden für Importgeschäfte zunehmend sofortige Barzahlungen eingesetzt, um alternative Herkünfte zu sichern. S&P meldete für ägyptischen Weizen inzwischen Preise von bis zu: 314 US$/t Das zeigt: Die Schwarzmeerkrise ist längst nicht mehr nur ein Futures-Thema. 🚢 Tender – Jordanien schreibt erneut große Menge aus Jordanien hat am 2. September einen neuen offiziellen Weizentender veröffentlicht: 100.000–120.000 t Mahlweizen, Angebotsfrist: 15. September 2026 🇮🇳 Indien – zusätzlicher Angebotsfaktor Indien hat Ende August nach rund vier Jahren seine Beschränkungen für Weizenexporte aufgehoben. Das erhöht theoretisch das Weltmarktangebot. Der unmittelbare Effekt dürfte allerdings begrenzt bleiben, weil indischer Weizen derzeit preislich gegenüber anderen Herkünften nur eingeschränkt wettbewerbsfähig ist. 📈 TECHNIK – der erste Angriff auf 256,75 € im Schlusskurs am Mittwoch, Donnerstag leider Gewinnmitnahmen und noch keine nachhaltige Überwindung der 256,75 Der Rücksetzer bedeutet zunächst: Unterstützungen 243–245 €/t ← jetzt entscheidend 238–240 €/t 233–235 €/t Widerstände250 €/t 253–255 €/t 256,75 €/tdanach 260–265 €/t Solange 243–245 €/t hält, werte ich die Bewegung eher als Konsolidierung der vorherigen Rally. Ein erneuter Schlusskurs über 250 €/t würde den Weg Richtung 253–256,75 €/t wieder öffnen. Aber:Unter 243 €/t steigt das Risiko einer Korrektur auf 238–240 €/t. Unter 238 € wäre die kurzfristige Rallystruktur deutlich beschädigt. 🚜 Vermarktung Weizen Für landwirtschaftliche Betriebe würde ich jetzt nicht hinter fallenden Kursen herverkaufen. 👉 243–245 € hält: Restmengen zunächst laufen lassen. 👉 Rückkehr über 250 €: erneuter Test von 253–256,75 € wahrscheinlich. 👉 Ausbruch über 256,75 €: technisch werden 260–265 € wieder realistisch und interessant für weitere Teilverkäufe 👉 Unter 243 €: Absicherungsquote überprüfen. 👉 Fazit Weizen: Der Rückgang auf 245,50 €/t sieht bislang eher nach Konsolidierung als nach Trendbruch aus. Die Berichte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt.
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CoT-Signal der Woche – MATIF Raps | KW 36/2026, Bericht: 06.09.2026
Raps hält sich trotz des Freitagsminus praktisch genau an unserer Schlüsselmarke von 550 €/t. EU-Verarbeiter benötigen mehr Importware, die globale Pflanzenölbilanz wird enger, US-Sojaöl und Canola werden von der Biofuel-Nachfrage unterstützt und Rohöl zieht wieder kräftig an. 📊 Euronext CoT – Fonds bleiben extrem long, nehmen aber etwas Risiko heraus Positionsstichtag 28.08. | Veröffentlichung 02.09. Investmentfonds Long: 89.789,16 Lots Short: 10.940 Lots ➡️ Netto +78.849,16 Lots Wochenveränderung: Long −1.615 Lots Short −519 Lots ➡️ Netto −1.096 Lots Das ist ein kleiner Rückgang, aber kein grundlegender Positionswechsel. Die Fonds bleiben außergewöhnlich stark netto long. 🏭 Commercials Long 83.513,80 Lots Short 151.781,20 Lots ➡️ Netto −68.267,40 Lots Wochenveränderung: Long +768 Short −43 ➡️ Netto verbessert sich um +811 Lots. Anders als letzte Woche haben die Commercials ihre Netto-Shortposition also leicht reduziert. Sojabohnen – jetzt extrem bullische Fondsposition Der CFTC-Bericht ist bemerkenswert. Managed Money Sojabohnen Long 270.450 Short 35.530 ➡️ Netto +234.920 Kontrakte Wochenveränderung: Long +31.115 Short −3.126 ➡️ Netto +34.241 Kontrakte Damit setzt sich der massive spekulative Aufbau im Sojakomplex fort. 🛢️ Sojaöl dreht ebenfalls deutlich bullischer Managed Money: Long 124.046 Short 24.223 ➡️ Netto +99.823 Kontrakte Wochenveränderung: Long +9.798 Short −4.909 ➡️ Netto +14.707 Kontrakte Das ist für Raps wichtiger als die reine Sojabohnenposition, weil Sojaöl unmittelbar mit Rapsöl im Pflanzenöl- und Biofuelkomplex konkurriert. 