|
CoT Bericht: 31.05.2026
Positionsstichtag: 22.05.2026 Euronext-Veröffentlichung: 27.05.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 29.05. bei 207,25 €/t (-3,00 €/t). Nach der wettergetriebenen Rally der Vorwochen geriet der Markt zum Monatsende unter Druck. Die Fonds bleiben zwar klar auf der Käuferseite, gleichzeitig baut die physische Marktseite ihre Absicherung weiter aus. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red WinterManaged Money in Chicago hat die Short-Position zuletzt deutlich reduziert und bewegt sich zunehmend Richtung neutral. 📰 Marktnews Die wichtigste Veränderung der Woche kam vom Wetter. In den US-Plains sorgten Niederschläge in Kansas, Oklahoma und Texas für Entspannung. Ein Teil der zuvor eingepreisten Wetterprämie wurde dadurch wieder aus dem Markt genommen. Trotzdem bleibt die USDA-Prognose bemerkenswert: Die US-Winterweizenernte 2026/27 wird weiterhin auf dem niedrigsten Niveau seit den 1960er Jahren gesehen. In Europa entwickeln sich die Bestände bislang überwiegend gut. Frankreich meldet weiterhin überdurchschnittliche Vegetationsbedingungen. Gleichzeitig werden aus Rumänien, Bulgarien und Teilen der Ukraine Niederschlagsdefizite gemeldet. Bislang werden daraus jedoch noch keine größeren Ertragseinbußen abgeleitet. Auf der Nachfrageseite bleibt Nordafrika aktiv. Der Saudi-Arabien-Kauf von knapp 1 Mio. t Weizen für Lieferung Juni bis August wirkt weiterhin unterstützend. Auch Algerien bleibt regelmäßig am Markt und sorgt für Nachfrageimpulse. Der Internationale Getreiderat (IGC) erwartet für 2026/27 eine globale Weizenproduktion von rund 808 Mio. t, gleichzeitig sollen die Endbestände leicht sinken. Die Versorgung bleibt komfortabel, aber weniger üppig als in den Vorjahren. Der Schwarzmeerraum bleibt der größte Wettbewerbsfaktor. Russische Exportofferten liegen weiterhin auf aggressivem Niveau und begrenzen die Exportchancen europäischer Ware. Geopolitisch blieb die Lage rund um Iran und die Straße von Hormus das zentrale Thema. Zwar laufen die Gespräche zwischen den USA, Iran und China weiter, ein endgültiger Durchbruch wurde bislang nicht erzielt. Dadurch bleiben Energie-, Fracht- und Düngerkosten erhöht. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 207,25 €/t (MATIF September, -3,00) 📉 Support: 205 | 202 | 200 📈 Resistance: 210 | 215 | 220 👉 205 €/t bleibt kurzfristig die wichtigste Unterstützungszone. 👉 Erst über 215 €/t würde neues bullisches Momentum entstehen. 👨🌾 Empfehlung Die jüngste Korrektur zeigt, wie stark der Markt weiterhin auf Wettermeldungen reagiert. Preisrallys sollten weiterhin für gestaffelte Vermarktung genutzt werden. ➡️ Weizen korrigiert, ist aber deutlich stabiler als noch zu Jahresbeginn.
