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CoT Bericht:
Euronext-Positionsstichtag: 17.07.2026 Veröffentlichung: 22.07.2026 CFTC-Positionsstichtag: 21.07.2026 MATIF Weizen September (24.07.2026): 233,25 €/t (−9,75 €/t) Nach der kräftigen Rally geriet der September-Weizen am Freitag deutlich unter Druck. Gewinnmitnahmen, die fortschreitende Ernte in Europa, verstärkte Absicherungen der Commercials und günstigere Schwarzmeer-Offerten belasteten den Markt. Im Hintergrund vollzog sich jedoch ein bemerkenswerter Strategiewechsel: Die Investmentfonds bauten ihre Netto-Short-Position vollständig ab und drehten innerhalb nur einer Berichtswoche deutlich auf netto long. 📊 Euronext-Positionierung Investmentfonds Long: 172.491 Lots Short: 124.971 Lots Netto: +47.521 Lots Veränderung zur Vorwoche • Δ Long: +25.108 Lots • Δ Short: −62.949 Lots • Δ Netto: +88.057 Lots Noch eine Woche zuvor lagen die Fonds bei rund −40.537 Lots netto short. Der massive Short-Covering-Prozess und der gleichzeitige Long-Aufbau markieren einen der stärksten Positionswechsel der vergangenen Monate. Handelsunternehmen und Verarbeiter Long: 264.982 Lots Short: 375.540 Lots Netto: −110.558 Lots Veränderung • Δ Long: −22.782 Lots • Δ Short: +84.088 Lots • Δ Netto: −106.870 Lots Die Commercials nutzten das höhere Preisniveau konsequent zur Absicherung der neuen Ernte. Chicago: Short-Abbau setzt sich fort Managed Money – CBOT SRW Long: 74.206 Short: 92.605 Netto: −18.399 Kontrakte Veränderung • Δ Long: −1.814 • Δ Short: −18.302 • Δ Netto: +16.488 Die Netto-Short-Position halbierte sich nahezu und verliert weiter an Einfluss. Beim HRW-Weizen bleiben die Fonds bereits klar netto long (+26.710 Kontrakte). 📰 Marktnews Frankreich: Die Weichweizenernte ist nahezu abgeschlossen. Marktanalysten schätzen die französische Ernte inzwischen nur noch auf rund 30,8 Mio. t. Deutschland: Der Drusch läuft inzwischen bundesweit. Erste Erträge bewegen sich meist zwischen 7 und 9 t/ha, auf trockenen Standorten teils deutlich darunter. Der Deutsche Raiffeisenverband erwartet 21,89 Mio. t, rund 5,4 % weniger als im Vorjahr. 🌡️ Europa: Hitze während der Kornfüllung reduzierte das Ertragspotenzial in weiten Teilen Europas. COCERAL erwartet für EU und Großbritannien nur noch 142,6 Mio. t Weizen (ohne Durum), nach 148,7 Mio. t im Vorjahr. Die kleinere Ernte begrenzt mittelfristig das Abwärtspotenzial, kurzfristig dominiert jedoch der Erntedruck. Die aktuell schweren Brände in Frankreich und Spanien werden von den Märkten aufmerksam beobachtet. Sollten Agrarflächen oder Erntearbeiten stärker betroffen sein, könnte kurzfristig erneut eine Wetter- und Risikoprämie entstehen. 🚢 Tender und Exportnachfrage
Russland / Schwarzes Meer: Mit der neuen Ernte steigen die Exportmengen und günstigere FOB-Offerten erhöhen den Wettbewerbsdruck. Gleichzeitig verläuft der russische Exportstart langsam. Für Juli werden lediglich rund 1,5 Mio. t erwartet – deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Kurzfristig wirkt das steigende Angebot belastend, mittelfristig stützen der schwache Exportstart sowie geopolitische Risiken. 📈 Technischer AusblickMATIF September: 233,25 €/t Unterstützungen 230 €/t 225 €/t 218–220 €/t 210 €/t Widerstände 238–240 €/t 245 €/t 250 €/t - Zielkurs 256,75 Mit dem Rückfall unter 238 €/t wurde die kurzfristige Aufwärtsdynamik unterbrochen. Solange 225–230 €/t halten, bleibt eine Erholung in Richtung 238–245 €/t möglich. Erst ein Bruch unter 225 €/t würde das Chartbild wieder deutlich eintrüben. 👩🌾 Vermarktung: Nach der Korrektur sollten offene Mengen nicht überhastet verkauft werden. Empfehlenswert bleibt eine gestaffelte Vermarktung:
✅ Der historische Positionswechsel der Investmentfonds, die kleinere europäische Ernte und geopolitische Unsicherheiten sprechen weiterhin gegen ein ausgeprägtes Abwärtsszenario.
