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CoT-Signal der Woche | KW 39/2026
Bericht: 27.09.2026 Euronext-CoT: Stichtag 18.09. | Veröffentlichung 23.09.2026 CFTC-CoT: Stichtag 22.09.2026 Der Weizen hat eine schwache Woche hinter sich – aber der Freitag lieferte ein wichtiges technisches Signal: 233,75 €/t wurde getestet – und deutlich zurückgekauft.Vom Tagestief erholte sich der Dezember-Future bis zum Schluss auf 237,25 €/t. Damit bestätigt sich zunächst unsere Unterstützungszone 233–235 €/t. 📊 Euronext – Fonds reduzieren ihre extreme Longposition Investmentfonds Long: 236.711,26 Lots Short: 78.738,02 Lots ➡️ Netto: +157.973,24 Lots Wochenveränderung: Long −2.296 Lots Short +1.255 Lots ➡️ Netto −3.551 Lots Nach Wochen aggressiven Longaufbaus ziehen die Fonds damit erstmals etwas deutlicher Kapital ab. Die Position bleibt mit fast +158.000 Lots netto long allerdings außergewöhnlich groß. 🏭 Commercials Long: 243.267,58 Lots Short: 466.266,83 Lots ➡️ Netto: −222.999,25 Lots Wochenveränderung: Long +6.963 Lots Short −7.227 Lots ➡️ Netto-Short um 14.190 Lots reduziert Das ist interessant: Während die Fonds Risiko herausnehmen, reduzieren die Commercials ihre Absicherung kräftig. CoT-Signal: Fonds vorsichtiger – Commercials deutlich weniger bearish abgesichert. Das passt zur Stabilisierung am Freitag. 🇺🇸 Chicago – SRW wird wieder klar bearish CBOT SRW – Managed Money Long: 88.801 Short: 100.817 ➡️ Netto −12.016 Kontrakte Wochenveränderung: Long −6.997 Short +1.345 ➡️ Netto −8.342 Kontrakte Die Fonds verkaufen Longs und bauen gleichzeitig Shorts auf. Kansas HRW Long: 76.739 Short: 36.104 ➡️ Netto +40.635 Wochenveränderung: Long −2.115 Short +1.663 ➡️ Netto −3.778 HRW bleibt netto long, wird aber ebenfalls vorsichtiger. 🌍 IGC – mehr Weizenangebot belastet Der aktuelle IGC-Bericht hat die Weltgetreideproduktion 2026/27 gegenüber August um weitere: +4 Mio. t auf 2,420 Mrd. tangehoben. Vor allem höhere Prognosen für Weizen und Gerste gleichen Kürzungen bei Mais und Sorghum mehr als aus. Der Verbrauch bleibt bei: 2,444 Mrd. t Damit liegt der Verbrauch zwar weiterhin über der Produktion, aber das größere Weizenangebot nimmt dem Markt kurzfristig Aufwärtsdruck. 💰 Physischer Weizen wird billigerDas sieht man inzwischen deutlich an den IGC-Exportpreisen. Frankreich Grade 1 Rouen18.09.: 283 US$/t 21.09.: 285 US$/t 22.09.: 284 US$/t 23.09.: 279 US$/t 24.09.: 274 US$/t ➡️ −11 US$/t seit Montag US-HRW Gulf fiel gleichzeitig auf 339 US$/t, SRW auf 297 US$/t. Das ist momentan einer der wichtigsten Belastungsfaktoren für MATIF. 🚢 Tender – Jordanien kauft wieder Jordanien kaufte am 22. September 60.000 t Mahlweizen optionaler Herkunft. Preis: rund 322 US$/t C&F Lieferung im November. Ausgeschrieben waren insgesamt bis zu 120.000 t. Zum Vergleich: Im August hatte Jordanien noch 318,95 US$/t C&F bezahlt. Die Importnachfrage bleibt damit vorhanden – allerdings reagieren Käufer weiterhin sehr sensibel auf hohe Preise. ⚠️ Schwarzmeer – das bullische Risiko bleibt Hier hat sich die Lage keineswegs normalisiert. Russlands Region Krasnodar, zu der der wichtige Exportkomplex Novorossiysk gehört, meldete nach ukrainischen Drohnenangriffen Störungen der Hafenlogistik. Eine Reuters-Auswertung vom 25. September zeigt: Rund 80 % der russischen Schwarzmeer-/Asow-Terminalkapazität könnten bei einem Ende der gegenseitigen Angriffe relativ schnell wieder anlaufen. Aber: Terminals mit rund 20 % der Kapazität sind schwer beschädigt und könnten Monate für Reparaturen benötigen. Gleichzeitig wurden am 25. September erneut Odesa und Hafen-/Logistikinfrastruktur angegriffen, was die Exportlogistik weiter einschränkt. 📈 TECHNIK – 233,75 € ist jetzt die Marke MATIF Dezember: 237,25 €/t Der Freitag war technisch wichtig: Tagestief 233,75 € → Schluss 237,25 € ➡️ Erholung vom Tief: +3,50 €/t Unterstützungen 233–235 €/t ⭐ 230 €/t 225–228 €/t Widerstände240–242 €/t 245 €/t 250 €/t 256,75 €/t Hält 233–235 €, Dann ist eine technische Gegenbewegung zunächst Richtung: ➡️ 240–242 €/t möglich. Über 242 € kämen wieder: ➡️ 245 € und anschließend: ➡️ 250 € ins Spiel. Fällt 233,75 € Dann wäre die Bodenbildung gescheitert. Nächste Ziele: ➡️ 230 € ➡️ danach 225–228 € 🚜 Vermarktung Weizen 👉 Nach der deutlichen Intraday-Erholung bei 233,75 € würde ich schwache Kurse nicht hinterherverkaufen. 👉 240–242 €: erste wichtige Erholungszone. 👉 245–250 €: bei größeren offenen Mengen Teilvermarktung prüfen. 👉 >250 €: technisches Bild wieder deutlich besser. 👉 <233 €: Absicherung offener Mengen neu bewerten. Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt.