0 Comments
CoT Bericht: 31.05.2026
Positionsstichtag: 22.05.2026 Euronext-Veröffentlichung: 27.05.2026 Der MATIF-Raps August schloss am 29.05. bei 522,25 €/t (-4,50 €/t). Nach dem starken Anstieg der Vorwochen kam es zu Gewinnmitnahmen. Die Marktstruktur bleibt jedoch klar bullisch. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales Signal – Soja & Pflanzenöle Die Fonds halten weiterhin außergewöhnlich hohe Netto-Long-Positionen bei Sojabohnen und Sojaöl. 📰 Marktnews Ein zentraler Preistreiber bleibt die Importentwicklung in Europa. Die EU-Rapsimporte liegen aktuell bei rund 4,26 Mio. t und damit etwa 29 % unter Vorjahr. Besonders deutlich fallen die Rückgänge aus:
Gleichzeitig bleibt die europäische Verarbeitung hoch. Die Nachfrage aus dem Biodiesel- und Pflanzenölsektor sorgt dafür, dass die Lagerbestände nicht stark anwachsen. Palmöl bleibt ein wichtiger Stützfaktor. Marktteilnehmer rechnen weiterhin mit einer schwächeren Produktionsentwicklung in Indonesien. Hohe Düngerkosten, Nachwirkungen früherer Wetterextreme und geringere Investitionen könnten die Produktion um 1–2 Mio. t reduzieren. In Kanada verläuft die Canola-Aussaat zwar zügig, allerdings bleiben Teile der Prärien vergleichsweise trocken. Die Niederschlagsentwicklung der nächsten Wochen wird daher intensiv beobachtet. Auch der Ölmarkt bleibt unterstützend. Solange Brent deutlich über 100 USD/Barrel notiert und die Unsicherheit rund um Hormus bestehen bleibt, bleibt auch die Biodiesel-Nachfrage hoch. Die EU-Kommission erwartet für 2026 weiterhin eine Rapsernte von rund 20,8 Mio. t. Damit verbessert sich das Angebot gegenüber den Vorjahren zwar leicht, von einer Überversorgung kann jedoch keine Rede sein. 📈 Preisausblick – Raps Schlusskurs: 522,25 €/t (MATIF August, -4,50) 📉 Support: 520 | 510 | 500 📈 Resistance: 530 | 540 | 550 👉 Oberhalb von 520 €/t bleibt das Chartbild positiv. 👉 Über 530 €/t könnte die Fondsrally weiterlaufen. 👨🌾 Empfehlung Das aktuelle Preisniveau bleibt für Teilverkäufe attraktiv. Gleichzeitig sollte die außergewöhnlich hohe Fondspositionierung aufmerksam beobachtet werden. ➡️ Raps korrigiert leicht, bleibt aber einer der stärksten Agrarmärkte Europas CoT Euronext Positionsstichtag: 15.05.2026 Euronext-Veröffentlichung: 20.05.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 22.05. bei 215,00 €/t (-1,25). Damit bleibt der Markt oberhalb der wichtigen 200-€/t-Marke stabil. Die neue CoT-Struktur zeigt jedoch ein zweigeteiltes Bild: Fonds bauen ihre Long-Position massiv aus, während Commercials die höheren Preisniveaus sehr deutlich zur Absicherung nutzen. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➡️ Gesamtbild: Die Marktstruktur zeigt eine klare Divergenz. Fonds kaufen den Markt aktiv nach oben, während Commercials die höheren Niveaus deutlich absichern. ➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red Winter Am US-Markt bleibt das Bild noch vorsichtig. Bei CBOT Soft Red Winter Wheat liegen Managed Money bei 109.862 Long zu 112.951 Short und damit netto bei -3.089 Kontrakten. Zur Vorwoche wurden Longs um 9.225 Kontrakte aufgebaut, während Shorts um 6.170 Kontrakte reduziert wurden. 📰 Marktnews (16.05.