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CoT Bericht
Euronext-Positionsstichtag: 17.07.2026 Veröffentlichung: 22.07.2026 CFTC-Positionsstichtag: 21.07.2026 MATIF-Schlusskurse vom 24.07.2026
Der besonders starke Rückgang des August-Kontrakts muss jedoch im Zusammenhang mit dessen unmittelbar bevorstehendem Verfall gesehen werden. Der letzte Handelstag ist bereits Freitag, der 31. Juli 2026. 📊 Euronext-Positionierung Investmentfonds
Damit wurde der Preisrückgang nicht durch einen Rückzug der Fonds ausgelöst. Die spekulative Positionierung bleibt deutlich auf steigende Rapspreise ausgerichtet. Commercials
🌍 Internationaler Ölsaatenkomplex bleibt freundlich positioniertAuch an den nordamerikanischen Terminmärkten bleiben Investmentfonds überwiegend auf der Käuferseite:
Deutschland: Größere Fläche, aber niedrigere Erträge. Der Deutsche Raiffeisenverband hat seine deutsche Rapsschätzung im Juli auf rund 4,03 Mio. t festgesetzt, der durchschnittliche Ertrag wird jedoch nur noch auf 3,52 t/ha geschätzt. Das wären 3,2 % weniger als im Vorjahr. Flächenerträge. Regionale DRV-Ertragsschätzungen
Frankreich: Frühe Enttäuschung, später bessere Ergebnisse.Die französische Rapsernte zeigt ein differenziertes Bild. Zu Beginn der Ernte fielen die Ergebnisse teilweise schwächer aus. Mit fortschreitendem Drusch verbesserten sich die Erträge jedoch, sodass Soufflet die Produktionsprognose auf rund 4,5 bis 4,6 Mio. t anhob. Damit könnte Frankreich nahezu das Vorjahresniveau von etwa 4,6 Mio. t erreichen. 📈 Technischer Ausblick – November 2026Schlusskurs: 552,00 €/t Der November-Kontrakt ist inzwischen die maßgebliche Referenz für die weitere Marktbeurteilung. Unterstützungen
👩🌾 Vermarktung Der auslaufende August-Kontrakt ist für neue Vermarktungsentscheidungen nur noch eingeschränkt geeignet. Ab sofort sollte der November-Termin als zentrale Referenz verwendet werden. Bereits gut abgesicherte Mengen zunächst halten.
