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CoT Report
Positionsstichtag: 19.06.2026 Euronext-Veröffentlichung: 24.06.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 26.06. bei 202,50 €/t (-3,50 €/t). Damit bleibt der Markt knapp oberhalb der wichtigen 200-€/t-Marke. Die Positionierung zeigt weiter ein klares Spannungsfeld: Fonds bleiben deutlich netto short, während Commercials weiterhin netto long positioniert sind. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red WinterManaged Money in Chicago bleibt ebenfalls netto short:
📰 Marktnews Der Weizenmarkt wurde in dieser Woche vor allem durch die fortschreitende US-Winterweizenernte, den Erntedruck auf der Nordhalbkugel und den weiterhin aggressiven Schwarzmeerwettbewerb geprägt. In den USA schreitet die Winterweizenernte deutlich schneller voran als üblich. Laut USDA waren per 21.06. bereits 40 % der Winterweizenernte abgeschlossen. Das liegt klar über dem Vorjahr mit 18 % und über dem Fünfjahresschnitt von 24 %. Dieser schnelle Erntefortschritt brachte zusätzlichen Druck in den Markt. Gleichzeitig bleibt die Qualität und Ertragslage in den Plains regional schwierig. Die Ernte kommt zwar schnell voran, aber die vorherige Trockenheit hat in Kansas, Oklahoma und Texas Spuren hinterlassen. Der Markt bleibt daher zwischen Erntedruck und schwacher US-Ertragsbasis gefangen. In Europa bleibt die Ernteerwartung solide. COCERAL sieht die EU-27+UK-Weichweizenproduktion bei 143,7 Mio. t. Das liegt über der vorherigen Schätzung von 142,6 Mio. t, aber unter dem Vorjahr von 150,8 Mio. t. In Frankreich soll die jüngste Hitze nach COCERAL-Einschätzung bislang keine größeren Ertragsschäden verursacht haben, während Deutschland und der Balkan weiterhin ordentliche Aussichten zeigen. Der Schwarzmeerraum bleibt der wichtigste Belastungsfaktor. Russland wird weiterhin im Bereich von 87–89 Mio. t Weizen gesehen und bleibt preislich sehr aggressiv. Damit bleibt EU-Weizen im Exportgeschäft unter Druck. Auf der Tenderseite bleibt Algerien der wichtigste Marktindikator. Die OAIC hatte zuletzt wieder einen internationalen Weizentender ausgeschrieben. Zwar liegt das nominale Volumen meist bei 50.000 t, tatsächlich kauft Algerien bei solchen Ausschreibungen häufig deutlich größere Mengen. Entscheidend bleibt, ob europäische Ware gegen Schwarzmeerherkünfte preislich mithalten kann. Saudi-Arabien bleibt ebenfalls relevant. Der zuvor gemeldete große Kauf von 985.000 t Weizen für Lieferung Juni bis August bleibt ein Nachfrageanker, nimmt dem Markt kurzfristig aber auch einen Teil der neuen Impulse, weil diese Nachfrage bereits eingepreist ist. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 202,50 €/t (MATIF September, -3,50 €/t) 📉 Support: 200 | 198 | 195 📈 Resistance: 205 | 208 | 212 👉 Die 200-€/t-Marke bleibt die zentrale Unterstützung. 👉 Unter 200 €/t könnten Fonds den Druck wieder erhöhen. 👉 Über 205 €/t würde sich das technische Bild kurzfristig stabilisieren. 👉 Erst über 208 €/t käme wieder stärkeres Momentum auf. 👨🌾 Empfehlung Der Markt bleibt schwierig. Commercials stabilisieren, aber Fonds und Chicago bleiben klar bärisch. Erholungen über 205 €/t sind für weiter für Staffelverkäufe zu prüfen, zunächst nur auf 30-40 Prozent der Gesamtmengen empfehlenswert. ➡️ Weizen verteidigt 200 €/t – aber der Markt bleibt anfällig für weitere Rücksetzer.