–24.05.2026) Der Weizenmarkt wurde in der vergangenen Woche vor allem durch drei Faktoren bestimmt: schwächere US-Winterweizenbestände, aktive internationale Nachfrage und die Frage, wie viel Preisdruck der Schwarzmeerraum weiter ausübt. In den USA hat sich die Lage beim Winterweizen weiter verschlechtert. Laut USDA Crop Progress waren per 17.05. nur noch 27 % der US-Winterweizenbestände in gutem bis sehr gutem Zustand. Gleichzeitig waren 76 % der US-Maisflächen und 67 % der Sojabohnenflächen bestellt. Für Weizen bleibt damit besonders die Trockenheit in den südlichen Plains ein Risikofaktor, weil die Ertragsbildung in eine sensible Phase geht. Noch schärfer wird das Bild durch aktuelle Ernteerwartungen aus den USA: Die US-Winterweizenernte 2026/27 wird laut USDA-Einschätzung auf 1,048 Mrd. Bushel geschätzt, rund 25 % unter Vorjahr und damit auf dem niedrigsten Niveau seit 1965. Besonders betroffen ist Hard Red Winter Wheat mit 514,8 Mio. Bushel, rund 36 % unter Vorjahr. Auf der Nachfrageseite bleibt der internationale Tendermarkt aktiv. Europa bleibt gut versorgt. Die EU-Weichweizenernte wird weiter im Bereich von rund 142–143 Mio. t gesehen und liegt damit unter Vorjahr, aber nicht auf einem knappen Niveau. Gleichzeitig bleibt der Schwarzmeerraum preislich ein starker Gegner, sodass höhere MATIF-Preise schnell die Exportwettbewerbsfähigkeit belasten. Geopolitisch bleibt Iran/Hormus vor allem über Energie und Logistik relevant. Die Gespräche über eine Wiederöffnung bzw. Entspannung an der Straße von Hormus gelten zwar als fortgeschritten, sind aber noch nicht abgeschlossen. Trump erklärte, die USA würden keinen Deal mit Iran überstürzen, während parallel über eine mögliche schrittweise Öffnung der Straße und Erleichterungen bei iranischen Ölexporten verhandelt wird. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 215,00 €/t (MATIF September, -1,25) Support: 212 | 208 | 205 Resistance: 218 | 220 | 225 👉 Oberhalb von 210 €/t bleibt der Markt positiv gestimmt. 👉 Über 220 €/t könnte zusätzlicher Fondsaufbau neues Momentum bringen. 👉 Unter 208 €/t würde die Stabilisierung wieder wackeliger. 👨🌾 Empfehlung Preise oberhalb von 215 €/t bleiben für gestaffelte Vermarktung interessant. Der Fondsaufbau stützt zwar kurzfristig, aber die massive Commercial-Absicherung zeigt, dass die physische Seite höhere Preise aktiv nutzt. ➡️ Weizen bleibt stabiler – aber die Rally muss gegen physischen Absicherungsdruck bestehen CoT Report Positionsstichtag: 15.05.2026
Euronext-Veröffentlichung: 20.05.2026 Der MATIF-Raps August schloss am 22.05. bei 527,25 €/t (+2,25). Damit bleibt Raps klar oberhalb der 500-€/t-Marke und zeigt weiterhin Stärke. Die neue Positionierung bestätigt: Fonds bleiben massiv auf der Long-Seite, während Commercials ihre Absicherung weiter erhöhen. 👉 Der Markt bleibt bullisch – wird aber zunehmend anfällig für schnelle Bewegungen. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➕ Globales Signal – Soja & Pflanzenöle Der globale Pflanzenölkomplex bleibt unterstützt. Bei CBOT Sojabohnen liegen Managed Money zuletzt bei rund +198.000 Netto-Long-Kontrakten, bei Sojaöl bei rund +154.000 Netto-Long-Kontrakten. 👉 Damit bleibt auch von der internationalen Ölsaatenseite Rückenwind für Raps bestehen. 📰 Marktnews (16.05.–24.05.2026) Der Rapsmarkt wird weiterhin vor allem vom Öl- und Pflanzenölkomplex getragen. Ein wichtiger Faktor bleibt die Importentwicklung in Europa. Die EU-Rapsimporte liegen im laufenden Wirtschaftsjahr bis Anfang Mai bei rund 4,26 Mio. t und damit etwa 29 % unter Vorjahr. Besonders deutlich sind die Rückgänge bei den wichtigsten Lieferanten:
Bereits im Zeitraum Juli bis Dezember 2025 waren die EU-Rapsimporte laut Marktanalysen auf ein Vierjahrestief von nur 2,65 Mio. t gefallen. Gleichzeitig blieb die Verarbeitung mit rund 13,3 Mio. t auf Rekordniveau hoch. Dadurch wurden Lagerbestände spürbar abgebaut. Auch die globale Angebotslage bleibt zwar solide, aber nicht überversorgt. Die EU-Kommission erwartet für 2026 eine Rapsernte von rund 20,8 Mio. t, während USDA-FAS die EU-Erzeugung bei etwa 20,4 Mio. t sieht. Gleichzeitig steigen weltweit Produktion und Verbrauch von Ölsaaten nahezu parallel. Palmöl bleibt ebenfalls ein wichtiger Stützfaktor. Marktberichte warnen weiterhin vor einer schwächeren Produktionsentwicklung in Indonesien. Hohe Düngerkosten, frühere El-Niño-Auswirkungen und geringere Investitionen könnten die Palmölproduktion um 1–2 Mio. t reduzieren. Geopolitisch bleibt die Straße von Hormus der entscheidende Faktor für den Energiemarkt. Zwar sprechen die USA und Iran weiter über mögliche Entspannungsschritte und eine teilweise Öffnung der Route, gleichzeitig bleibt die Lage äußerst sensibel. 📈 Preisausblick – Raps Schlusskurs: 527,25 €/t (MATIF August, +2,25) Support: 520 | 510 | 500 Resistance: 530 | 540 | 550 👉 Über 520 €/t bleibt der Markt klar bullisch 👉 Über 530 €/t könnte zusätzlicher Fondsaufbau neues Momentum bringen 👉 Unter 510 €/t würde das Korrekturrisiko deutlich steigen 👨🌾 Empfehlung Preisbereiche oberhalb von 525 €/t bleiben für gestaffelte Vermarktung attraktiv. Gleichzeitig sollte die starke Fondspositionierung nicht unterschätzt werden. Rücksetzer können jederzeit schnell und dynamisch ausfallen. ➡️ Raps bleibt stark – aber die hohe spekulative Positionierung macht den Markt zunehmend nervös. CoT Bericht Positionsstichtag: 08.05.2026
Euronext-Veröffentlichung: 13.05.2026 Der MATIF-Weizen September schloss am 15.05. bei 210,00 €/t (-3,50) und gab damit einen Teil der vorherigen Erholung wieder ab. Besonders auffällig bleibt die aktuelle Marktstruktur: Fonds haben zuletzt massiv Shorts aufgebaut, während Commercials ihre Absicherung deutlich reduziert haben. 👉 Der Markt bleibt fundamental stabil, spekulativ aber wieder klar anfälliger. 📊 Positionierung Investment Funds
Commercials
➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red Winter Auch in Chicago bleibt Managed Money netto short positioniert. 📰 Marktnews Der globale Weizenmarkt bleibt insgesamt gut versorgt, doch Wetterrisiken und geopolitische Entwicklungen sorgen weiter für erhöhte Nervosität. Im Fokus standen zuletzt die neuen USDA-Schätzungen. Das USDA erwartet für 2026/27 eine globale Weizenproduktion von rund 808 Mio. t, gleichzeitig sollen die Endbestände leicht zurückgehen. Besonders wichtig: Die russische Ernte wurde trotz zuletzt trockener Bedingungen weiterhin robust eingeschätzt. Damit bleibt Russland der zentrale Wettbewerbsfaktor für EU-Weizen. Die Exportaktivität bleibt hoch. Saudi-Arabien bestätigte zuletzt Käufe von knapp 1 Mio. t Weizen für Lieferung Juni bis August. Auch Algerien bleibt aktiv im Markt. Wetterseitig rücken die USA stärker in den Fokus. In Teilen der südlichen Plains bleibt Trockenstress ein Thema, während in Europa die Vegetationsbedingungen überwiegend günstig beschrieben werden. Frankreich meldet weiterhin solide Bestände, während in Osteuropa regional Niederschlagsdefizite beobachtet werden. insgesamt Fazit:
📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 210,00 €/t (MATIF September, -3,50) Support: 208 | 205 | 200 Resistance: 213 | 215 | 220 👉 Unter 210 €/t nimmt der Druck wieder zu 👉 Über 215 €/t würde sich das Bild erneut stabilisieren 👨🌾 Empfehlung Preisbereiche über 210 €/t bleiben für erste Staffelungen interessant. Gleichzeitig mahnt die Fondspositionierung zur Vorsicht, da spekulativer Verkaufsdruck jederzeit wieder zunehmen kann. ➡️ Weizen bleibt angeschlagen – aber der physische Markt verhindert bislang stärkeren Preisdruck CoT Bericht: Positionsstichtag: 08.05.2026 Euronext-Veröffentlichung: 13.05.2026 Fonds bleiben klar netto long positioniert, während Commercials ihre Netto-Short-Position zuletzt reduziert haben. 📊 Positionierung Investment Funds
Commercials