Für die kommende Woche entscheidet beim November-Raps die Marke von 550 €/t. Solange dieser Bereich hält, ist eine Erholung in Richtung 560 bis 568 €/t möglich. Ein nachhaltiger Schlusskurs unter 543 €/t würde die technische Korrektur dagegen ausweiten und zunächst 535 €/t in den Fokus rücken. CoTBericht: 19.07.2026
Positionsstichtag: 10.07.2026 Euronext-Veröffentlichung: 15.07.2026 Der MATIF-Weizen (September 2026) schloss am 17.07.2026 bei 234,25 €/t (+4,25 €/t) und setzte damit die kräftige Aufwärtsbewegung der vergangenen zwei Wochen fort. Seit Anfang Juli gewann der Fronttermin mehr als 30 €/t. Auslöser der Rally sind umfangreiche Short-Eindeckungen der Fonds, regional enttäuschende Ernteergebnisse in Westeuropa und eine stabile internationale Nachfrage. Der Markt sendet oberhalb von 230 €/t ein klar bullisches Signal. 📊 Positionierung Investment Funds – Euronext MATIF
Commercials – Handel und Verarbeiter
🌍 Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red Winter WheatManaged Money
📰 Marktnews Frankreich: Erträge unter den hohen Erwartungen. Die französische Weichweizenernte schreitet rasch voran. Die Erträge liegen vielfach zwischen 6,5 und 8,0 t/ha, auf sehr guten Standorten auch über 8,5 t/ha. Nach den Hitzewellen Ende Juni berichten viele Landwirte jedoch von kleineren Körnern und einer begrenzten Kornfüllung auf leichteren Böden. Die Qualitäten überzeugen bislang überwiegend mit guten Hektolitergewichten und stabilen Proteinwerten. Marktteilnehmer erwarten aktuell eine französische Weichweizenernte von rund 31 bis 32 Mio. t. In Deutschland beginnt bundesweit der Weizendrusch. Erste Ergebnisse aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern bewegen sich überwiegend zwischen 7 und 9 t/ha, auf besseren Standorten auch darüber. Trockene Regionen bleiben dagegen deutlich unter diesem Niveau. Qualitäten bisher positiv. 🚢 Internationale Tender: Die Nachfrage am Weltmarkt bleibt hoch. Jordanien hat einen internationalen Tender über 120.000 t Mahlweizen ausgeschrieben. Parallel wurde ein weiterer Tender über 120.000 t Futtergerste veröffentlicht – ein Zeichen für die anhaltend hohe Importnachfrage im Nahen Osten. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte zuletzt nach Händlerschätzungen 390.000–420.000 t Mahlweizen zu Preisen von rund 268–270 USD/t c&f. Der überwiegende Teil der Zuschläge ging erneut an Anbieter aus dem Schwarzmeerraum, während Frankreich weiter Marktanteile verliert Russland bleibt Preisführer – Angebot wird aber teurer! Marktteilnehmer berichten auch für Russland regional von niedrigeren Erträgen als ursprünglich erwartet. Dadurch verbessert sich die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Ware etwas, auch wenn russischer Weizen preislich weiterhin führend bleibt. USA: Fokus verlagert sich auf Spring Wheat. Die Winterweizenernte in den USA ist weit fortgeschritten. Der Markt richtet den Blick nun zunehmend auf den Spring-Wheat-Gürtel in North Dakota und Montana. Dort entscheiden Niederschläge und Temperaturen in den kommenden Wochen maßgeblich über Ertrag und Qualität der Sommerweizenernte. 📈 Preisausblick Schlusskurs MATIF September: 234,25 €/t (+4,25 €/t) Unterstützungen
👨🌾 Vermarktungsempfehlung Die kräftige Rally eröffnet wieder attraktive Vermarktungsmöglichkeiten. Preisbereiche zwischen 235 und 245 €/t eignen sich für kleine gestaffelte Teilverkäufe. Gleichzeitig spricht die weiterhin bestehende Netto-Short-Position der Fonds dafür, nicht sämtliche Restmengen sofort zu verkaufen, da weitere Short-Eindeckungen den Markt zusätzlich unterstützen könnten. ➡️ Der Weizenmarkt hat sich klar aufgehellt. Solange die Marke von 230 €/t verteidigt wird und die Fonds ihre Netto-Short-Position weiter abbauen, bleiben die Chancen auf einen Anstieg in Richtung 240 bis 256 €/t intakt CoT Bericht: 19.07.2026