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RAPS – 548,25 €/t: Fonds nehmen Gewinne mit – Sojabohne und Canola wird hingegen kräftig gekauft27/9/2026 CoT-Signal der Woche | KW 39/2026
Bericht: 27.09.2026 Euronext-CoT: Stichtag 18.09. | Veröffentlichung 23.09.2026 CFTC-CoT: Stichtag 22.09.2026 Raps hält sich erstaunlich stabil unmittelbar unter 550 €/t. Die Positionierung liefert allerdings erstmals ein Warnsignal: Euronext-Fonds bauen ihre Netto-Longposition leicht ab. Auf der anderen Seite kaufen die Fonds kräftig Sojabohnen und Canola – und der schwache Euro sowie Rohöl über 100 US$/Barrel stützen den europäischen Rapsmarkt. 📊 Euronext – Fonds nehmen Risiko heraus Investmentfonds Long: 95.181,25 Lots Short: 13.164,40 Lots ➡️ Netto +82.016,85 Lots Wochenveränderung: Long −2.989 Lots Short +353 Lots ➡️ Netto −3.342 Lots Damit sehen wir: Longabbau + Shortaufbau. Die Fonds bleiben stark netto long, werden aber erstmals spürbar vorsichtiger. 🏭 Commercials Long: 92.439,23 Lots Short: 162.483,69 Lots ➡️ Netto −70.044,46 Lots Wochenveränderung: Long +2.256 Short −1.495 ➡️ Netto-Short um 3.751 Lots reduziert Commercials reduzieren ihre Absicherung. Sojabohnen – Fonds kaufen kräftig Managed Money Long: 300.742 Short: 35.583 ➡️ Netto +265.159 Kontrakte Wochenveränderung: Long +18.161 Short −5.497 ➡️ Netto +23.658 Das ist ein ausgesprochen bullisches Signal: neue Longs + gleichzeitig Shorts geschlossen. Canola – noch stärker Managed Money Long: 141.180 Short: 21.937 ➡️ Netto +119.243 Kontrakte Wochenveränderung: Long +7.534 Short −923 ➡️ Netto +8.457 Canola liefert damit diese Woche eines der stärksten Signale im gesamten Ölsaatenkomplex. Das stützt grundsätzlich auch MATIF-Raps. 🛢️ Sojaöl – kurzfristig Gegenwind Managed Money: Long: 119.764 Short: 27.627 ➡️ Netto +92.137 Wochenveränderung: Long −6.601 Short +2.742 ➡️ Netto −9.343 Kontrakte Damit ist der Pflanzenölkomplex nicht einheitlich: Sojabohnen ↑ Canola ↑↑ Sojaöl ↓ Für Raps bleibt das Gesamtbild trotzdem positiv. 🇪🇺 EU-Raps – größere Ernte, aber enorme Verarbeitung Aktuelle Schätzungen liegen inzwischen erstaunlich eng beieinander: Coceral: 20,47 Mio. t Expana: 20,5 Mio. t Oil World: 20,51 Mio. t USDA: 20,657 Mio. t Gleichzeitig erwartet Oil World einen EU-Crush von: 26,24 Mio. t und USDA: 25,8 Mio. t Die EU produziert also zwar mehr Raps als zunächst erwartet – die Verarbeitung liegt aber deutlich oberhalb der eigenen Erzeugung. Das hält den Importbedarf strukturell hoch. 🛢️ Rohöl bleibt kräftiger Rückenwind Brent schloss am 25. September bei rund: 104,32 US$/Barrel Allein am Donnerstag war Brent zeitweise bis auf 108,23 US$/Barrel gestiegen. 💶 Euro wird deutlich schwächer Am 25. September lag der EZB-Referenzkurs bei: EUR/USD 1,1403. Am 18. September waren es noch 1,1460, Anfang September zeitweise über 1,16. Für MATIF-Raps ist das unterstützend: Ein schwächerer Euro verteuert importierte Ölsaaten und Pflanzenöle. ⚠️ Schwarzmeer – auch für Ölsaaten relevant Die erneuten Angriffe auf Odesa, Reni und russische Schwarzmeerlogistik erhöhen weiter die Risiken für: Raps | Sonnenblumen | Pflanzenöle | Schrot Russische Angriffe trafen am 25. September unter anderem die Logistik- und Hafeninfrastruktur in der Region Odesa und am Donauhafen Reni. Das bleibt ein geopolitischer Risikoaufschlag für den europäischen Pflanzenölmarkt. 📈 TECHNIK – 545–550 € entscheidet MATIF November: 548,25 €/t Der Markt bewegt sich weiterhin genau in unserer Schlüsselzone. Unterstützungen 545–550 €/t ⭐ 538–540 €/t 530–535 €/t Widerstände 555–560 €/t 570 €/t 580 €/t 🚜 Vermarktung Raps👉 545–550 €: weiterhin keine hektischen Verkäufe. 👉 555–560 €: gute Zone für Teilvermarktung. 👉 >560 €: eröffnet erneut Potenzial Richtung 570 €. 👉 570–580 €: Vermarktungsquote deutlich erhöhen. 👉 <545 €: kurzfristiges Warnsignal. 👉 <530 €: Aufwärtsszenario neu bewerten. Damit bleibt 545–550 €/t unsere Schlüsselzone. Solange sie hält, sehe ich weiterhin Chancen auf einen erneuten Angriff auf 555–560 €/t. Erst oberhalb von 560 € wäre der Weg Richtung 570 €/t technisch wieder frei. Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT-Signal der Woche | KW 38/2026