➡️ Gesamtbild: 👉 Fonds halten den Markt oben ➡️ Markt bleibt bullisch, aber technisch anfällig ➕ Globales Signal – Soja & Pflanzenöle Der Pflanzenölkomplex bleibt weltweit unterstützt. Besonders Sojaöl und Palmöl zeigen weiter feste Tendenzen, während Fonds in US-Sojabohnen und Sojaöl massiv netto long bleiben. 📰 Marktnews Da über Hormus rund 20 % des globalen Ölhandels laufen, bleibt der Markt äußerst sensibel für politische Eskalationen oder Störungen der Lieferketten. Zusätzlich rückten die Gespräche zwischen Trump und Xi in den Fokus. Händler bewerten die Signale aus den Gesprächen als potenziell stabilisierend für den globalen Handel und die Rohstoffnachfrage. Der Pflanzenölmarkt selbst bleibt fest. Der FAO-Pflanzenölindex notiert weiter nahe Mehrjahreshochs. Vor allem Palmöl bleibt unterstützt. Marktteilnehmer warnen zunehmend vor einer schwächeren Produktionsentwicklung in Indonesien. Hintergrund sind hohe Düngerkosten, geringere Investitionen sowie wetterbedingte Risiken durch frühere El-Niño-Effekte. Teilweise wird über mögliche Produktionsverluste von 1–2 Mio. t diskutiert. Auch die globale Rapsversorgung bleibt zwar stabil, aber nicht überversorgt. USDA-FAS erwartet für die EU 2026 eine Rapsernte von rund 20,4 Mio. t, leicht unter Vorjahr. Gleichzeitig bleiben die EU-Importe rückläufig, während die Verarbeitung hoch bleibt. Das stützt den physischen Markt zusätzlich. In Kanada verläuft die Aussaat bislang zügig, gleichzeitig bleibt das Wetter in Teilen der Prärien trocken. 📈 Preisausblick – Raps Schlusskurs: 521,50 €/t (MATIF August, +4,50) Support: 515 | 510 | 500 Resistance: 525 | 530 | 540 👉 Über 520 €/t bleibt der Markt fest gestimmt 👉 Rücksetzer werden bislang weiter gekauft 👨🌾 Empfehlung Aktuelle Preisniveaus bleiben für gestaffelte Vermarktung attraktiv. Gleichzeitig sollte der Ölmarkt eng beobachtet werden, da Raps derzeit stark von externen Faktoren abhängig bleibt. ➡️ Raps bleibt stabil – aber die hohe Fondspositionierung erhöht das Risiko schneller Korrekturen Der WASDE-Bericht sendet vor allem für Weizen ein stark bullisches Signal. Der entscheidende Treiber ist die deutlich schwächere US-Weizenbilanz mit rückläufiger Produktion und sinkenden Endbeständen. In Kombination mit dem erwarteten Produktionsrückgang in der EU um rund 9 Mio. t und weiter sinkenden globalen Lagerbeständen entsteht für 2026/27 eine deutlich engere Versorgungsperspektive. Die starke Preisreaktion an der MATIF bestätigt, dass der Markt den Bericht als Wendepunkt hin zu einer festeren globalen Weizenbilanz interpretiert. Oilseeds bleiben fundamental stabiler, profitieren weiter von festen Pflanzenölmärkten, Biodieselnachfrage und der allgemein bullischen Stimmung im Agrarsektor.
CoT: Fonds drehen plötzlich massiv auf Long – bekommt Weizen jetzt endlich etwas Rückenwind?9/5/2026 CoT Positionsstichtag: 30.04.2026
Euronext-Veröffentlichung: 06.05.2026 Der MATIF-Weizen hat sich im September-Kontrakt bei 206,00 €/t stabilisiert. Gleichzeitig zeigt die aktuelle CoT-Struktur einen klaren Stimmungswechsel: Die Fonds drehen massiv zurück auf die Long-Seite, während Commercials ihre Absicherung deutlich ausbauen. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➡️ Gesamtbild: Die Marktstruktur hat sich deutlich gedreht. Das spricht für neuen spekulativen Rückenwind, aber auch für wachsenden Verkaufsdruck aus der physischen Seite. ➕ Globales CoT-Signal – CBOT Soft Red Winter Am US-Markt ist das Bild weniger bullisch als an der MATIF. Bei CBOT Soft Red Winter Wheat liegen Managed Money aktuell bei 98.031 Long zu 107.064 Short und damit netto -9.033 Kontrakte. Zur Vorwoche wurden Longs um 6.955 Kontrakte reduziert, während Shorts um 13.803 Kontrakte aufgebaut wurden. 