Positionsstichtag: 10.07.2026 Euronext-Veröffentlichung: 15.07.2026 Der MATIF-Raps (August 2026) schloss am 17.07.2026 bei 544,00 €/t (+9,25 €/t) und erreichte damit den höchsten Stand seit mehreren Wochen. Im Gegensatz zum Weizen profitiert der Rapsmarkt derzeit nicht nur von der europäischen Ernte, sondern vor allem von der engen weltweiten Versorgung mit Pflanzenölen. Die Marktfaktoren bleiben insgesamt freundlich und sprechen weiterhin für ein stabiles Preisniveau. 📊 Positionierung Investment Funds – Euronext MATIF
Commercials – Handel und Verarbeiter
📰 Marktnews In Frankreich bestätigen sich gute Rapserträge 3,3 und 4,2 t/ha, auf sehr guten Standorten auch darüber. In Deutschland beginnt gerade der Rapsdrusch und je nach Region werden Erträge zwischen 3,2 und 4,3 t/ha gemeldet. Die Ölgehalte bewegen sich bislang überwiegend im guten Bereich. 🚢 EU-Rapsimporte bleiben weiter deutlich unter Vorjahr. Bis Mitte Juli summierten sich die Einfuhren auf rund 6,9 Mio. Tonnen. 🌱 Kanada: Wetter bleibt Unsicherheitsfaktor für Canola. In den kanadischen Prärien entwickelt sich die Canola-Ernte regional unterschiedlich. Während Teile Saskatchewans zuletzt von Niederschlägen profitieren konnten, leiden Regionen in Alberta weiterhin unter Trockenstress. Die Bestandsbewertungen bleiben deshalb ein wichtiger Einflussfaktor für die weltweiten Pflanzenölmärkte. Kanada ist mit Abstand der größte Exporteur von Canola und bestimmt maßgeblich das globale Preisniveau. 🌴 Palmöl zieht weiter an. Die Palmölpreise entwickelten sich auch in dieser Woche freundlich. Gestützt wurde der Markt durch:
🌱 Sojabohnen und Sojaöl: Die US-Sojabohnen profitieren weiterhin von einer guten Exportnachfrage. Gleichzeitig legten die Sojaölpreise zuletzt erneut zu. Hintergrund sind die stabile Nachfrage nach Pflanzenölen sowie Erwartungen einer anhaltend hohen Biodieselproduktion in Nordamerika. 📈 Preisausblick Schlusskurs MATIF August: 544,00 €/t (+9,25 €/t) Unterstützungen
Ein nachhaltiger Ausbruch über 550 €/t könnte weiteres Kaufinteresse auslösen und den Weg in Richtung 560 bis 575 €/t öffnen. 👨🌾 Vermarktungsempfehlung Mit Kursen oberhalb von 540 €/t ergeben sich wieder attraktive Vermarktungsmöglichkeiten. Gestaffelte Teilverkäufe bleiben sinnvoll. Gleichzeitig spricht die weiterhin sehr hohe Netto-Long-Position der Investmentfonds für eine vorsichtige Vorgehensweise, da zusätzliche Käufe den Markt kurzfristig weiter stützen können. ➡️ Der Rapspreis wird derzeit weniger von der europäischen Ernte als vielmehr vom internationalen Pflanzenölmarkt bestimmt. Solange Palmöl, Sojaöl und Canola freundlich tendieren und die Nachfrage der Biodieselindustrie hoch bleibt, bestehen gute Chancen auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung in Richtung 550 bis 560 €/t. Cot Report
Positionsstichtag: 03.07.2026 Euronext-Veröffentlichung: 08.07.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 10.07. bei 214,00 €/t (+9,00 €/t). Auslöser des kräftigen Kurssprungs war zwar der Juli-WASDE, die Marktbewegung wird jedoch weiterhin von der laufenden Ernte auf der Nordhalbkugel, der Exportnachfrage und den Fondspositionierungen bestimmt. Die Investmentfonds bleiben an der MATIF deutlich netto short positioniert, während Commercials weiterhin netto long bleiben. Damit besteht oberhalb von 210 €/t weiteres Potenzial für Short-Eindeckungen. 👉 Der Markt hat sich deutlich stabilisiert – entscheidend bleibt nun, ob die 210-€/t-Marke verteidigt werden kann und die Hürde von 218,00 EUR/to endlich nachhaltig überwunden werden wird. 📊 PositionierungInvestment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red Winter WheatManaged Money