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CoT Bericht: 28.06.2026 Positionsstichtag: 19.06.2026 Euronext-Veröffentlichung: 24.06.2026 Der MATIF-Raps August schloss am 26.06. bei 512,25 €/t (-6,50 €/t). Trotz der Korrektur behauptet sich der Markt weiterhin oberhalb der wichtigen 500-€/t-Marke. Die Positionierung zeigt, dass Fonds zwar weiterhin klar netto long bleiben, zuletzt aber einen Teil ihrer Long-Positionen reduziert haben. Gleichzeitig nimmt der Erntedruck in Europa zu, während der Pflanzenölkomplex weiterhin Unterstützung liefert. 👉 Raps bleibt fundamental stabil – die Rally verliert jedoch etwas an Dynamik. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales Signal – Soja, Sojaöl & CanolaDer internationale Ölsaatenkomplex bleibt insgesamt unterstützend. 🌱 CBOT Sojabohnen (Managed Money)
📰 Marktnews Die EU-Rapsernte rückt nun zügig näher. COCERAL erwartet für die EU-27 und Großbritannien eine Produktion von rund 21,1 Mio. t. Damit fällt die Ernte zwar größer aus als im Vorjahr, bleibt aber unter früheren Erwartungen. Andere Marktanalysten sehen die Ernte weiterhin eher zwischen 20,3 und 20,8 Mio. t. Eine deutliche Überversorgung zeichnet sich damit weiterhin nicht ab. Unterstützend wirken die weiterhin niedrigen EU-Rapsimporte. Weniger Ware aus Australien, Kanada und der Ukraine reduziert den Importdruck, während die europäische Verarbeitung im Biodiesel- und Pflanzenölsektor auf hohem Niveau bleibt. Dadurch entwickelt sich die Nachfrage nach Rapsöl und Rapsschrot weiterhin robust. Auch der internationale Pflanzenölkomplex liefert Unterstützung. In Brasilien wird weiterhin eine Rekord-Sojabohnenernte von rund 180 Mio. t erwartet. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Sojaöl aufgrund der Biodieselproduktion hoch, wodurch der Preisrückgang bei Pflanzenölen begrenzt wird. Für Canola rechnen kanadische Behörden mit einer Produktion von rund 22 Mio. t, Exporten von etwa 8,2 Mio. t und einer Rekordverarbeitung von knapp 13,9 Mio. t. Gleichzeitig beobachten Händler die Trockenheit in Teilen Saskatchewans und Albertas aufmerksam. Sollte sich diese ausweiten, könnte Canola erneut einen wetterbedingten Risikoaufschlag erhalten. Palmöl entwickelte sich zuletzt ebenfalls stabil. Gute Exportzahlen aus Malaysia stehen einer weiterhin unsicheren Produktionsentwicklung in Indonesien gegenüber. Höhere Produktionskosten, ältere Plantagen und wechselnde Exportpolitiken sorgen dafür, dass Palmöl den Pflanzenölkomplex aktuell eher stützt als belastet. 📈 Preisausblick – RapsSchlusskurs: 512,25 €/t (MATIF August, -6,50 €/t) 📉 Support: 510 | 500 | 490 📈 Resistance: 520 | 525 | 530 👉 Oberhalb von 510 €/t bleibt das Marktbild positiv. 👉 Unter 500 €/t würde sich die Korrektur deutlich beschleunigen. 👉 Über 520 €/t könnte neues Kaufinteresse der Fonds entstehen. 👨🌾 Empfehlung Das aktuelle Preisniveau bleibt für eine gestaffelte Vermarktung interessant. Die Fondspositionierung ist weiterhin ein wichtiger Stützungsfaktor, auch wenn zuletzt Gewinne mitgenommen wurden. Gleichzeitig sprechen die robuste Verarbeitung, niedrige EU-Importe und der stabile Pflanzenölkomplex gegen einen ausgeprägten Preisverfall. Dennoch ist Mitte Juli mit Druck zu rechnen, sollten die Rapserträge über den Erwartungen liegen ➡️ Raps behauptet sich über 500 €/t und verfügt trotz laufender Ernte weiterhin über eine vergleichsweise stabile fundamentale Ausgangslage. CoT Report, Positionsstichtag: 12.06.2026