🇨🇦 Canola – Fonds bauen Longposition wieder aus Managed Money: Long 128.191 Short 23.882 ➡️ Netto +104.309 Kontrakte Wochenveränderung: Long +5.125 Short −5.337 ➡️ Netto +10.462 Kontrakte Auch hier haben wir die bullischste Kombination: Longaufbau + Shortabbau. Damit zeigen Sojabohnen + Sojaöl + Canola gleichzeitig ein ausgesprochen positives spekulatives Bild. 🇺🇸 Biodiesel – neue EPA-Entscheidung bringt Klarheit Das ist für mich eine der wichtigsten Rapsnachrichten dieser Woche. Nach wochenlanger Unsicherheit hat die US-EPA am 31. August über die Refinery-Ausnahmen entschieden. Gleichzeitig kündigte sie an, 100 % der Differenz zwischen zuvor erwarteten und tatsächlich gewährten Ausnahmen in die Renewable Volume Obligations 2026/27 zurückzuführen. Das stützt die Erwartung eines hohen Pflanzenölbedarfs. Fastmarkets prognostiziert für 2026/27: US-Sojaöl für Biofuel: +33,2 % auf 18,42 Mrd. lb und sogar: Canolaöl für Biofuel: +72 % auf 6,16 Mrd. lb. Die EPA selbst bestätigt grundsätzlich, dass neben Sojaöl auch importiertes Canolaöl als Rohstoff für Biodiesel und Renewable Diesel benötigt werden dürfte. 🇪🇺 EU – Verarbeiter müssen stärker auf Importe zurückgreifen Auch aus Europa kommt Unterstützung. StoneX berichtet aktuell, dass die EU-Rapsbilanz enger wird. Besonders Deutschland fällt auf: Deutsche Rapsernte rund −11,5 % zum Vorjahr. Gleichzeitig wurden die EU-Ernteprognosen zuletzt nochmals um ungefähr 400.000 t zurückgenommen. Damit müssen europäische Ölmühlen ihre Versorgung zunehmend über: Ukraine | Australien | Kanada decken. 🛢️ Rohöl dreht wieder nach oben Auch hier hat sich die Lage gegenüber letzter Woche deutlich verändert. Am Freitag lag Brent zeitweise bei rund: 95,75 US$/BarrelWTI bei: 91,58 US$/BarrelBrent lag damit auf Wochensicht rund +8,6 %, WTI sogar etwa +9,8 %. Treiber sind vor allem die erneut gestiegenen USA-Iran-Spannungen sowie Angriffe auf russische Raffinerien. 📈 TECHNIK – 550 € wird zur Schlüsselmarke MATIF November: 550,75 €/tDer Markt hat unsere vorige Zielmarke erreicht und hält sich dort. Unterstützungen 545–550 €/t 538–540 €/t 530–535 €/t Widerstände 556–560 €/t 570 €/t580 €/t Der Bereich um 550 € ist jetzt entscheidend. Über 556–560 € Dann würde sich die nächste technische Etappe öffnen: ➡️ 570 €/t und darüber: ➡️ 580 €/t Unter 545 €Dann wäre zunächst wieder 538–540 €/t wahrscheinlich. Erst ein Bruch von 530 €/t würde das inzwischen deutlich bessere mittelfristige Bild beschädigen. 🚜 Vermarktung Raps 👉 550–560 €/t: attraktive Zone für weitere Teilverkäufe. 👉 Gut vermarktete Betriebe können Restmengen weiterlaufen lassen. 👉 Ausbruch >560 €/t: eröffnet technisch 570 €/t. 👉 570–580 €/t: Vermarktungsquote nochmals erhöhen. 👉 Unter 545 €/t: kurzfristige Dynamik lässt nach. 👉 Unter 530 €/t: bullisches Szenario überprüfen. Die Berichte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT-Signal der Woche | KW 35/2026, MATIF Weizen September 2026: 250,50 €/t
Freitag, 28.08.: +3,00 €/t, CoT Bericht 21.08.26, veröffentlicht 26.08.2026 Der Weizenmarkt hat die Rally fortgesetzt und die psychologisch wichtige Marke von 250 €/t erreicht. Jetzt rückt ein technisch hochinteressantes Niveau ins Blickfeld: 🎯 256,75 €/t – das alte Novemberhoch aus 2024, ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte technisch eine neue Phase der Aufwärtsbewegung einleiten. Fundamental hat die Rally inzwischen Substanz: Schwarzmeerexporte sind massiv beeinträchtigt, der IGC kürzt die Welt- und EU-Weizenernte, physische Exportpreise steigen und die Fondspositionierung dreht deutlich bullischer. 