📰 Marktnews 🌍 Der Fokus liegt aktuell klar auf den Ernteergebnissen in Europa und Nordamerika. Die Ernte schreitet zügig voran und sorgt saisonal für zusätzliches Angebot. Gleichzeitig zeigen die ersten Ergebnisse, dass die Erträge regional deutlich stärker schwanken als noch im Frühjahr erwartet. USA: Ernte läuft zügig – kleinere Produktion bestätigt sich. Die Winterweizenernte in den USA kommt weiterhin schnell voran. In Kansas, Oklahoma und Texas sind große Teile der Flächen bereits gedroschen. Die Erträge liegen regional meist zwischen 45 und 65 bu/acre. Der Juli-WASDE bestätigte, dass die US-Weizenernte kleiner ausfällt als im Vorjahr, während die weltweiten Endbestände ebenfalls leicht reduziert wurden und die Versorgung global enger wird. EU: Die französische Weizenernte läuft mittlerweile auf Hochtouren. Erste Druschergebnisse liegen überwiegend zwischen 7,0 und 8,5 t/ha, regional werden auch Erträge von über 9 t/ha gemeldet. Qualitativ berichten viele Erfassungsstellen bislang über gute Hektolitergewichte und überwiegend zufriedenstellende Proteinwerte. Auch in Deutschland beginnt in Kürze der Weizendrusch in den frühen Regionen. Die Wintergerstenernte ist bereits weit fortgeschritten. Erste Ergebnisse aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegen meist zwischen 7,5 und 9,0 t/ha, auf schwächeren Standorten um 6,5–7,0 t/ha. Beim Weizen werden in den ersten Schlägen überwiegend 7 bis 9 t/ha erwartet. 🚢 Exportmarkt Russland bleibt trotz regional unterschiedlicher Erträge der preisaggressivste Anbieter am Weltmarkt. Die Exportofferten aus dem Schwarzmeerraum liegen weiterhin unter vielen französischen Angeboten. Algerien, Jordanien und weitere nordafrikanische Staaten bleiben regelmäßig am Markt und sorgen für eine stabile internationale Nachfrage. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 214,00 €/t (MATIF September, +9,00 €/t) 📉 Unterstützungen: 210 | 205 | 200 €/t 📈 Widerstände: 215 | 218I 220 | 225 €/t 👉 Oberhalb von 210 €/t bleibt das technische Bild freundlich. 👉 Ein Ausbruch über 215 €/t könnte weitere Short-Eindeckungen der Fonds auslösen. 👉 Oberhalb von 220 €/t würde sich das Chartbild deutlich aufhellen. 👨🌾 Vermarktungsempfehlung Der kräftige Kursanstieg eröffnet wieder attraktive Vermarktungsmöglichkeiten für Teilmengen verkauf in Richtung 215-220,00 €/to. Gleichzeitig spricht die weiterhin hohe Netto-Short-Position der Fonds dafür, nicht sämtliche Restmengen sofort zu vermarkten. Weitere Short-Eindeckungen könnten den Markt kurzfristig zusätzlich unterstützen. ➡️ Weizen hat mit dem Sprung über 210 €/t ein wichtiges technisches Signal geliefert. Entscheidend wird nun sein, ob die Ernteergebnisse den Optimismus bestätigen oder neuer Erntedruck den Markt wieder bremst. Raps behauptet sich weiter über 500 EUR/to, Fonds beginnen aber long Positionen zu reduzieren12/7/2026 CoT Bericht: 12.07.2026
Positionsstichtag: 03.07.2026 Euronext-Veröffentlichung: 08.07.2026 Während die Fonds ihre Long-Positionen zuletzt deutlich reduzierten, bleibt die fundamentale Marktlage insgesamt positiv unterstützend. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales CoT-Signal – 🌱 CBOT Sojabohnen (Managed Money)
🌾 ICE Canola (Managed Money)