Euronext-Veröffentlichung: 17.06.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 19.06. bei 201,00 €/t (-2,25 €/t). Der Markt verteidigt damit weiterhin die psychologisch wichtige 200-€/t-Marke. Auffällig bleibt die gegensätzliche Positionierung: Fonds halten an ihrer deutlichen Short-Position fest, während Commercials ihre Netto-Long-Position weiter ausbauen. 📊 PositionierungInvestment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red WinterManaged Money Chicago:
📰 Marktnews Der Fokus lag in dieser Woche auf den laufenden Ernten der Nordhalbkugel. In den USA beschleunigt sich die Winterweizenernte, während die USDA-Bestandsbewertungen weiter auf niedrigem Niveau verharren. Die Marktteilnehmer diskutieren zunehmend, ob die schwachen US-Erträge die rekordhohe russische Ernte teilweise kompensieren können. In Russland bestätigen Analysten weiterhin Ernten zwischen 87–89 Mio. t Weizen. Damit bleibt Russland klarer Weltmarktführer und aggressiver Exportanbieter. Die russischen Exportpreise liegen weiterhin unter europäischen Offerten und begrenzen das Aufwärtspotenzial der MATIF. In Europa schreitet die Ernte in Südeuropa voran. Erste Berichte aus Spanien und Südfrankreich zeigen solide Erträge, während Osteuropa weiterhin Niederschlagsdefizite meldet. Die jüngsten Hitzewellen in Frankreich, Deutschland und Polen werden nun aufmerksam beobachtet, da sie in die Kornfüllungsphase fallen. Auf der Tenderseite bleibt Nordafrika aktiv. Algerien und Tunesien sondieren weiterhin den Markt. Größere neue Abschlüsse blieben zwar aus, die Nachfragebasis bleibt jedoch vorhanden. Die Exportaktivität am Schwarzen Meer bleibt hoch. Russische Anbieter dominieren weiterhin zahlreiche Ausschreibungen durch ihre Preisführerschaft. Währungsseitig blieb der Euro gegenüber dem US-Dollar relativ fest. Das verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Ware auf dem Weltmarkt. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 201,00 €/t (MATIF September, -2,25 €/t) 📉 Support: 200 | 198 | 195 📈 Resistance: 203 | 206 | 210 👉 Die 200-€/t-Marke bleibt die zentrale Verteidigungslinie. 👉 Unterhalb davon könnten weitere Fondsverkäufe folgen. 👉 Über 206 €/t würde sich das technische Bild wieder deutlich aufhellen. 👨🌾 Empfehlung Die Positionierung spricht weiterhin für Vorsicht. Commercials stützen den Markt, während Fonds konsequent auf fallende Preise setzen. Für Vermarkter bleiben Erholungen interessant, gleichzeitig sollte die Wetterentwicklung in Europa genau beobachtet werden. ➡️ Weizen verteidigt 200 €/t – bleibt aber zwischen Erntedruck und Wetterprämie gefangen CoT Bericht: 21.06.2026
Positionsstichtag: 12.06.2026 Euronext-Veröffentlichung: 17.06.2026 Der MATIF-Raps August schloss am 19.06. bei 506,25 €/t (+4,25 €/t). Nach den Rücksetzern der Vorwochen stabilisierte sich der Markt wieder oberhalb von 500 €/t. Die Fonds bleiben außergewöhnlich stark positioniert, während die Pflanzenölmärkte weiter Unterstützung liefern. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales Signal – Soja, Sojaöl & CanolaCBOT Sojabohnen