👉 Während Europa also deutlich bullischer wird, bleibt Chicago noch vorsichtig bis bärisch. Das globale Signal ist damit gemischt. 📰 Marktnews (01.05.–09.05.2026) Der Weizenmarkt erhielt in der ersten Maiwoche Unterstützung durch eine Kombination aus aktiver Importnachfrage, schwächeren US-Beständen und neuer spekulativer Kaufbereitschaft. Gleichzeitig bleibt die globale Versorgungslage komfortabel, was das Aufwärtspotenzial begrenzt. In Europa bleibt die Ernteschätzung solide, aber nicht überragend. COCERAL erwartet die EU-27+UK-Weichweizenproduktion bei 142,6 Mio. t, nach 148,7 Mio. t im Vorjahr. Die Ernte fällt damit niedriger aus als 2025, bleibt aber auf einem komfortablen Niveau. Wichtig ist dabei: In Südeuropa sind die Bodenfeuchten laut COCERAL gut, während in anderen EU-Regionen die entscheidende Entwicklung erst im Mai beginnt. Im Exportgeschäft bleibt der Wettbewerb hart. Algerien hat Anfang Mai einen neuen internationalen Weizentender ausgeschrieben. Das nominale Volumen liegt zwar bei 50.000 t, in der Praxis kauft Algerien bei solchen Ausschreibungen häufig deutlich größere Mengen. Auch die US-Seite bleibt relevant. Die US-Winterweizenbestände bleiben schwach: Nur 30 % der Bestände wurden zuletzt als gut bis sehr gut bewertet. Damit bleibt Wetter in den Plains ein wichtiger Risikofaktor, auch wenn bisher kein akuter Ernteschaden in die Preise eingearbeitet wird. Zusätzlich wirkte der FAO-Getreidepreisindex unterstützend: Die FAO meldete für April einen Anstieg der Getreidepreise um 0,8 %, unter anderem wegen Trockenheit in Teilen der USA und Erwartungen unterdurchschnittlicher Niederschläge in Australien. Gleichzeitig wurden hohe Energie- und Düngemittelkosten als zusätzlicher Kostenfaktor genannt. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs: 206,00 €/t (MATIF September) Support: 202 | 200 | 198 Resistance: 208 | 211 | 215 👉 Über 200 €/t hat sich das Bild deutlich stabilisiert. 👉 Über 208 €/t könnte neuer Fondsaufbau zusätzliches Momentum bringen. 👉 Unter 200 €/t würde die jüngste Stabilisierung wieder infrage stehen. 👨🌾 Empfehlung Erholungen sollten weiterhin aktiv beobachtet werden. Preisbereiche oberhalb von 205 €/t für erste kleine Teilverkäufe prüfen. 👉 Fazit: ➡️ Weizen bekommt wieder Rückenwind – aber der Markt muss die 200-€/t-Zone verteidigen. CoT Euronext-Veröffentlichung: 06.05.2026
Der MATIF-Raps bleibt mit 513,75 €/t im August-Kontrakt klar oberhalb der 500-€/t-Marke. Nach dem Mai-Verfall hat sich der Markt beruhigt. Die CoT-Daten zeigen: Die Fonds bauen ihre Long-Seite weiter aus, während Commercials deutlich stärker absichern. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
📰 Marktnews (01.05.–09.05.2026) Der FAO-Pflanzenölpreisindex stieg im April um 5,9 %. Getrieben wurde der Anstieg durch höhere Preise für Palmöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl und Rapsöl. Besonders Palmöl legte bereits den fünften Monat in Folge zu, gestützt durch höhere Biodieselnachfrage und Sorgen um niedrigere Produktion in Südostasien. Palmöl bleibt ein wichtiger Preistreiber. In Indonesien wird wegen hoher Düngerkosten und möglicher El-Niño-Effekte vor Produktionsrisiken gewarnt. Marktvertreter verweisen darauf, dass eine verzögerte oder reduzierte Düngung die Produktion um 1–2 Mio. t drücken könnte; gleichzeitig sind die Düngerkosten seit Ausbruch des Nahostkriegs um rund 30 % gestiegen. Für Europa bleibt die Ernteerwartung solide. USDA-FAS schätzt die EU-Rapsfläche 2026 auf 6,3 Mio. ha, rund 2,7 % über Vorjahr. Die Ernte wird bei 20,4 Mio. t erwartet, leicht unter den 20,5 