📰 Marktnews In Frankreich läuft die Rapsernte inzwischen auf Hochtouren. Erste Erträge bewegen sich überwiegend zwischen 3,2 und 4,0 t/ha, auf guten Standorten werden regional auch über 4,2 t/ha erreicht. Die Ölgehalte werden bislang überwiegend als gut beschrieben. Auch in Deutschland hat die Rapsernte in den südwestlichen Regionen begonnen. Erste Rückmeldungen zeigen Erträge zwischen 3,5 und 4,2 t/ha, auf besseren Standorten auch darüber. Insgesamt bestätigen die ersten Ergebnisse bislang eine solide bis gute Ernte, auch wenn regionale Unterschiede deutlich bleiben. 🚢 EU-Importe bleiben weiter deutlich unter Vorjahr und sind wesentlicher Stützungsfaktor. Gleichzeitig bleibt die Verarbeitung in Europa hoch. Die Biodieselindustrie sowie die Lebensmittelindustrie sorgen weiterhin für eine robuste Nachfrage nach Rapssaat und Rapsöl. 🌱 Sojabohnen geben Rückenwind. Der Sojamarkt entwickelte sich in dieser Woche deutlich freundlicher. Die USA meldeten mehrere größere Exportverkäufe, darunter Lieferungen von insgesamt über 600.000 t Sojabohnen nach China. Gleichzeitig bauten die Fonds ihre Netto-Long-Position deutlich aus. 📈 Preisausblick – Raps Schlusskurs: 517,75 €/t (MATIF August, -1,25 €/t) 📉 Unterstützungen: 510 | 500 | 490 €/t 📈 Widerstände: 520 | 525 | 535 €/t 👉 Oberhalb von 510 €/t bleibt das Marktbild freundlich. 👉 Ein Ausbruch über 520 €/t könnte den Weg in Richtung 525–535 €/t freimachen. 👉 Unterhalb von 510 €/t dürfte die schwächere Fondspositionierung stärker belasten. 👨🌾 VermarktungsempfehlungDas aktuelle Preisniveau bleibt für eine gestaffelte Vermarktung attraktiv. Die Fonds haben zwar Gewinne mitgenommen, gleichzeitig sprechen die niedrigen EU-Importe, die hohe Verarbeitung und der stabile Pflanzenölkomplex gegen einen deutlichen Preisrückgang. Preisbewegungen in den Bereich 520–525 €/t können daher weiterhin für Teilverkäufe genutzt werden. ➡️ Raps behauptet sich oberhalb von 500 €/t. Die laufende Ernte begrenzt zwar kurzfristige Kursanstiege, die Fundamentaldaten sprechen jedoch weiterhin für einen insgesamt stabilen Markt. Der USDA-WASDE-Bericht für Juli 2026 sendet insgesamt ein bullisches Signal für den Weizenmarkt, während sich die globalen Ölsaatenmärkte weiterhin ausgeglichen präsentieren. Ausschlaggebend für die positive Marktreaktion ist die deutlich schwächere US-Weizenbilanz. Das USDA reduzierte die US-Weizenproduktion auf 1,536 Mrd. Bushel – den niedrigsten Wert seit 1970. Gleichzeitig sinken die US-Endbestände auf 722 Mio. Bushel, was die Versorgungslage insbesondere bei exportrelevanten Qualitäten weiter verschärft.
Auch auf globaler Ebene bleibt die Weizenbilanz unterstützend. Der Weltverbrauch steigt erneut und übertrifft weiterhin die Produktion, wodurch die globalen Endbestände auf 275,4 Mio. t zurückgehen. Zwar werden Produktionszuwächse in Russland, der Türkei und der Ukraine erwartet, diese können die Rückgänge in den USA und Australien jedoch nur teilweise kompensieren. Die EU-Weizenerzeugung liegt mit rund 136,8 Mio. t weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau. Damit bleibt Europa in der Saison 2026/27 als Exporteur eingeschränkt und die Versorgung am Weltmarkt stärker von der Schwarzmeerregion und den USA abhängig. Im Gegensatz dazu zeigt sich der Ölsaatenkomplex weitgehend unverändert. Die globale Produktion, der Verbrauch und die Endbestände bei Ölsaaten und Sojabohnen bewegen sich nur geringfügig gegenüber dem Vormonat. Eine strukturelle Verknappung ist derzeit nicht erkennbar, weshalb der Rapsmarkt trotz des bullischen Weizenumfelds unter Druck blieb. Fazit: Der Juli-WASDE bestätigt eine zunehmend engere Versorgungslage am globalen Weizenmarkt. Der Anstieg der MATIF-Weizennotierung um 9,00 €/t auf 214,00 €/t unterstreicht diese Einschätzung. Für Ölsaaten bleibt das fundamentale Umfeld dagegen überwiegend neutral. Weizen hält 200 € – Erntedruck trifft auf Commercial-Stützung, Fonds reduzieren short Positionen5/7/2026 CoT Report Positionsstichtag: 26.06.2026