Bericht: 20.09.2026 Euronext CoT: Positionsstichtag 11.09.2026 | Veröffentlichung 16.09.2026 CFTC CoT: Positionsstichtag 15.09.2026 Der Dezember-Weizen hält sich weiter knapp über unserer wichtigen 240-€/t-Zone. Nach der Rally Richtung 250 €/t fehlt dem Markt momentan aber die Kraft für den nächsten Ausbruch. Fundamental bleibt das Bild gemischt: Schwarzmeerexporte sind weiter gestört und Algerien zahlt deutlich höhere Importpreise. Gleichzeitig bleibt das globale Angebot groß und Chicago-Fonds bauen wieder Longrisiko ab. 📊 Euronext – Fonds bleiben extrem long Investmentfonds Long: 239.007,41 Lots Short: 77.482,76 Lots ➡️ Netto: +161.524,65 Lots Veränderung zur Vorwoche Long −1.566 Lots Short −1.552 Lots ➡️ Netto praktisch unverändert: −14 Lots Die enorme Fondsposition bleibt damit bestehen. Anders als in den Vorwochen wird sie aber nicht mehr weiter aggressiv aufgebaut. 🏭 Commercials Long: 236.304,57 Lots Short: 473.493,19 Lots ➡️ Netto: −237.188,62 Lots Wochenveränderung: Long −14.232 Lots Short −10.019 Lots ➡️ Netto-Shortposition steigt nochmals um rund 4.213 Lots. Die Commercials bleiben damit ausgesprochen stark abgesichert. CoT-Signal: Fonds extrem long – aber kein neuer Beschleuniger. Commercials weiter massiv short. Das erhöht die Bedeutung der nächsten fundamentalen Impulse. 🇺🇸 Chicago – SRW dreht wieder netto short CBOT SRW – Managed Money Long: 95.798 Short: 99.472 ➡️ Netto: −3.674 Kontrakte Wochenveränderung: Long −4.708 Short +3.839 ➡️ Netto −8.547 Kontrakte Damit kippt SRW nach dem zwischenzeitlichen Long-Umschwung wieder leicht ins Minus. Kansas HRW Long: 78.854 Short: 34.441 ➡️ Netto +44.413 Wochenveränderung netto: −4.263 Kontrakte Qualitätsweizen bleibt also klar long, verliert aber ebenfalls etwas Dynamik. 🌍 IGC – Weltangebot größer, physischer Weizen bleibt teuer Der neue IGC Grain Market Report vom 17. September weist für die weltweite Getreideproduktion rund: 2,420 Mrd. t aus. Für Weizen wichtiger sind die physischen Exportpreise: Frankreich Grade 1, Rouen 14.09.: 283 US$/t 15.09.: 286 US$/t 16.09.: 289 US$/t 17.09.: 285 US$/t US-HRW lag am 17.09. bei 349 US$/t, SRW bei 306 US$/t. Der Exportmarkt bleibt damit teuer – aber derzeit ohne neue explosive Aufwärtsbewegung. 🚢 Algerien – 500.000 t deutlich teurer gekauft Das ist die wichtigste Tender-Nachricht dieser Woche. Algeriens OAIC kaufte am 15. September rund 500.000–510.000 t Mahlweizen. Preis:319–321 US$/t C&F Zum Vergleich August: 289–290 US$/t C&F ➡️ also rund 30 US$/t höher. Als wahrscheinliche Herkünfte gelten Rumänien/Bulgarien sowie teilweise nordeuropäische bzw. baltische Ware. Das zeigt klar: Die gestörte Schwarzmeerlogistik hat inzwischen einen messbaren Preis. 🇯🇴 Jordanien – erneut kein Kauf Jordanien kaufte im Tender vom 15. September erneut keinen Weizen. Gesucht wurden bis zu: 120.000 t Teilnehmer waren unter anderem CHS, Cargill und Buildcom. Der Tender wurde anschließend erneut ausgeschrieben; neue Angebotsfrist ist der 22. September. Importbedarf vorhanden – aber hohe Preise bremsen Käufer. ⚠️ Schwarzmeer – Risiko bleibt real Die militärische Eskalation hält an. Russische Angriffe haben zuletzt erneut Infrastruktur in der Ukraine getroffen; zugleich greift die Ukraine russische Öl- und Logistikziele an. Ein russischer Drohnenangriff traf außerdem ein ziviles Schiff im Schwarzen Meer, der Kapitän kam dabei ums Leben. Auch Getreideterminals und Hafenlogistik in Russland und der Ukraine bleiben beeinträchtigt. Damit bleibt weiter die entscheidende Frage: Nicht wie viel Weizen geerntet wird – sondern wie viel davon zuverlässig verschifft werden kann. 📈 Technischer Ausblick – Dezember Schlusskurs: 241,75 €/t Unterstützungen 240–242 €/t 235–238 €/t 230–233 €/t Widerstände 245 €/t 250 €/t 253–255 €/t 256,75 €/t Hält 240–242 €Dann bleibt der Markt in einer Seitwärts-Konsolidierung. Ein Schlusskurs über 245 €/t wäre das erste neue Kaufsignal. Über 250 €/t kommt 253–256,75 €/t wieder ins Spiel. Unter 240 €, dann droht: ➡️ 235–238 €/t und darunter: ➡️ 230–233 €/t 🚜 Vermarktung Weizen 👉 240–242 €/t hält: Restmengen laufen lassen. 👉 Über 245 €/t: technisches Bild bessert sich. 👉 250–257 €/t: bleibt eine interessante Teilvermarktungszone. 👉 Unter 240 €/t: Absicherung offener Mengen überprüfen. 240 €/t ist weiter die Schlüsselmarke.Der Markt erhält Unterstützung vom physischen Importmarkt und der Schwarzmeerproblematik. Gleichzeitig signalisiert Chicago, dass die spekulative Dynamik nachlässt. Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT-Signal der Woche | KW 38/2026