📰 Marktnews Der wichtigste Stützungsfaktor bleibt weiterhin der Pflanzenölmarkt. Palmöl konnte sich in Malaysia zuletzt befestigen, nachdem Exportdaten für Juni eine deutliche Belebung zeigten. Gleichzeitig diskutiert der Markt weiterhin mögliche Produktionsbegrenzungen in Indonesien infolge schwächerer Ertragsentwicklung älterer Plantagen. Unterstützend wirken weiterhin die rückläufigen EU-Rapsimporte. Weniger Ware aus Australien und der Ukraine reduziert den Druck auf den europäischen Markt. Gleichzeitig bleibt die Verarbeitung hoch. Die Biodieselindustrie arbeitet weiterhin auf hohem Niveau, wodurch die Nachfrage nach Rapsöl und Rapsschrot stabil bleibt. In Kanada verläuft die Canola-Entwicklung insgesamt ordentlich. Allerdings bleiben Teile von Saskatchewan und Alberta vergleichsweise trocken. Die Wetterentwicklung der kommenden Wochen wird deshalb aufmerksam verfolgt. Der Ölmarkt reagierte zuletzt sensibel auf die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Angriffe und Gegenschläge zwischen Israel und Iran halten eine Risikoprämie im Energiemarkt aufrecht. 📈 Preisausblick – Raps Schlusskurs: 506,25 €/t (MATIF August, +4,25 €/t) 📉 Support: 500 | 495 | 485 📈 Resistance: 510 | 520 | 530 👉 Oberhalb von 500 €/t bleibt die Marktstruktur positiv 👉 Unter 495 €/t würde sich die Korrektur deutlich beschleunigen. 👉 Über 510 €/t könnte neues Kaufinteresse der Fonds entstehen. 👨🌾 Empfehlung Die außergewöhnlich hohe Fondspositionierung bleibt der wichtigste Stützungsfaktor. Gleichzeitig erhöht sie das Risiko kurzfristiger Gewinnmitnahmen. Eine gestaffelte Vermarktung bleibt daher weiterhin sinnvoll. ➡️ Raps behauptet die 500-€/t-Marke und bleibt einer der stärksten europäischen Agrarmärkte. CoT Bericht: 14.06.2026
Positionsstichtag: 05.06.2026 Euronext-Veröffentlichung: 10.06.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 12.06. bei 201,00 €/t (-2,00 €/t). Damit hält sich der Markt weiterhin knapp oberhalb der wichtigen 200-€/t-Marke. Die neue Positionierung zeigt jedoch eine massive Verschiebung: Fonds haben Longs stark abgebaut und Shorts deutlich erhöht, während Commercials auf der Gegenseite netto long drehen. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red WinterManaged Money in Chicago:
📰 Marktnews Der Juni-WASDE brachte die wichtigste Nachricht der Woche. Das USDA senkte die US-Weizenproduktion 2026/27 auf 1,543 Mrd. Bushel, rund 18 Mio. Bushel weniger als im Mai. Die US-Endbestände wurden auf 744 Mio. Bushel reduziert und liegen damit rund 20 % unter Vorjahr. Besonders bemerkenswert bleibt die Winterweizenernte. Mit geschätzten 1,029 Mrd. Bushel wäre die US-Winterweizenernte die kleinste seit 1965. Gleichzeitig wurden zuletzt nur rund 25 % der Bestände als gut bis sehr gut bewertet. Global bleibt die Versorgung jedoch ausreichend. Der WASDE erhöhte die russische Weizenernte auf 88 Mio. t, die Ukraine auf 23,5 Mio. t und die Türkei auf 22,5 Mio. t. Die weltweiten Endbestände werden bei 275,4 Mio. t gesehen. Auf der Nachfrageseite bleibt der saudische Weizentender der wichtigste Impuls. Saudi-Arabien kaufte zuletzt 985.000 t Weizen zur Lieferung Juni–August. In Europa entwickeln sich die Bestände insgesamt ordentlich. Frankreich meldete zuletzt leichte Verschlechterungen nach Hitzephasen, während Rumänien, Bulgarien und die Ukraine weiter Niederschlagsdefizite beobachten. Der Schwarzmeerraum bleibt der größte Wettbewerbsfaktor. Russische Offerten bleiben preisaggressiv und begrenzen das Aufwärtspotenzial für europäische Ware. Währungsseitig belastet der vergleichsweise feste Euro weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Exporte. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 201,00 €/t (MATIF September, -2,00 €/t) 📉 Support: 200 | 198 | 195 📈 Resistance: 203 | 205 | 208 👉 Die 200-€/t-Marke bleibt die zentrale Unterstützung. 👉 Unter 200 €/t könnte zusätzlicher Verkaufsdruck entstehen. 👉 Erst über 205 €/t würde sich das Chartbild wieder aufhellen. 👨🌾 Empfehlung Die Positionierung mahnt zur Vorsicht. Fonds sind klar short, während Commercials den Markt stabilisieren. Kurze Erholungen weiter für gestaffelte Vermarktung prüfen. 👉 Fazit: Fonds drehen massiv short 👉 Commercials bleiben deutlich netto long 👉 US-Ernte bleibt schwach, globale Versorgung ausreichend ➡️ Weizen hält sich knapp über 200 €/t – bleibt aber anfällig für weitere Rücksetzer. CoT Bericht: 14.06.2026
Positionsstichtag: 05.06.2026 Euronext-Veröffentlichung: 10.06.2026 Der MATIF-Raps August schloss am 12.06. bei 520,75 €/t (-7,75 €/t). Trotz des deutlicheren Rückgangs bleibt Raps klar oberhalb der wichtigen 500-€/t-Marke. Die Fonds bleiben außergewöhnlich stark positioniert, während Commercials ihre Absicherung weiter erhöhen. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales Signal – Soja, Sojaöl & CanolaCBOT Sojabohnen
📰 Marktnews Der Juni-WASDE bestätigte insgesamt eine komfortable globale Sojaversorgung. Brasilien wird weiterhin mit rund 180 Mio. t Sojabohnen gesehen, Argentinien mit rund 50 Mio. t. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Pflanzenölen hoch. Palmöl entwickelte sich zuletzt ebenfalls freundlich. Marktteilnehmer berichten von stabilen Exporten und einer schwächeren Produktionsentwicklung in Teilen Südostasiens. Indonesien bleibt weiterhin ein Unsicherheitsfaktor durch regulatorische Eingriffe und Produktionsrisiken. In Europa gehen die Ernteprognosen leicht auseinander. Die EU-Kommission sieht die Rapsernte weiterhin bei rund 20,8 Mio. t, während Strategie Grains zuletzt auf etwa 20,3 Mio. t reduzierte. Eine Überversorgung zeichnet sich damit weiterhin nicht ab. Unterstützend wirken zudem die weiterhin rückläufigen EU-Rapsimporte. Weniger Ware aus Australien, Kanada und der Ukraine reduziert den Importdruck auf den europäischen Markt. Die Verarbeitung bleibt hoch. Die Biodieselindustrie und der Pflanzenölsektor sorgen weiterhin für robuste Nachfrage nach Rapsöl und Rapsschrot. In Kanada verläuft die Canola-Aussaat zügig. Die Wetterentwicklung in den Prärieprovinzen bleibt jedoch ein wichtiger Marktfaktor. Anhaltende Trockenheit könnte die Ertragsaussichten belasten. 📈 Preisausblick – Raps Schlusskurs: 520,75 €/t (MATIF August, -7,75 €/t) 📉 Support: 520 | 515 | 510 📈 Resistance: 525 | 530 | 540 👉 Über 520 €/t bleibt das Marktbild positiv. 👉 Unter 515 €/t würde die Korrektur an Dynamik gewinnen. 👉 Über 525 €/t könnte neues Kaufinteresse der Fonds entstehen. 👨🌾 Empfehlung Die hohe Fondspositionierung bleibt der wichtigste Stützungsfaktor. Gleichzeitig steigt mit jeder weiteren Long-Aufstockung das Risiko kurzfristiger Gewinnmitnahmen. Gestaffelte Vermarktung bleibt weiterhin sinnvoll. 👉 Fazit : Fonds bleiben extrem long 👉 Verarbeitung und Pflanzenölmärkte bleiben stark 👉 EU-Ernte solide, aber keine Überversorgung ➡️ Raps behauptet sich über 520 €/t und bleibt einer der stärksten europäischen Agrarmärkte, reagiert aber zunehmend sensibel auf Bewegungen bei Öl, Sojaöl und Palmöl. CoT Bericht: 07.06.2026