📊 Euronext CoT – Fonds kaufen und schließen gleichzeitig Shorts Investmentfonds Long: 189.048,99 Lots Short: 109.844,38 Lots ➡️ Netto: +79.204,61 Lots Wochenveränderung Long +4.906 Lots Short −5.834 Lots ➡️ Netto +10.740 Lots Das ist deutlich bullischer als in der Vorwoche: Neue Longpositionen werden aufgebaut und gleichzeitig Shorts geschlossen. Euronext weist genau diese Veränderungen aus. 🏭 Commercials Long: 253.227,05 Lots Short: 418.426,70 Lots ➡️ Netto: −165.199,65 Lots Wochenveränderung: Long +16.357 Lots Short +37.964 Lots ➡️ Netto-Shortposition steigt um 21.607 Lots Hier sehen wir die Gegenbewegung: Die Commercials haben den starken Preisanstieg massiv zur Absicherung genutzt. Fonds kaufen die Rally – Commercials hedgen sie. Das ist zunächst ein typisches Bild eines steigenden Marktes. Die inzwischen sehr große Commercial-Shortposition mahnt allerdings dazu, nach der Rally nicht jede Bewegung unkritisch fortzuschreiben. 🇺🇸 Chicago – deutliche bullische Bewegung Der neue CFTC-Bericht hat den Positionsstichtag 25.08.2026. SRW – Managed Money Long 87.501 Short 101.098 ➡️ Netto −13.597 Kontrakte Wochenveränderung: Long +8.590 Short −3.141 ➡️ Netto +11.731 Kontrakte Das ist wichtig: Die Fonds kaufen Chicago-Weizen und schließen gleichzeitig Shorts. Kansas HRW Long 76.033 Short 33.519 ➡️ Netto +42.514 Kontrakte Wochenveränderung: Long +8.523 Short −2.494 ➡️ Netto +11.017 Damit wird die bullische Qualitätsweizenposition nochmals erheblich ausgebaut. MATIF + SRW + HRW zeigen damit erstmals seit Wochen ziemlich eindeutig in dieselbe Richtung. 🌍 IGC – Weltweizen erneut gekürzt Der August-Bericht des IGC bestätigt die fundamental engere Entwicklung. Weltweite Weizenernte 2026/27: 816,7 Mio. t ➡️ −4,3 Mio. t gegenüber Juli EU: 133,9 Mio. t vorher 135,7 Mio. t Russland:88,4 Mio. t vorher rund 89,8 Mio. t Damit hat der IGC nicht nur Europa, sondern auch Russland zurückgenommen. Noch wichtiger: Der IGC schätzt, dass seit der Eskalation Mitte Juli die Schwarzmeerexporte bereits etwa 4 Mio. t unter einem normalen Verlauf liegen. ⚠️ Schwarzmeer – jetzt der wichtigste Kurstreiber Aus einem geopolitischen Risiko ist eine reale physische Exportstörung geworden. Angriffe auf Häfen, Terminals und Frachter treffen inzwischen beide Seiten. Einschränkungen an der Straße von Kertsch und am Asow-Don-Kanal betreffen eine Route, über die normalerweise schätzungsweise 28 % der russischen Weizenexporte laufen. S&P Global beziffert gefährdete russische Getreideverschiffungen für Juli/August auf 1,7–2,1 Mio. t, zusätzlich standen rund 500.000 t ukrainische Weizenlieferungen unter Risiko. Noch deutlicher ist die Ukraine: Die großen Schwarzmeerhäfen Odesa, Chornomorsk und Pivdennyi bewegen normalerweise rund 6 Mio. t monatlich; zuletzt sollen die Ausfuhren auf etwa 500.000 t gefallen sein. Auch Russland kämpft mit massiven Störungen in Novorossiysk und anderen Exporthäfen. 📈 Physischer Weizen bestätigt die Rally Hier wird es besonders interessant. IGC – französischer Grade 1 Rouen 21.08. 273 US$/t 25.08. 275 US$/t 26.08. 283 US$/t 27.08. 286 US$/t ➡️ +13 US$/t in weniger als einer Woche US-SRW Gulf stieg gleichzeitig auf 308 US$/t, HRW auf 349 US$/t. Damit ist die MATIF-Rally nicht nur spekulativ. Der physische Exportmarkt zieht mit. 🚢 Tender – Nachfrage bleibt aktiv Jordanien schrieb diese Woche erneut bis zu: 120.000 t Mahlweizenaus, in zwei möglichen 60.000-t-Partien für Oktoberlieferung. Die Angebotsfrist lief am 27. August. Zuvor hatte Jordanien am 18. August 60.000 t gekauft. Algeriens letzter großer Kauf von bis zu 720.000 t zu 289–290 US$/t C&F bleibt ebenfalls ein wichtiger Benchmark – rund 25 US$/t höher als beim Juni-Tender. Steigen die Schwarzmeer-Risiken weiter, dürften nordafrikanische Käufer stärker auf EU-, US- und andere Herkünfte ausweichen müssen. 