Bericht: 20.09.2026 Euronext CoT: Positionsstichtag 11.09. | Veröffentlichung 16.09. CFTC: Positionsstichtag 15.09.2026 Raps bleibt weiter direkt an der psychologisch und technisch wichtigen Marke von 550 €/t. Fundamental bleibt das Bild positiv: Euronext-Fonds bauen ihre Longposition weiter aus, Sojaöl dreht nach der Schwäche der Vorwoche wieder bullischer und Biodiesel gewinnt sogar im europäischen Schiffsverkehr an wirtschaftlicher Attraktivität. 📊 Euronext – Fonds bauen Position weiter aus Investmentfonds Long: 98.170,55 Lots Short: 12.811,10 Lots ➡️ Netto: +85.359,45 Lots Wochenveränderung: Long +2.926 Lots Short +942 Lots ➡️ Netto +1.984 Lots Die Fonds bleiben damit klar bullisch positioniert und bauen die Netto-Longposition nochmals aus. 🏭 Commercials Long: 90.183,75 Lots Short: 163.978,74 Lots ➡️ Netto: −73.794,99 Lots Wochenveränderung: Long +7.187 Lots Short +9.550 Lots ➡️ Netto-Shortposition steigt um 2.363 Lots Die Commercials nutzen das hohe Preisniveau weiterhin zur Absicherung. CoT-Signal: Fonds kaufen weiter – Commercials hedgen weiter. Das spricht grundsätzlich für einen festen Markt, erhöht aber auch die Abhängigkeit von anhaltend guten Fundamentalnachrichten. Sojabohnen – Fonds nehmen Gewinne mit Managed Money Long: 282.581 Short: 41.080 ➡️ Netto: +241.501 Kontrakte Wochenveränderung: Long −10.634 Short +5.123 ➡️ Netto −15.757 Die Sojabohnen-Fondsposition bleibt extrem long, wird aber erstmals deutlicher reduziert. 🛢️ Sojaöl – dagegen wieder bullischer Managed Money Long: 126.365 Short: 24.885 ➡️ Netto: +101.480 Kontrakte Wochenveränderung: Long +6.278 Short −3.491 ➡️ Netto +9.769 Das ist für Raps wichtiger als der Sojabohnenrückgang: Longaufbau + Shortabbau bei Sojaöl. Damit erhält der Pflanzenölkomplex wieder Unterstützung. Canola – weiter extrem long Managed Money: Long: 133.646 Short: 22.860 ➡️ Netto +110.786 Wochenveränderung: Long +4.701 Short +4.683 ➡️ Netto praktisch unverändert: +18 Die Position bleibt damit auf sehr hohem bullischen Niveau. 🌍 IGC – Ölsaatenproduktion steigt weiter Der neue IGC-Bericht vom 17. September weist für Sojabohnen, Sonnenblumen und Raps zusammen: 621,8 Mio. t Ölsaatenproduktion aus. Der internationale Handel steigt auf rund: 213,45 Mio. t, das globale Angebot bleibt also groß – der Handel wächst allerdings ebenfalls. 🛢️ Biodiesel – neuer Nachfragefaktor aus der Schifffahrt Hier gibt es eine interessante neue Entwicklung. Biodiesel für den Schiffsverkehr ist in Rotterdam inzwischen teilweise günstiger als konventioneller Marine-Diesel, wenn CO₂-Kosten und EU-Regulierung berücksichtigt werden. Advanced Biodiesel wurde zuletzt mit rund: 985 US$/tgehandelt, während Marine Gas Oil bei rund: 1.528,50 US$/t lag. Die Nachfrage nach Biodiesel-Blends im Hafen Rotterdam steigt deutlich; zusätzliche Unterstützung kommt durch EU ETS, FuelEU Maritime und RED III. 🛢️ Rohöl bleibt teuer Brent schloss die Woche bei rund: 103,87 US$/BarrelWTI bei: 100,30 US$/Barrel Das hohe fossile Preisniveau verbessert grundsätzlich die relative Attraktivität von Biodiesel und Renewable Diesel. Der Effekt ist nicht 1:1 – aber für den Pflanzenölkomplex bleibt er unterstützend. 💶 EUR/USD – schwächerer Euro hilft MATIF Der EZB-Referenzkurs am 18. September: EUR/USD 1,1460 Am 11. September lag er noch bei 1,1592. Der Euro hat sich also deutlich abgeschwächt. Das wirkt für MATIF-Raps grundsätzlich positiv. Dollar-Importware wird teurer → EU-Raps gewinnt relative Wettbewerbsfähigkeit. 📈 Technischer Ausblick – November Schlusskurs: 548,25 €/t Unterstützungen 545–550 €/t 538–540 €/t 530–535 €/t Widerstände 556–560 €/t 570 €/t 580 €/t Hält 545–550 €, dann bleibt das technische Bild positiv . Über 556–560 €/t wäre: ➡️ 570 €/t das nächste Ziel. Unter 545 €, dann dürfte zunächst: ➡️ 538–540 €/t getestet werden. Erst unter 530 €/t würde sich das mittelfristige Bild deutlich verschlechtern. 🚜 Vermarktung Raps 👉 545–550 €/t: keine hektischen Verkäufe. 👉 556–560 €/t: sinnvolle Zone für Teilvermarktung. 👉 Über 560 €/t: Potenzial Richtung 570 €/t. 👉 570–580 €/t: Vermarktungsquote erhöhen. 👉 Unter 545 €/t: kurzfristige Dynamik schwächer. Fundamental sprechen Biofuel, Pflanzenöl, Verarbeitung, schwächerer Euro und Schwarzmeer-Risiken gegen einen starken Einbruch. Hält 545–550 €/t, bleibt 560 → 570 €/t unser nächstes Szenario. Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT-Signal der Woche | KW 37/2026