Positionsstichtag: 29.05.2026 Euronext-Veröffentlichung: 03.06.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 05.06. bei 202,25 €/t (+1,00 €/t). Nach der Korrektur der Vorwoche konnte sich der Markt leicht stabilisieren, bleibt aber klar unter den jüngsten Hochs. Die neue Positionierung zeigt eine deutliche Veränderung: Fonds haben ihre Long-Position massiv reduziert und gleichzeitig Shorts aufgebaut. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red WinterAuch in Chicago bleibt das Bild angespannt. Managed Money liegt bei CBOT Soft Red Winter Wheat bei:
📰 Marktnews (30.05.–07.06.2026) Der Weizenmarkt wurde in der vergangenen Woche vor allem durch die Wetterentwicklung in den USA, die anhaltende Exportkonkurrenz aus dem Schwarzmeerraum und die Erwartung des kommenden WASDE-Berichts bestimmt. In den USA bleibt die Winterweizenlage schwach. Laut USDA Crop Progress per 01.06. wurden nur 26 % der Winterweizenbestände als gut bis sehr gut bewertet. Gleichzeitig lagen 44 % der Bestände in den Kategorien schlecht bis sehr schlecht. Damit bleibt die Ernte in den südlichen Plains weiterhin ein Risikofaktor, auch wenn Niederschläge in Teilen von Kansas, Oklahoma und Texas zuletzt etwas Entspannung gebracht haben. Die US-Winterweizenernte bleibt damit ein zentrales Thema für den nächsten WASDE-Bericht am 11.06.2026. Der Markt wird besonders darauf achten, ob die US-Weizenproduktion weiter angepasst wird und ob sich die schwachen Bestandsbewertungen bereits stärker in den Ertragsschätzungen niederschlagen. In Europa bleibt die Ernteerwartung grundsätzlich solide. COCERAL sieht die EU-27+UK-Weichweizenproduktion weiterhin bei rund 142,6 Mio. t, nach 148,7 Mio. t im Vorjahr. Das bedeutet zwar einen Rückgang gegenüber 2025, aber keine akute Knappheit. In Südeuropa wurden die Feuchtebedingungen zuletzt weiterhin als günstig beschrieben, während in Teilen Osteuropas und der Ukraine regionale Trockenheit beobachtet wird. Russland und andere Schwarzmeer-Ursprünge bleiben preisaggressiv und begrenzen die Exportchancen für EU-Weizen. Für die MATIF bedeutet das: Nachfrage ist vorhanden, aber europäische Ware muss preislich wettbewerbsfähig bleiben. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 202,25 €/t (MATIF September, +1,00) 📉 Support: 200 | 198 | 195 📈 Resistance: 205 | 208 | 212 👉 Über 200 €/t bleibt der Markt kurzfristig stabil. 👉 Unter 200 €/t würde der Druck deutlich zunehmen. 👉 Erst über 208 €/t käme wieder spürbar bullisches Momentum in den Markt. 👨🌾 Empfehlung Die aktuelle Stabilisierung ist noch keine bestätigte Trendwende. Die Fonds haben ihre Long-Position massiv reduziert, während der globale CoT in Chicago wieder deutlich bärischer ist. Gleichzeitig stabilisieren Commercials und physische Nachfrage jetzt den Markt. Preisbereiche über 200 €/t bleiben für gestaffelte Vermarktung interessant. Größere Verkaufsentscheidungen sollten jedoch mit Blick auf den WASDE-Bericht und die weitere US- ➡️ Weizen hält sich über 200 €/t – aber der Markt ist nun nach den letzten beiden Wochen wieder deutlich anfälliger geworden. CoT Bericht: 07.06.2026