Euronext-Veröffentlichung: 01.07.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 03.07. bei 201,50 €/t und behauptet sich damit weiterhin knapp oberhalb der psychologisch wichtigen 200-€/t-Marke. Die Fonds bleiben zwar deutlich netto short positioniert, haben ihre Short-Positionen zuletzt jedoch etwas reduziert. Gleichzeitig bleiben die Commercials netto long und wirken weiterhin stabilisierend auf den Markt. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red Winter WheatManaged Money in Chicago:
📰 Marktnews Der Weizenmarkt stand in dieser Woche weiterhin unter dem Einfluss der laufenden Ernte auf der Nordhalbkugel. Vor allem der schnelle Erntefortschritt in den USA sowie der Beginn der Ernte in Frankreich und Deutschland sorgten für Angebotsdruck. In den USA war die Winterweizenernte per 28. Juni zu 48 % abgeschlossen. Das liegt deutlich über dem Vorjahr und über dem langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig berichten Marktteilnehmer weiterhin von unterdurchschnittlichen Erträgen in den besonders trockenen Regionen der südlichen Plains, wodurch das zusätzliche Angebot teilweise kompensiert wird. In Deutschland ist die Ernte mit der Wintergerste angelaufen. Erste Ergebnisse aus Westfalen-Lippe zeigen 6–7 t/ha auf leichteren Standorten sowie 8–9 t/ha auf besseren Böden. Die Erträge werden insgesamt als ordentlich beschrieben. Für Winterweizen liegen bislang noch keine belastbaren Druschergebnisse vor, allerdings hat die Hitzewelle Ende Juni die Abreife deutlich beschleunigt. In vielen Regionen wird der Weizendrusch etwa eine Woche früher als üblich erwartet. Auch in Frankreich ist die Ernte außergewöhnlich früh gestartet. Im Südwesten wurden bereits ab Mitte Juni erste Wintergerstenbestände gedroschen. Erste Praxiserträge lagen je nach Standort zwischen 50 und 70 dt/ha. FranceAgriMer erwartet für Wintergerste im Durchschnitt rund 67 dt/ha, was etwa 4 % unter dem Vorjahr liegt. Beim Weizen richtet sich der Blick nun auf die Auswirkungen der Hitzewelle während der Kornfüllungsphase. Die EU-Kommission erwartet für 2026 eine Weichweizenernte von rund 126 Mio. t, während private Analysten teilweise etwas höhere Schätzungen veröffentlichen. Gleichzeitig senkte MARS den durchschnittlichen EU-Weichweizenertrag zuletzt auf rund 6,01 t/ha, insbesondere aufgrund trockener Bedingungen in Teilen Mittel- und Osteuropas. Im Exportgeschäft bleibt der Schwarzmeerraum der wichtigste Wettbewerber. Russland bietet weiterhin sehr aggressiv an und begrenzt damit die Exportchancen für französischen und deutschen Weizen. Die EU-Weizenexporte erreichten in der Saison 2025/26 bis Ende Juni rund 23,2 Mio. t und lagen damit leicht über dem Vorjahr. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 201,50 €/t (MATIF September) 📉 Unterstützungen: 200 | 198 | 195 €/t 📈 Widerstände: 205 | 208 | 212 €/t 👉 Die 200-€/t-Marke bleibt der entscheidende Unterstützungsbereich. 👉 Unterhalb von 200 €/t könnte der Verkaufsdruck der Fonds wieder deutlich zunehmen. 👉 Ein Anstieg über 205 €/t würde das technische Bild aufhellen; oberhalb von 208 €/t könnte neues Aufwärtsmomentum entstehen. 👨🌾 Vermarktungsempfehlung Die aktuelle Positionierung spricht weiterhin für eine gestaffelte Vermarktung. Die Commercials sehen auf dem aktuellen Preisniveau Kaufinteresse, während Fonds trotz leichter Short-Eindeckungen grundsätzlich bärisch bleiben. Wer noch größere Mengen offen hat, sollte mögliche Erholungen in Richtung 205–208 €/t für Teilverkäufe nutzen. Gleichzeitig erscheinen Verkäufe direkt an der 200-€/t-Marke aufgrund der stabilisierenden Commercial-Positionierung derzeit wenig attraktiv. ➡️ Weizen verteidigt die 200-€/t-Marke – zwischen saisonalem Erntedruck und stabilisierender physischer Nachfrage bleibt der Markt kurzfristig richtungsoffen. CoT Report Positionsstichtag: 26.06.2026