Euronext CoT: Positionsstichtag 04.09. | Veröffentlichung 09.09. CFTC: Positionsstichtag 08.09.2026 Der Dezember-Weizen ist nach der Rally bis in den Bereich um 250 €/t deutlich zurückgekommen. Gleichzeitig liefert der neue September-WASDE einen wichtigen Gegenwind: USDA erhöht die globale Weizenversorgung und die Weltendbestände. Die Schwarzmeerproblematik verschwindet allerdings keineswegs – im Gegenteil: USDA kürzt ausdrücklich die Exportprognosen für Russland und die Ukraine wegen schwacher August-Verschiffungen und kriegsbedingt erschwerter Logistik. Der September-Future ist jetzt endgültig von Bord. Der September-2026-Weizenfuture hatte seinen letzten Handelstag am 10. September 2026. Seitdem ist Dezember 2026 der klare Frontmonat und unsere alleinige Referenz für Technik und Vermarktung. Das ist wichtig, weil dadurch Rollbewegungen und Glattstellungen des alten September-Kontrakts aus dem Markt verschwinden und die Preisbildung nun sauberer auf Dezember konzentriert ist. 📊 Euronext – Fonds extrem long Investmentfonds Long: 240.573,57 Lots Short: 79.034,54 Lots ➡️ Netto: +161.539,03 Lots Wochenveränderung: Long +32.692 Short −2.679 ➡️ Netto +35.371 Lots Die Fonds haben trotz des bereits gestiegenen Preisniveaus massiv neue Longpositionen aufgebaut. 🏭 Commercials Long: 250.536,10 Lots Short: 483.512,70 Lots ➡️ Netto: −232.976,60 Lots Wochenveränderung: Long +7.833 Short +25.145 ➡️ Netto-Short −17.312 Lots Die Commercials sichern das hohe Preisniveau dagegen weiter massiv ab. CoT-Signal Fonds maximal offensiv – Commercials maximal defensiv. Gerade diese extreme Spreizung erhöht inzwischen das Rückschlagrisiko. 🇺🇸 Chicago – SRW nimmt Risiko heraus SRW Managed Money Long: 100.506 Short: 95.633 ➡️ Netto +4.873 Wochenveränderung: Long −9.108 Short +923 ➡️ Netto −10.031 Kontrakte Damit sehen wir erstmals wieder deutliche Gewinnmitnahmen. Kansas HRW Long: 78.767 Short: 30.091 ➡️ Netto +48.676 HRW bleibt damit klar bullisch – Qualitätsweizen ist weiter stärker positioniert. 🌍 September-WASDE – mehr Weizen auf dem Weltmarkt Der USDA-Bericht vom 11. September ist beim Weizen der wichtigste neue fundamentale Faktor. USADie komplette US-Weizenbilanz 2026/27 bleibt bei Angebot und Verbrauch unverändert. Allerdings erhöht USDA den erwarteten durchschnittlichen Erzeugerpreis: 6,20 → 6,40 US$/bu Das zeigt, dass USDA trotz unveränderter US-Bilanz mit einem höheren Preisniveau rechnet. Weltweit dagegen mehr Angebot: USDA erhöht die globale Weizenversorgung um: +3,5 Mio. t auf 1.103,0 Mio. t (bärisch) Hauptgründe: 🇦🇺 Australien +3,0 Mio. t → 31,0 Mio. t 🇨🇦 Kanada +1,0 Mio. t → 36,0 Mio. t 🇺🇦 Ukraine +0,6 Mio. t → 26,0 Mio. t Kasachstan wird dagegen um 1 Mio. t gekürzt. Weltverbrauch 826,8 Mio. t ➡️ +0,5 Mio. t Welthandel USDA reduziert den globalen Weizenhandel um: −0,9 Mio. t auf 211,8 Mio. t und nennt ausdrücklich geringere Exporte aus: Russland | Ukraine | Kasachstan | Ägypten. Weltendbestände276,3 Mio. t ➡️ +3,0 Mio. t zum August-WASDE Das ist kurzfristig klar preisbremsend. ⚠️ Aber: USDA bestätigt unser Schwarzmeer-Szenario Der vielleicht wichtigste Satz des WASDE steht bei den Exporten. USDA kürzt die Exportprognosen für Russland und die Ukraine ausdrücklich aufgrund: schwacher August-Verschiffungen, weil der Krieg im Schwarzmeerraum die Logistik beeinträchtigt. Damit haben wir jetzt die interessante Kombination: mehr Weizen produziert – aber weniger davon erreicht reibungslos den Weltmarkt. Genau deshalb sollte man das höhere Produktionspotenzial nicht isoliert betrachten. 🚢 Tender & physischer Markt Die hohen internationalen Preise beginnen teilweise Nachfrage zu rationieren. Saudi-Arabien hatte zuletzt einen großen Weizentender wegen hoher Angebote abgelehnt, während Jordanien weiterhin bis zu 120.000 t sucht und Pakistan rund 750.000 t beschaffen will. Der physische Markt bleibt damit aktiv – Käufer werden allerdings preisbewusster. Das passt zum September-WASDE: mehr verfügbares Weltangebot = weniger Zwang, jedem Preis hinterherzukaufen. 📈 Technik – Dezember jetzt alleinige Referenz MATIF Dezember: 241,25 €/tUnterstützungen 240–242 €/t 235–238 €/t 230–233 €/t Widerstände 245 €/t 250 €/t 253–255 €/t 256,75 €/t – altes Novemberhoch 2024 Die Lage ist jetzt eindeutig: 240–242 € hält➡️ Konsolidierung bleibt kontrolliert. Über 245 € verbessert sich das Bild. Über 250 € kommt 253–256,75 € erneut ins Spiel. Unter 240 €➡️ 235–238 € und darunter: ➡️ 230–233 € werden wahrscheinlich. 🚜 Vermarktung Weizen 👉 Im Bereich 240–242 €/t keine hektischen Verkäufe. 👉 Über 245 €/t verbessert sich die kurzfristige Lage wieder. 👉 250–257 €/t bleibt eine attraktive Teilvermarktungszone. 👉 Erst über 256,75 €/t öffnet sich wieder der Raum Richtung 260–265 €/t. 👉 Unter 240 €/t sollte die Absicherung offener Mengen neu bewertet werden. 👉 Fazit WeizenDer September-WASDE nimmt unserer sehr bullischen Weizenthese etwas Wind aus den Segeln. Mein Bild wird deshalb neutraler: 240 € muss halten, um die Rally Richtung 250–256,75 € wieder aufzunehmen.Die Berichte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT-Signal der Woche | KW 37/2026