🏭 Verarbeitung & Qualität Die europäische Mühlen- und Futternachfrage bleibt stabil. Entscheidend wird jetzt aber zunehmend die Qualität. Die kleinere EU-Ernte trifft auf stark unterschiedliche Werte bei: Hektolitergewicht | Mahlweizenanteil. Gerade das starke HRW-Signal in Chicago zeigt, dass der Markt hochwertigen Weizen zunehmend mit einer Prämie bewertet. 📈 Technik – jetzt wird 256,75 €/t entscheidend MATIF September: 250,50 €/tNach dem Sprung über 240–245 €/t befindet sich der Markt in einer neuen technischen Zone. Unterstützungen: 247–250 €/t 242–245 €/t 238–240 €/t Widerstände/Ziele: 253–255 €/t 256,75 €/t – altes Novemberhoch 2024-260 €/t 265 €/t Szenario 1 – 256,75 € , ein nachhaltiger Tagesschluss oberhalb des alten Hochs wäre technisch stark. ➡️ 260 €/t und anschließend: ➡️ 265 €/t werden dann realistische nächste Zielzonen. Bei anhaltender Schwarzmeer-Eskalation wäre auch eine überschießende Bewegung darüber nicht auszuschließen. Szenario 2 – Markt scheitert bei 256–257 €, Dann wäre nach der schnellen Rally zunächst eine Konsolidierung auf 247–250 €/t völlig normal. Erst unter 242–245 €/t würde sich das technische Bild deutlicher eintrüben. 🚜 Vermarktung Weizen Nach der Rally von unter 230 auf über 250 €/t würde ich die Vermarktung jetzt etwas aktiver gestalten: 👉 250–257 €/t: weitere Teilmenge absichern. 👉 Gut vermarktete Betriebe können Restmengen auf einen Test von 256,75 €/t laufen lassen. 👉 Ausbruch >256,75 €/t: nicht sofort alles verkaufen – dann werden 260–265 €/t interessant. Der Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT-Signal der Woche | KW 35/2026, MATIF Raps November 2026: 547,75 €/t
Freitag, 28.08.: +7,75 €/t, CoT Berichtsdatum 21.08.2026, veröffentlicht 26.08.2026 Der Raps hat die wichtige Unterstützungszone 530–535 €/t verteidigt und schloss die Woche wieder deutlich über 545 €/t. Damit ist genau die Gegenbewegung eingetreten, die wir letzte Woche als Szenario beschrieben hatten. Besonders interessant sind jetzt Sojabohnen, US-Biodiesel und die europäische Verarbeitung. 📊 Euronext – Fonds werden noch bullischerPositionsstichtag 21.08. | Veröffentlichung 26.08. Investmentfonds Long 91.404,21 Lots Short 11.459,00 Lots ➡️ Netto +79.945,21 Lots Wochenveränderung: Long +2.984 Short −117 ➡️ Netto +3.101 Lots Die Fonds kaufen damit weiter Raps und schließen gleichzeitig Shorts. 🏭 Commercials Long 82.746,63 Lots Short 151.824,38 Lots ➡️ Netto −69.077,75 Lots Wochenveränderung: Long −1.087 Short +5.295 ➡️ Netto −6.382 Lots Die Commercials erhöhen ihre Absicherung deutlich – wiederum ein klassisches Muster bei steigenden Preisen. Sojabohnen – Fonds kaufen massiv Hier steckt momentan einer der stärksten externen Raps-Treiber. Managed Money Sojabohnen Long 239.335 Short 38.656 ➡️ Netto +200.679 Kontrakte Wochenveränderung: Long +41.889 Short −7.008 ➡️ Netto +48.897 Kontrakte Das ist ein enormer bullischer Positionsaufbau innerhalb einer einzigen Woche. 🛢️ Sojaöl – Vorsicht: etwas anderes Bild Beim Sojaöl selbst sieht die Positionierung kurzfristig weniger bullisch aus: Long 114.248 Short 29.132 ➡️ Netto +85.116 Wochenveränderung: Long −2.421 Short +3.696 ➡️ Netto −6.117 Kontrakte. Und der Preis geriet zu Wochenbeginn sogar kräftig unter Druck: Dezember-Sojaöl verlor zwischen dem 20. und 24. August rund 7,1 %, nachdem Unsicherheit über die kurzfristige Umsetzung der US-Biokraftstoffpolitik aufgekommen war. Das relativiert die bullische Geschichte kurzfristig – ändert aber nichts an der strukturellen Biodiesel-Nachfrage. 