Euronext-Veröffentlichung: 01.07.2026 Der MATIF-Raps August schloss am 03.07. bei 503,75 €/t und verteidigt damit weiterhin die wichtige 500-€/t-Marke. Die Fonds bleiben klar netto long positioniert und haben ihre Long-Position zuletzt wieder leicht ausgebaut. Gleichzeitig sichern Commercials das aktuelle Preisniveau verstärkt ab. Während die Rapsernte in Europa anläuft, liefern der Pflanzenölkomplex und die weiterhin geringe Importtätigkeit der EU Unterstützung. 👉 Raps bleibt fundamental gut unterstützt – der beginnende Erntedruck begrenzt jedoch das kurzfristige Aufwärtspotenzial. 📊 PositionierungInvestment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales Signal – Sojabohnen, Sojaöl, Palmöl & Canola🌱 CBOT Sojabohnen (Managed Money)
📰 Marktnews In Frankreich läuft die Rapsernte inzwischen auf breiter Front an. Erste Druschergebnisse liegen regional meist zwischen 30 und 38 dt/ha. Die Erträge fallen damit überwiegend durchschnittlich bis leicht über den Erwartungen aus. Die europäische Versorgung bleibt trotz der größeren Ernte nicht übermäßig komfortabel. COCERAL erwartet für die EU-27 und Großbritannien eine Rapsernte von rund 21,5 Mio. t. Gleichzeitig liegt der von MARS erwartete Durchschnittsertrag mit 3,19 t/ha rund 5 % unter dem Vorjahr. Die größere Anbaufläche gleicht die niedrigeren Erträge jedoch weitgehend aus. Die EU-Rapsimporte liegen weiterhin rund 29 % unter dem Vorjahresniveau. Besonders geringere Lieferungen aus der Ukraine, Australien und Kanada reduzieren den Angebotsdruck auf den europäischen Markt. Gleichzeitig bleibt die Verarbeitung in der EU hoch, getragen durch die robuste Nachfrage der Biodiesel- und Pflanzenölindustrie. Am internationalen Pflanzenölmarkt bleibt Sojaöl der stärkste Preistreiber. Obwohl Brasilien mit einer erwarteten Rekordernte von rund 180 Mio. t Sojabohnen für eine komfortable Versorgung sorgt, bleibt die Nachfrage nach Sojaöl aufgrund der Biodieselproduktion in den USA hoch. Die Fonds halten deshalb weiterhin eine Netto-Long-Position von über 100.000 Kontrakten. Bei Canola richtet sich der Blick weiterhin nach Kanada. Agriculture and Agri-Food Canada erwartet eine Produktion von rund 22 Mio. t. Die Witterung in Saskatchewan und Alberta bleibt jedoch entscheidend. Anhaltende Trockenheit könnte die Ertragserwartungen belasten und den Canolamarkt wieder stützen. 📈 Preisausblick – Raps Schlusskurs: 503,75 €/t (MATIF August) 📉 Unterstützungen: 500 | 495 | 490 €/t 📈 Widerstände: 510 | 520 | 525 €/t 👉 Die 500-€/t-Marke bleibt kurzfristig die entscheidende Unterstützung. 👉 Ein Rückfall unter 500 €/t könnte Anschlussverkäufe auslösen. 👉 Ein Anstieg über 510 €/t würde das technische Bild wieder deutlich verbessern; oberhalb von 520 €/t wäre die jüngste Korrektur weitgehend neutralisiert. 👨🌾 Vermarktungsempfehlung Erholungen in den Bereich von 510–520 €/t sollten daher weiterhin aktiv für Teilverkäufe genutzt werden. Aufkommender Erntedruck bei Erträgen über den Erwartungen sehr wahrscheinlich. ➡️ Raps hält 500 €/t – bleibt aber sensibel für Erntedruck und Pflanzenölbewegungen. |
AutorBianca Buthmann
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