Positionsstichtag: 29.05.2026 Euronext-Veröffentlichung: 03.06.2026 Der MATIF-Raps August schloss am 05.06. bei 518,75 €/t (-4,25 €/t). Der Markt bleibt damit oberhalb der wichtigen 500-€/t-Marke, hat aber erneut etwas an Dynamik verloren. Die Positionierung zeigt: Fonds bleiben außergewöhnlich stark auf der Long-Seite, bauen ihre Position aber nur noch leicht aus. Gleichzeitig erhöhen Commercials die Absicherung. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales Signal: Sojaöl und Canola bleiben klar netto long und stützen den Pflanzenölkomplex, auch wenn Gewinnmitnahmen jederzeit möglich bleiben. 📰 Marktnews (30.05.–07.06.2026) Die EU-Kommission hat ihre Rapsschätzung zuletzt auf rund 20,85 Mio. t angehoben. Damit läge die Ernte leicht über der vorherigen Schätzung von 20,8 Mio. t und über dem Vorjahresniveau von rund 20,2 Mio. t. Das verbessert die Versorgung, bedeutet aber noch keine Überversorgung. Gleichzeitig bleibt die Importseite unterstützend. Die EU-Rapsimporte liegen weiterhin deutlich unter Vorjahr, wodurch die Lagerbestände sinken. Beim Palmöl bleibt die Lage ebenfalls preisstützend. Indonesien bleibt im Fokus, da hohe Düngerkosten, Nachwirkungen früherer Wetterextreme und geringere Investitionen in Plantagen die Produktionsentwicklung bremsen können. Der Markt diskutiert weiterhin Produktionsrisiken von 1–2 Mio. t. Bei Sojabohnen bleibt die globale Versorgung hoch, aber die Nachfrage wächst ebenfalls. Der Markt blickt nun besonders auf den kommenden WASDE-Bericht am 11.06.2026. Für Raps ist entscheidend, ob das USDA seine Einschätzung zu globaler Sojaproduktion, Verarbeitung und Endbeständen verändert. Steigende Sojabestände könnten Druck auf Ölsaaten bringen, während höhere Verarbeitung und Biofuel-Nachfrage den Komplex stützen würden. In Kanada verläuft die Canola-Aussaat weitgehend zügig. Gleichzeitig bleiben Teile der Prärien trocken, weshalb die Niederschlagsentwicklung der kommenden Wochen stark beobachtet wird. Die geopolitische Lage rund um Iran und die Straße von Hormus hält eine Risikoprämie im Energiemarkt. 📈 Preisausblick – Raps Schlusskurs: 518,75 €/t (MATIF August, -4,25) 📉 Support: 515 | 510 | 500 📈 Resistance: 525 | 530 | 540 👉 Oberhalb von 515 €/t bleibt der Markt stabil. 👉 Unter 510 €/t würde das Korrekturrisiko steigen. 👨🌾 Empfehlung: Preisbereiche oberhalb von 515 €/t bleiben attraktiv für Teilverkäufe. Die hohe Fondspositionierung sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Sobald Öl, Palmöl oder Sojaöl nachgeben, kann Raps schnell korrigieren. Eine gestaffelte Vermarktung bleibt sinnvoll. Wer bereits gut abgesichert ist, kann den Markt weiter beobachten. Wer noch offen ist, sollte starke Tage aktiv nutzen. ➡️ Raps bleibt über 500 €/t stark – aber die hohe spekulative Positionierung macht den Markt anfällig für schnelle Korrekturen. |
AutorBianca Buthmann
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