🇺🇸 Biodiesel – hier liegt der große strukturelle Treiber Die EPA hat für 2026/27 deutlich höhere Renewable-Fuel-Vorgaben beschlossen. Nach Berechnungen der Behörde muss die US-Produktion und Verwendung von: Biodiesel + Renewable Dieselgegenüber 2025 um: mehr als 60 % steigen um die neuen Vorgaben zu erfüllen. Noch interessanter für den Ölsaatenmarkt: Die EPA hält es für möglich, dass bis zu 20 % des bislang außerhalb von Biokraftstoffen verwendeten US-Sojaöls 2026/27 in den Biofuel-Bereich wandern könnten. Und auch Canola wird ausdrücklich genannt: Die EPA erwartet deutlich höhere Mengen canolaölbasierter Biokraftstoffe, wobei ein erheblicher Teil des zusätzlichen Canolaöls aus Kanada kommen dürfte. Das ist für MATIF-Raps relevant:mehr US-Biodiesel → mehr Sojaölbedarf → mehr Canolaölbedarf → festerer Pflanzenölkomplex → Unterstützung für Rapsöl und Rapssaat. Oil World meldete bereits für Januar–Juli einen Anstieg der US-Produktion von Biodiesel/HVO um 1,3 Mio. t. 🇨🇦 Canola – Fonds bleiben massiv long Managed Money: Long 123.066 Short 29.219 ➡️ Netto +93.847 Kontrakte Gegenüber der Vorwoche: Long −4.041 Short −4.605 ➡️ Netto sogar leicht +564 Kontrakte Die extrem bullische Positionierung bleibt damit praktisch bestehen. 🇪🇺 EU – neue Kommissionszahlen werden enger Hier gibt es eine wichtige neue Schätzung vom 27. August. EU-Rapsernte 2026/27: 19,445 Mio. t gegenüber noch: 19,774 Mio. t im Juli EU-Importbedarf:6,417 Mio. t vorher 5,700 Mio. t Crush:24,907 Mio. t vorher 24,527 Mio. t ➡️ kleinere Produktion ➡️ höhere Verarbeitung ➡️ deutlich höherer Importbedarf. 🛢️ Rohöl – diese Woche kein Rückenwind Hier müssen wir gegenüber letzter Woche sauber unterscheiden. Brent gab auf: 88,22 US$/Barrelund verlor auf Wochensicht rund: −5,7 %WTI lag bei rund 83,18 US$/Barrel. Damit kommt vom Rohöl diese Woche eher Gegenwind. Die geopolitische Risikoprämie bleibt allerdings hoch, insbesondere wegen der weiterhin angespannten Lage im Nahen Osten und der Angriffe auf russische Energieinfrastruktur. 📈 Technik – MATIF November Schlusskurs 547,75 €/t Die letzte Woche genannte Zone 530–535 €/t hat gehalten. Jetzt testet Raps unseren ersten Zielbereich. Unterstützungen: 540–545 €/t 530–535 €/t 520–525 €/t Widerstände: 550 €/t560 €/t 570 €/t Über 550 €/tEin nachhaltiger Ausbruch wäre technisch deutlich positiv. ➡️ 560 €/t und darüber: ➡️ 570 €/t Scheitert Raps an 550 €, dann wäre zunächst ein Rücksetzer auf 540–545 €/t normal. Erst unter 530 €/t würde sich das technische Bild wieder deutlich eintrüben. 🚜 Vermarktung Raps 👉 545–550 €/t: Teilverkäufe bleiben sinnvoll. 👉 Gut vermarktete Betriebe können Restmengen auf einen Ausbruch über 550 €/t laufen lassen. 👉 Über 550 €/t wird 560 €/t zum nächsten Ziel. 👉 Im Bereich 560–570 €/t Vermarktungsquote weiter erhöhen, Teilmengenverkauf E27 👉 Unter 530 €/t müsste das bullische Szenario neu bewertet werden. Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. t
Euronext CoT: Positionsstichtag 14.08.2026 | Veröffentlichung 19.08.2026 CFTC CoT: Positionsstichtag 18.08.2026 Nach der kräftigen Erholung der vergangenen Wochen gab Dezember-Weizen am Freitag um 2,75 €/t auf 238,25 €/t nach. Der Rücksetzer unmittelbar vor der 240-€/t-Marke wirkt bislang eher wie eine Konsolidierung als wie eine fundamentale Trendwende. Denn das Umfeld hat sich gleichzeitig verschärft: Der IGC reduziert seine Weltgetreideprognose erneut, Deutschland und Frankreich bleiben deutlich hinter dem Vorjahr zurück, internationale Importpreise steigen – und aus dem Schwarzmeer-Risiko ist inzwischen eine tatsächliche Störung der Exportströme geworden. 