Mio. t des Vorjahres. Auf der globalen Ölsaatenseite bleibt Soja reichlich verfügbar, aber nicht preisdämpfend genug, um die Öl- und Biofuel-Story zu brechen. Die EU-Marktdaten nennen eine globale Sojabohnenerzeugung von 428,0 Mio. t, gestützt durch eine Rekordernte in Brasilien. Gleichzeitig soll der Verbrauch um 3 % auf 431,0 Mio. t steigen, wodurch die Bestände auf 78,0 Mio. t sinken. Die EU-Importseite verändert sich ebenfalls. USDA-FAS erwartet für 2026/27 geringere EU-Ölsaatenimporte, weil mehr Sonnenblumen und Raps verfügbar sein sollen. Geopolitisch bleibt die Lage rund um Iran und die Straße von Hormus hoch relevant. Gleichzeitig erhöhen Unsicherheiten in der Region Fracht- und Versicherungskosten. Solange diese Risikoprämie im Ölmarkt bleibt, bleibt auch Raps unterstützt – fällt Öl deutlich zurück, steigt das Korrekturrisiko. 📈 Preisausblick – RapsSchlusskurs: 513,75 €/t (MATIF August) Support: 510 | 500 | 490 Resistance: 520 | 530 | 540 👉 Über 500 €/t bleibt der Markt stabil. 👨🌾 EmpfehlungAktuelle Preisniveaus bleiben für gestaffelte Vermarktung interessant. Wer noch nicht ausreichend abgesichert ist, sollte starke Tage aktiv nutzen. Gleichzeitig ist der Markt stark von Öl, Palmöl und Fonds abhängig – schnelle Rücksetzer bleiben möglich. ➡️ Raps bleibt bullisch – aber die Rally wird anfälliger, je stärker die Positionierung wird. CoT Euronext-Veröffentlichung: 29.04.2026 Der Weizenmarkt bleibt unter Druck und hat sich klar unterhalb der 200-€/t-Marke etabliert. Während der Terminmarkt schwach bleibt, kommt im Hintergrund Bewegung auf und Aktivität im physischen Exportgeschäft nimmt spürbar zu. 📊 Positionierung Investment Funds (Euronext MATIF)
Commercials (Handel / Industrie)
➡️ Markt bleibt schwach – aber weniger extrem positioniert ➕ Globales CoT-Signal In den USA sind Fonds bereits wieder leicht netto long positioniert – ein deutlich konstruktiveres Bild als in Europa. 📰 Marktnews Der Markt zeigt aktuell eine klare Zweiteilung zwischen alter und neuer Ernte. Während die alte Ernte weiter unter Druck steht, richten sich die Preise der neuen Ernte an stabileren Fundamentaldaten aus. Der internationale Weizenmarkt bleibt gut versorgt, zeigt jedoch zunehmend eine aktivere Nachfrage im kurzfristigen Handel. Saudi-Arabien hat zuletzt 985.000 t Weizen gekauft und damit deutlich mehr als ursprünglich ausgeschrieben. Gleichzeitig wurden Preise weiterhin stark vom Schwarzmeerraum bestimmt, mit Exportofferten um 245–255 USD/t FOB. In Europa verschiebt sich der Fokus auf den physischen Markt. 👉 Bis Mitte Mai laufen auch über unsere deutschen Ostseehäfen die Weizenverladungen auf hohem Niveau, insbesondere in Richtung Nord- und Westafrika. Wetterseitig verstärkt sich der Fokus auf die USA. In den südlichen Plains leidet Winterweizen weiterhin unter Trockenstress, wobei ein signifikanter Anteil der Flächen als geschädigt gilt. Gleichzeitig könnten Niederschläge in den kommenden Wochen die Lage stabilisieren – ein klar bullischer Impuls bleibt daher aus. Aktuell werden nur 30 % des Winterweizens als gut bis sehr gut bewertet, was ein vergleichsweise schwaches Niveau darstellt. In Europa zeigen sich stabile Bedingungen, ohne größere Risiken für die Ernte. Die Produktion wird weiterhin bei rund 142–143 Mio. t erwartet. 📈 Preisausblick – Weizen Schlusskurs 30.4. : 191 €/t (MATIF Mai, -4,25) Support: 190 | 188 | 185 Resistance: 195 | 198 | 200 👉 Unter 195 €/t bleibt der Markt schwach 👉 190 €/t bleibt zentrale Unterstützungszone 👨🌾 Empfehlung
➡️ Weizen bleibt unter Druck – aber zunehmende Exportaktivität könnte erste Stabilisierung bringen |
AutorBianca Buthmann
Kategorien
All
|
RSS Feed