Euronext CoT: Positionsstichtag 04.09. | Veröffentlichung 09.09. Der deutliche Tagesverlust am Freitag drückt den Raps erneut an die Schlüsselzone von 545–550 €/t. Der September-WASDE liefert diesmal ein gemischtes Signal: USDA erhöht die globale Rapserzeugung deutlich – gleichzeitig werden die US-Sojabestände reduziert und die Preisprognose für Sojabohnen kräftig angehoben. 📊 Euronext – Fonds erhöhen Longposition Investmentfonds Long: 95.244,63 Lots Short: 11.868,63 Lots ➡️ Netto +83.376 Lots Wochenveränderung: Long +5.455 Short +929 ➡️ Netto +4.526 Lots Commercials Long: 82.996,87 Lots Short: 154.428,05 Lots ➡️ Netto −71.431,18 Lots Wochenveränderung: Long −517 Short +2.647 ➡️ Netto-Short −3.164 Lots Commercials sichern also wieder stärker ab. 🌍 WASDE – global mehr Raps Hier kommt der klare Gegenwind. USDA erhöht die weltweite Rapserzeugung 2026/27 gegenüber August um: +1,9 Mio. t Grund sind größere Ernten in: 🇦🇺 Australien 🇷🇺 Russland 🇰🇿 Kasachstan 🇺🇾 Uruguay. Das ist kurzfristig bearish für Rapssaat, weil zusätzliches Angebot in den Weltmarkt kommt. Auch die weltweite Sonnenblumenerzeugung wird um 1,0 Mio. t angehoben. Damit wächst das Konkurrenzangebot im gesamten Pflanzenölkomplex. 🫘 Aber Soja sendet das Gegenteil Die US-Sojabilanz liefert gleichzeitig Unterstützung. US-Sojabohnenproduktion leicht höher um 16 Mio. bushel. US-Exporte+25 Mio. bushel US-Endbestände310 Mio. bushel ➡️ −10 Mio. bushel gegenüber August Global steigt die Sojabohnenproduktion nur minimal auf: 442,3 Mio. t während die Weltendbestände leicht auf: 124,0 Mio. t sinken. Das ist wichtig: Mehr Rapsangebot trifft auf einen gleichzeitig festen Sojakomplex. Damit ist der WASDE für MATIF-Raps nicht eindeutig bearish. 🇨🇦 Canola bleibt stark Managed Money: Long 128.945 Short 18.177 ➡️ Netto +110.768 Wochenveränderung: +6.459 Kontrakte netto Das bleibt ein klarer Stützfaktor. US Sojabohnen-Fonds Long 293.215 Short 35.957 ➡️ Netto +257.258 Wochenveränderung netto: +22.338 Damit bleibt die spekulative Positionierung bei Sojabohnen außergewöhnlich bullisch. 🛢️ Sojaöl schwächer Managed Money: Long 120.087 Short 28.376 ➡️ Netto +91.711 Wochenveränderung: −8.112 Kontrakte netto Das erklärt einen Teil des aktuellen Gegenwinds für MATIF-Raps. ⚠️ Schwarzmeer & Ukraine Die eingeschränkte ukrainische Exportlogistik bleibt auch für Ölsaaten relevant. Die Ukraine bewegt Agrarprodukte derzeit nur mit ungefähr 40 % ihrer normalen Exportkapazität über ihre verschiedenen Ausweichrouten. Das betrifft nicht nur Weizen, sondern auch: Raps | Rapsöl | Sonnenblumensaat | Sonnenblumenöl. Damit bleibt ein Teil der zusätzlichen globalen Ölsaatenproduktion logistisch schwerer verfügbar. 📈 Technik – 550 € bleibt die Entscheidung MATIF November: 549,50 €/tUnterstützungen 545–550 €/t 538–540 €/t 530–535 €/t Widerstände 556–560 €/t 570 €/t 580 €/t Hält 545–550 €, dann bleibt ein erneuter Test von: 556–560 €/t möglich. Über 560 €/t: ➡️ 570 €/t Unter 545 €/t➡️ 538–540 €/t und darunter: ➡️ 530–535 €/t 🚜 Vermarktung Raps👉 545–550 € hält: Restmengen nicht panisch verkaufen. 👉 556–560 €: gute Zone für weitere Teilvermarktung. 👉 >560 €: öffnet erneut 570 €. 👉 570–580 €: Vermarktungsquote deutlich erhöhen. 👉 <545 €: kurzfristiges Warnsignal. 👉 <530 €: bullisches Szenario neu bewerten. 545–550 €/t ist die Schlüsselzone. Hält sie, bleibt 560 → 570 €/t möglich. Die Berichte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT-Signal der Woche – MATIF Weizen | KW 36/2026, Bericht: 06.09.2026, Positionsstichtag 28.08.2026, Veröffentlichung 02.09.2026
Nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Wochen hat der Dezember-Weizen zunächst Luft abgelassen. Das ist technisch noch kein Bruch der Aufwärtsbewegung. Gleichzeitig bleibt die fundamentale Geschichte außergewöhnlich: Die Schwarzmeerlogistik ist weiterhin massiv gestört, physische Exportströme fehlen und die Fonds reduzieren ihre Shortpositionen auf beiden Seiten des Atlantiks drastisch. 📊 Euronext CoT – ein bemerkenswerter Positionswechsel Investmentfonds Long: 207.881,12 Lots Short: 81.713,56 Lots ➡️ Netto: +126.167,56 Lots Veränderung zur Vorwoche: Long +18.832 Lots Short −28.131 Lots ➡️ Netto +46.963 Lots Das ist ein ausgesprochen starkes Signal. Die Fonds haben nicht nur neue Longpositionen aufgebaut, sondern gleichzeitig mehr als 28.000 Short-Lots geschlossen. Genau diese Kombination hat erheblichen Kaufdruck erzeugt. 🏭 Commercials Long: 242.702,80 Lots Short: 458.367,21 Lots ➡️ Netto: −215.664,41 Lots Wochenveränderung: Long −10.524 Lots Short +39.940 Lots ➡️ Netto −50.464 Lots Das Gegenbild könnte kaum deutlicher sein: Die Commercials haben die hohen Preise massiv zur Absicherung genutzt. 🇺🇸 CFTC – Chicago bestätigt das bullische Signal Der aktuelle CFTC-Bericht hat Positionsstichtag 01.09.2026. CBOT SRW – Managed Money Long 109.614 Short 94.710 ➡️ Netto +14.904 Kontrakte Wochenveränderung: Long +22.113 Short −6.388 ➡️ Netto +28.501 Kontrakte Damit sind die Fonds beim SRW innerhalb nur einer Woche von netto short auf netto long gedreht. Kansas HRWLong 82.473 Short 33.647 ➡️ Netto +48.826 Kontrakte Wochenveränderung: Long +6.440 Short +128 ➡️ Netto +6.312 Auch Qualitätsweizen bleibt damit klar bullisch positioniert. 🔥 Das ist der Punkt der Woche: MATIF Funds netto +126.168 SRW Managed Money dreht auf netto +14.904 HRW bereits netto +48.826 Die spekulative Positionierung ist damit inzwischen auf allen drei Märkten klar bullish. ⚠️ Schwarzmeer – Krise verschärft sich weiter Die geopolitische Lage bleibt der dominante Weizentreiber. Die Angriffe auf ukrainische und russische Häfen, Getreideterminals, Schiffe und Logistikinfrastruktur dauern an. Tiefsee-Routen bleiben stark beeinträchtigt; gleichzeitig stoßen die Ausweichrouten über Schiene und Donau wegen Kapazitätsengpässen und niedriger Wasserstände an Grenzen. S&P Global bezifferte bereits zuvor den Ausfall der Exportkapazität durch Hafenangriffe auf rund 33 %. Russland und die Ukraine stehen zusammen normalerweise für etwa 27 % des weltweiten Weizenexports. Besonders bemerkenswert: 🇪🇬 Ägypten bekommt den Engpass inzwischen unmittelbar zu spüren. Die ägyptischen Weizenankünfte im Juli und August sollen auf nur etwa 480.000 t gefallen sein – gegenüber 1,95 Mio. t im Vorjahreszeitraum. Ägypten reagiert darauf sogar mit einer Änderung seiner Beschaffung: Statt der üblichen langfristigen Zahlungsziele werden für Importgeschäfte zunehmend sofortige Barzahlungen eingesetzt, um alternative Herkünfte zu sichern. S&P meldete für ägyptischen Weizen inzwischen Preise von bis zu: 314 US$/t Das zeigt: Die Schwarzmeerkrise ist längst nicht mehr nur ein Futures-Thema. 🚢 Tender – Jordanien schreibt erneut große Menge aus Jordanien hat am 2. September einen neuen offiziellen Weizentender veröffentlicht: 100.000–120.000 t Mahlweizen, Angebotsfrist: 15. September 2026 🇮🇳 Indien – zusätzlicher Angebotsfaktor Indien hat Ende August nach rund vier Jahren seine Beschränkungen für Weizenexporte aufgehoben. Das erhöht theoretisch das Weltmarktangebot. Der unmittelbare Effekt dürfte allerdings begrenzt bleiben, weil indischer Weizen derzeit preislich gegenüber anderen Herkünften nur eingeschränkt wettbewerbsfähig ist. 📈 TECHNIK – der erste Angriff auf 256,75 € im Schlusskurs am Mittwoch, Donnerstag leider Gewinnmitnahmen und noch keine nachhaltige Überwindung der 256,75 Der Rücksetzer bedeutet zunächst: Unterstützungen 243–245 €/t ← jetzt entscheidend 238–240 €/t 233–235 €/t Widerstände250 €/t 253–255 €/t 256,75 €/tdanach 260–265 €/t Solange 243–245 €/t hält, werte ich die Bewegung eher als Konsolidierung der vorherigen Rally. Ein erneuter Schlusskurs über 250 €/t würde den Weg Richtung 253–256,75 €/t wieder öffnen. Aber:Unter 243 €/t steigt das Risiko einer Korrektur auf 238–240 €/t. Unter 238 € wäre die kurzfristige Rallystruktur deutlich beschädigt. 🚜 Vermarktung Weizen Für landwirtschaftliche Betriebe würde ich jetzt nicht hinter fallenden Kursen herverkaufen. 👉 243–245 € hält: Restmengen zunächst laufen lassen. 👉 Rückkehr über 250 €: erneuter Test von 253–256,75 € wahrscheinlich. 👉 Ausbruch über 256,75 €: technisch werden 260–265 € wieder realistisch und interessant für weitere Teilverkäufe 👉 Unter 243 €: Absicherungsquote überprüfen. 👉 Fazit Weizen: Der Rückgang auf 245,50 €/t sieht bislang eher nach Konsolidierung als nach Trendbruch aus. Die Berichte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. CoT-Signal der Woche – MATIF Raps | KW 36/2026, Bericht: 06.09.2026