📊 Euronext – Fonds bleiben long, werden aber vorsichtiger Investmentfonds Long: 184.143,09 Lots Short: 115.678,58 Lots ➡️ Netto: +68.464,51 Lots Veränderung zur Vorwoche Long: +4.566 Lots Short: +18.876 Lots ➡️ Netto: −14.310 Lots Die Investmentfonds bleiben damit deutlich netto long, haben ihre bullische Nettoposition allerdings merklich reduziert. Bemerkenswert: Die Fonds verkauften ihre Longpositionen nicht. Sie erhöhten Long sogar um rund 4.600 Lots, bauten gleichzeitig aber fast 18.900 neue Short-Lots auf. Das spricht eher für zunehmende Absicherung und Vorsicht als für einen vollständigen Ausstieg aus der bullischen Weizenthese. 🏭 Commercials / Handelsunternehmen Long: 236.870,02 Lots Short: 380.463,55 Lots ➡️ Netto: −143.593,53 Lots Veränderung zur Vorwoche Long: +4.200 Lots Short: −2.447 Lots ➡️ Netto: +6.647 Lots Die Commercials bleiben stark netto short, haben ihre Absicherung aber erneut reduziert. Der Verkaufs- und Absicherungsdruck der Commercials etwas ab. Das ist kein eindeutiges bullisches CoT-Signal – aber ebenso wenig eine klare bearishe Trendwende. 🇺🇸 Chicago – Qualitätsweizen bleibt stärker Beim Chicago SRW bleibt Managed Money netto short, der Shortdruck hat sich zuletzt aber abgeschwächt. Beim proteinreicheren Kansas-HRW-Weizen bleiben die Fonds dagegen deutlich netto long. 🇩🇪 Deutschland – Hitze kostet rund 3 Mio. t Getreide und Raps Die endgültige Bilanz des Deutschen Raiffeisenverbands bestätigt die deutlichen Hitzeschäden. Deutsche Getreideernte 2026: 40,6 Mio. t gegenüber rund: 45 Mio. t im Vorjahr ➡️ mehr als 10 % weniger Auch gegenüber dem Fünfjahresmittel von 42,5 Mio. t fällt die Ernte schwach aus. Der wirtschaftliche Schaden wird auf mehr als 600 Mio. € geschätzt. 🇫🇷 Frankreich – unter 2025, Qualität überwiegend ordentlich Frankreich erwartet rund: 32,0 Mio. t Weichweizen➡️ etwa 4 % weniger als 2025 Der durchschnittliche Ertrag wird mit rund: 69,3 dt/haangegeben. Eine Marktumfrage von Argus fällt sogar noch vorsichtiger aus und sieht die französische Ernte lediglich bei etwa 30,8 Mio. t und einem durchschnittlichen Ertrag von 6,67 t/ha. Positiv bleibt die Qualität: In weiten Teilen Frankreichs wird bislang ausreichend Ware für Mühlen- und Exportanforderungen gemeldet. 🌍 IGC senkt Weltgetreideprognose erneut Am 20. August hat der International Grains Council seinen neuen Grain Market Report veröffentlicht. Die Prognose für die weltweite Getreideproduktion 2026/27 wurde um weitere: 5 Mio. tauf nur noch: 2.416 Mio. to reduziert. Der IGC nennt ausdrücklich niedrigere Erwartungen für Weizen, Mais und Sorghum als Ursache der Abwärtskorrektur. Die globale Getreideversorgung wird enger und die Bestände werden weiter abgebaut werden. 📈 Physischer Weizenmarkt wird deutlich fester Aktuelle IGC-Exportpreisindikationen. Französischer Grade-1-Weizen, Rouen 18.08.: 269 US$/t 19.08.: 273 US$/t 20.08.: 275 US$/t ➡️ +6 US$/t innerhalb von zwei Tagen Zum Vergleich am 20. August: US HRW Gulf: 333 US$/t US SRW Gulf: 284 US$/t Damit zeigt der physische Exportmarkt eine deutlich stärkere Preisentwicklung als der kleine Rücksetzer der MATIF am Freitag vermuten lässt. 🚢 Tender – Importnachfrage akzeptiert höhere Preise Auch die jüngsten Käufe bestätigen dieses Bild. 🇯🇴 Jordanien – 60.000 t zu 318,95 US$/tJordanien kaufte am 18. August: 60.000 t Mahlweizenvon CHS zu: 318,95 US$/t C&F für Lieferung in der ersten Oktoberhälfte. Jordanien kündigte bereits den nächsten Tender für den 27. August an. ⚠️ Schwarzes Meer – aus Risiko wird reale Exportstörung Hier liegt aus unserer Sicht die wichtigste neue Entwicklung dieser Woche. Die gegenseitigen Angriffe Russlands und der Ukraine richten sich inzwischen verstärkt gegen Häfen, Schiffe und Getreideexport-Infrastruktur. Russische Angriffe haben die Verschiffung über ukrainische Schwarzmeerhäfen stark beeinträchtigt. Gleichzeitig traf die Ukraine russische Getreideterminals in Novorossiysk, einem der wichtigsten russischen Exportstandorte. Die Auswirkungen sind bereits messbar: Ukrainische Getreideexporteim August etwa: −75 % Russische Exportemehr als: −50 % gegenüber August 2025 Alternative Wege über Donau und Bahn können die ausgefallenen Schwarzmeerkapazitäten bislang nur teilweise ersetzen. Russland und die Ukraine gehören gemeinsam zu den wichtigsten Weizenexporteuren der Welt. Eine länger anhaltende Einschränkung ihrer Exportfähigkeit kann deshalb nicht ohne Folgen für: Nordafrika | Nahost | Asien bleiben. Damit verändert sich die entscheidende Frage: Nicht mehr nur: Wie groß ist die russische Ernte? Sondern: Wie viel russischer und ukrainischer Weizen erreicht tatsächlich den Weltmarkt? Und genau dieser Unterschied könnte für MATIF-Weizen in den kommenden Wochen entscheidend werden. 📈 Technischer Ausblick – MATIF Dezember 2026 Schlusskurs: 238,25 €/t Unterstützungen 235–238 €/t 230–233 €/t 225–228 €/t Widerstände 240–242 €/t 245 €/t 250 €/t Der Rücksetzer am Freitag erfolgte erneut unmittelbar an der wichtigen 240-€/t-Zone. Solange 235–238 €/t halten, bleibt das technische Bild positiv in Zielrichtung 256,75 EUR/to Unter 235 €/t könnte sich eine Konsolidierung zunächst in Richtung: 230–233 €/t ausweiten. 🚜 Vermarktungsempfehlung für Landwirte Bei 238,25 €/t Dezember befinden wir uns weiterhin in einem interessanten Vermarktungsbereich, gleichzeitig haben sich die fundamentalen Argumente für höhere Preise verbessert. 👉 Bei größeren offenen Mengen können 238–242 €/t für kleine Teilabsicherungen genutzt werden. 👉 Bereits gut vermarktete Betriebe können Restmengen weiterlaufen lassen. 👉 Ein bestätigter Ausbruch über 242 €/t eröffnet wieder Potenzial auf 245 €/t und anschließend 250 €/t/256,75 EUR/to 👉 Unter 235 €/t wäre ein Rücksetzer auf 230–233 €/t einzukalkulieren. Wir bleiben für Weizen vorsichtig bullisch. 240–242 €/t ist beim Dezember-Kontrakt die entscheidende Schlüsselzone. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber ebnet den Weg gen 250/256/€/t. Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT Signal Euronext Positionsstichtag 14.08.2026 | Veröffentlichung 19.08.2026
CFTC CoT: Positionsstichtag 18.08.2026 Der November-Raps geriet am Freitag deutlich unter Druck und verlor 8,25 €/t auf 536,50 €/t. Fundamental sieht das Umfeld allerdings stabiler aus als dieser Tagesverlust vermuten lässt: Die Fonds bauen ihre Longposition im Raps wieder aus, der internationale Ölsaatenhandel wächst, die Ukraine verarbeitet Rekordmengen Raps selbst und die Energiepreise erhöhen den Wert der Pflanzenöle im Biokraftstoffkomplex. Gegenwind kommt dagegen vom relativ starken Euro. 📊 Euronext – Fonds kaufen Raps wiederInvestmentfondsLong: 88.420,49 Lots Short: 11.576,33 Lots ➡️ Netto: +76.844,16 Lots Veränderung zur Vorwoche: Long +4.837 Lots Short +1.160 Lots ➡️ Netto +3.677 Lots Nach den starken Long-Liquidationen Anfang August bauen die Fonds ihre Netto-Longposition wieder aus. Der spekulative Markt steigt damit wieder stärker in Raps ein. 🏭 CommercialsLong: 83.833,92 Lots Short: 146.529,73 Lots ➡️ Netto: −62.695,81 Lots Veränderung zur Vorwoche: Long +99 Lots Short +1.870 Lots ➡️ Netto −1.771 Lots Die Commercials erhöhen ihre Netto-Shortabsicherung leicht. 