Raps hält sich trotz des Freitagsminus praktisch genau an unserer Schlüsselmarke von 550 €/t. EU-Verarbeiter benötigen mehr Importware, die globale Pflanzenölbilanz wird enger, US-Sojaöl und Canola werden von der Biofuel-Nachfrage unterstützt und Rohöl zieht wieder kräftig an. 📊 Euronext CoT – Fonds bleiben extrem long, nehmen aber etwas Risiko heraus Positionsstichtag 28.08. | Veröffentlichung 02.09. Investmentfonds Long: 89.789,16 Lots Short: 10.940 Lots ➡️ Netto +78.849,16 Lots Wochenveränderung: Long −1.615 Lots Short −519 Lots ➡️ Netto −1.096 Lots Das ist ein kleiner Rückgang, aber kein grundlegender Positionswechsel. Die Fonds bleiben außergewöhnlich stark netto long. 🏭 Commercials Long 83.513,80 Lots Short 151.781,20 Lots ➡️ Netto −68.267,40 Lots Wochenveränderung: Long +768 Short −43 ➡️ Netto verbessert sich um +811 Lots. Anders als letzte Woche haben die Commercials ihre Netto-Shortposition also leicht reduziert. Sojabohnen – jetzt extrem bullische Fondsposition Der CFTC-Bericht ist bemerkenswert. Managed Money Sojabohnen Long 270.450 Short 35.530 ➡️ Netto +234.920 Kontrakte Wochenveränderung: Long +31.115 Short −3.126 ➡️ Netto +34.241 Kontrakte Damit setzt sich der massive spekulative Aufbau im Sojakomplex fort. 🛢️ Sojaöl dreht ebenfalls deutlich bullischer Managed Money: Long 124.046 Short 24.223 ➡️ Netto +99.823 Kontrakte Wochenveränderung: Long +9.798 Short −4.909 ➡️ Netto +14.707 Kontrakte Das ist für Raps wichtiger als die reine Sojabohnenposition, weil Sojaöl unmittelbar mit Rapsöl im Pflanzenöl- und Biofuelkomplex konkurriert. 🇨🇦 Canola – Fonds bauen Longposition wieder aus Managed Money: Long 128.191 Short 23.882 ➡️ Netto +104.309 Kontrakte Wochenveränderung: Long +5.125 Short −5.337 ➡️ Netto +10.462 Kontrakte Auch hier haben wir die bullischste Kombination: Longaufbau + Shortabbau. Damit zeigen Sojabohnen + Sojaöl + Canola gleichzeitig ein ausgesprochen positives spekulatives Bild. 🇺🇸 Biodiesel – neue EPA-Entscheidung bringt Klarheit Das ist für mich eine der wichtigsten Rapsnachrichten dieser Woche. Nach wochenlanger Unsicherheit hat die US-EPA am 31. August über die Refinery-Ausnahmen entschieden. Gleichzeitig kündigte sie an, 100 % der Differenz zwischen zuvor erwarteten und tatsächlich gewährten Ausnahmen in die Renewable Volume Obligations 2026/27 zurückzuführen. Das stützt die Erwartung eines hohen Pflanzenölbedarfs. Fastmarkets prognostiziert für 2026/27: US-Sojaöl für Biofuel: +33,2 % auf 18,42 Mrd. lb und sogar: Canolaöl für Biofuel: +72 % auf 6,16 Mrd. lb. Die EPA selbst bestätigt grundsätzlich, dass neben Sojaöl auch importiertes Canolaöl als Rohstoff für Biodiesel und Renewable Diesel benötigt werden dürfte. 🇪🇺 EU – Verarbeiter müssen stärker auf Importe zurückgreifen Auch aus Europa kommt Unterstützung. StoneX berichtet aktuell, dass die EU-Rapsbilanz enger wird. Besonders Deutschland fällt auf: Deutsche Rapsernte rund −11,5 % zum Vorjahr. Gleichzeitig wurden die EU-Ernteprognosen zuletzt nochmals um ungefähr 400.000 t zurückgenommen. Damit müssen europäische Ölmühlen ihre Versorgung zunehmend über: Ukraine | Australien | Kanada decken. 🛢️ Rohöl dreht wieder nach oben Auch hier hat sich die Lage gegenüber letzter Woche deutlich verändert. Am Freitag lag Brent zeitweise bei rund: 95,75 US$/BarrelWTI bei: 91,58 US$/BarrelBrent lag damit auf Wochensicht rund +8,6 %, WTI sogar etwa +9,8 %. Treiber sind vor allem die erneut gestiegenen USA-Iran-Spannungen sowie Angriffe auf russische Raffinerien. 📈 TECHNIK – 550 € wird zur Schlüsselmarke MATIF November: 550,75 €/tDer Markt hat unsere vorige Zielmarke erreicht und hält sich dort. Unterstützungen 545–550 €/t 538–540 €/t 530–535 €/t Widerstände 556–560 €/t 570 €/t580 €/t Der Bereich um 550 € ist jetzt entscheidend. Über 556–560 € Dann würde sich die nächste technische Etappe öffnen: ➡️ 570 €/t und darüber: ➡️ 580 €/t Unter 545 €Dann wäre zunächst wieder 538–540 €/t wahrscheinlich. Erst ein Bruch von 530 €/t würde das inzwischen deutlich bessere mittelfristige Bild beschädigen. 🚜 Vermarktung Raps 👉 550–560 €/t: attraktive Zone für weitere Teilverkäufe. 👉 Gut vermarktete Betriebe können Restmengen weiterlaufen lassen. 👉 Ausbruch >560 €/t: eröffnet technisch 570 €/t. 👉 570–580 €/t: Vermarktungsquote nochmals erhöhen. 👉 Unter 545 €/t: kurzfristige Dynamik lässt nach. 👉 Unter 530 €/t: bullisches Szenario überprüfen. Die Berichte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Redaktionell geprüft und veröffentlicht durch Buthega. KI wurde unterstützend für Recherche, Analyse und Redaktion eingesetzt. |
AutorBianca Buthmann
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