🇨🇦 Canola – Fonds drehen massiv ins Plus Managed Money Canola Long: 127.107 Kontrakte Short: 33.824 Kontrakte ➡️ Netto: +93.283 Kontrakte Veränderung zur VorwocheLong +26.776 Das ist eine ausgesprochen kräftige bullische Positionsverschiebung innerhalb nur einer Woche. Die vorherige Risikoreduzierung im Canola wurde damit nicht nur beendet – die Fonds sind wieder deutlich offensiver positioniert. Sojabohnen und Sojaöl – ebenfalls deutlich bullischer Sojabohnen – Managed Money Long: 197.446 Short: 45.664 ➡️ Netto: +151.782 Kontrakte Wochenveränderung netto: +42.673 Kontrakte Sojaöl –Managed Money Long: 116.669 Short: 25.436 ➡️ Netto: +91.233 Kontrakte Wochenveränderung netto: +11.949 Kontrakte Damit bewegen sich die spekulativen Kapitalströme derzeit gleichzeitig in dieselbe Richtung: Raps ↑ | Canola ↑ | Sojabohnen ↑ | Sojaöl ↑Das spricht nicht für eine weitere Abwärtsbewegung im Raps. 🌍 IGC – weltweiter Ölsaatenhandel wächst weiter Der neue IGC Grain Market Report vom 20. August bestätigt eine grundsätzlich große globale Ölsaatenversorgung. Für die drei vom IGC zusammengefassten großen Ölsaaten Sojabohnen, Sonnenblumen und Raps werden 2026/27 rund: 617,0 Mio. t Produktionerwartet. Gleichzeitig steigt der internationale Ölsaatenhandel auf: 212,9 Mio. tnach rund 209,7 Mio. t 2025/26. Damit steigt der Welthandel trotz des großen Angebots weiter. Für den Rapsmarkt ist das wichtig: Große Produktion bedeutet nicht automatisch Bestandsaufbau, wenn gleichzeitig Verarbeitung, Handel und industrielle Verwendung hoch bleiben. Der IGC umfasst in seiner Ölsaatenbilanz ausdrücklich Sojabohnen, Sonnenblumen und Raps. 🇩🇪 Deutschland – nur 3,7 Mio. t Raps Deutschland bleibt dagegen ein Schwachpunkt der europäischen Ernte. Der DRV erwartet nur rund: 3,7 Mio. t Rapsnach rund 4,0 Mio. t im Vorjahr. 🇫🇷 Frankreich – deutlich besser als Deutschland Die französische Rapsernte liegt aktuell bei ungefähr: 4,6–4,7 Mio. t 🏭 Ukraine – Rekordverarbeitung verändert die EU-Versorgung Die Ukraine hat im Wirtschaftsjahr 2025/26 erstmals mehr als: 1,3 Mio. t Raps selbst verarbeitet, das sind 42 % der gesamten ukrainischen Ernteund ist ein historischer Rekord. Gleichzeitig fielen die ukrainischen Exporte unverarbeiteter Rapssaat von: 3,1 Mio. t → 1,9 Mio. t ➡️ Rückgang um rund 39 %. Hintergrund ist unter anderem die seit September 2025 geltende 10-%-Exportabgabe auf Raps und Sojabohnen, wobei für selbst erzeugte Ware Ausnahmen bestehen. Sie hat die heimische Verarbeitung wirtschaftlich attraktiver gemacht. 📈 Technischer Ausblick – MATIF November 2026 Schlusskurs: 536,50 €/t Unterstützungen 530–535 €/t 520–525 €/t 510–515 €/t Widerstände545–550 €/t 560 €/t 570 €/t Der Freitagsschluss liegt unmittelbar oberhalb unserer wichtigen Unterstützungszone. Hält 530–535 €/t, dann bleibt eine Erholung auf: 545–550 €/t gut möglich. Ein nachhaltiger Ausbruch über 550 €/t würde das technische Bild deutlich verbessern. ➡️ erstes Ziel 560 €/t ➡️ darüber 570 €/t Unter 530 €/t bestünde das Risiko eines Rücksetzers auf: 520–525 €/t und im schwächeren Szenario 510–515 €/t. 🚜 Vermarktungsempfehlung für Landwirte Der Freitagseinbruch sollte angesichts der fundamentalen Entwicklung nicht isoliert betrachtet werden. 👉 Im Bereich 530–535 €/t würden wir keine hektische Komplettvermarktung vornehmen. 👉 Bereits gut vermarktete Betriebe können Restmengen zunächst weiterlaufen lassen. 👉 Erholungen auf 545–550 €/t bieten sich für Teilverkäufe an. 👉 Über 550 €/t verbessert sich das technische Bild mit Potenzial Richtung 560 €/t. 👉 Unter 530 €/t sollte die Absicherung größerer offener Mengen wieder stärker geprüft werden. Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT-Signal der Woche | KW 33/2026
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AutorBianca Buthmann
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